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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Windpocken


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Die Windpocken - auch als Wasserpocken oder Feuchtblattern bezeichnet; ICD-10 -Kode B01 - sind eine durch das Varicella-Zoster-Virus ausgelöste Tröpfcheninfektion . Der Name Windpocken kommt von der hohen Ansteckungsfähigkeit dieser die auch über einige Meter in der übertragen werden. Die Erkrankung führt in der zu einer lebenslangen Immunität . Deshalb und aufgrund der hohen Kontagiosität einem in Europa fehlenden Impfprogramm sind überwiegend im Vorschulalter betroffen.

Inhaltsverzeichnis

Symptome

Nach einer Inkubationszeit von 10 bis 21 (meist 14-17) kann es zum Auftreten von leichtem und Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen kommen dem darauf im Bereich des Rumpfes und Gesichtes typischerweise aber auch des behaarten Kopfes später an den Gliedmaßen bis zu linsengroße juckende rote Flecken bzw. später Knötchen folgen in deren Zentrum sich innert bis maximal reiskorngroße Bläschen bilden. Diese können sein und entwickeln sich in weiterer Folge zu Pusteln. Seltener können auch die Schleimhäute Bereich des Mundes hier v.a. am Gaumen gelblich belegte Erosionen sichtbar der Nase der Augen sowie Haut der Genitalien und des Afters betroffen Die Bläschen platzen schließlich und es bildet eine hellbraune Kruste.

Da die Läsionen nicht gleichzeitig entstehen findet sich zu gegebene Zeitpunkt eine vielgestaltigen Ausprägung der Hauterscheinungen oft von einem Bild ähnlich einem "Sternenhimmel" wird was oft eine Blickdiagnose ermöglicht.

Komplikationen

Der Krankheitsverlauf ist meist gutartig. Die fallen ohne Narbenbildung ab sofern darauf geachtet dass das Kind nicht kratzt und damit bakterielle Superinfektion mit Streptokokken oder Staphylokokken herbeiführt.

Selten kann es zu einer Leber- oder Gelenksbeteiligung sehr selten zu einer Lungenentzündung oder den gefürchtetsten Komplikationen einer Enzephalitis Meningitis - also einer Beteiligung des Gehirns der Hirnhäute - kommen. Bei einer Beteiligung Kleinhirns kommt es meist nur zu einer zerebellären Ataxie die während der Heilungsphase der oder noch später auftritt.

Therapie

Die Behandlung beschränkt sich meist auf Linderung eines bestehenden Juckreizes indem kühle und Kompressen aufgelegt oder - besser - adstringierende aufgetragen werden. Die Fingernägel des Kindes sollten werden um die Gefahr der Entwicklung einer Superinfektion zu minimieren.

Ein bestehendes Fieber sollte wenn überhaupt mit Acetylsalicylsäure ( Aspirin ®) sondern mit Paracetamol (Ben-u-ron®) behandelt werden da Acetylsalicylsäure bei Infektionen mit der Entstehung eines Reye-Syndroms in gebracht wird.

Aciclovir oder Vidarabin soll die Symptome Kindern älter als 2 Jahren minimieren helfen es innerhalb 24 Stunden eingenommen wird. Bei bestehenden Immunschwäche sollte eines dieser Medikamente ebenfalls werden.

Kontagiosität

Windpocken sind schon 2 Tage vor des Hautausschlags ansteckend und bleiben dies bis Kruste des letzten Bläschens abfällt. Als weitere gilt dass eine Ansteckungsfähigkeit für 7-10 Tage Bildung der ersten Bläschen besteht - was den Fall eines abgeschwächten Verlaufs mit verkürzter von Bedeutung sein kann. Da die Erreger der Luft nur für ca. 10 Minuten sind ist eine Übertragung durch Kleidung oder nicht zu befürchten.

Gürtelrose als Zweiterkrankung

Menschen die in ihrer Kindheit an erkrankt waren können später im Erwachsenenalter an Gürtelrose erkranken. Die Ursache sind nach der im Körper verbliebene Varicella-Zoster Viren die entlang Nervenfasern in die Spinalganglien wandern und dort verbleiben. Bei einem geschwächtem Immunsystem können nun diese Viren reaktiviert werden eine Gürtelrose im Versorgungsgebiet der betroffenen Nerven




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