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Winston Churchill


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Winston Churchill
Winston Churchill von Yousuf Karsh
Amtszeiten: 1.) 10. Mai 1940 - 27. Juli 1945
2.) 26. Oktober 1951 - 7. April 1955
Vorgänger: 1.) Neville Chamberlain
2.) Clement Attlee
Nachfolger: 1.) Clement Attlee
2.) Anthony Eden
Geburtsdatum: 30. November 1874
Geburtsort: Blenheim Palace Woodstock
Oxfordshire England
Partei : Konservative Partei Liberale Partei

Sir Winston Leonard Spencer Churchill (* 30. November 1874 in Blenheim Palace Woodstock ; † 24. Januar 1965 in London ) gilt als bedeutendster britischer Staatsmann des 20. Jahrhunderts . Er war zweimal Premierminister und führte Großbritannien durch den Zweiten Weltkrieg .

Inhaltsverzeichnis

Biographie

Herkunft Schule Militär

Winston Churchill war der Sohn des Politikers Lord Randolph Churchill und der amerikanischen Jennie Jerome . Churchill entstammte väterlicherseits dem englischen Hochadel da sein Großvater Sir John Winston der siebte Herzog von Marlborough war. Als dessen dritter Sohn erbte jedoch nicht den Herzogstitel; sein eigener Sohn wurde 1953 aufgrund seiner Verdienste zum Ritter Hosenbandordens geschlagen. Die angebotene Erhebung zur erblichen Peerswürde lehnte er ab.

Winston Churchill kam im Blenheim Palace Schloss seines Großvaters zur Welt. Seine Herkunft ihm später die Aufnahme in renommierte Internate als Offizier in die Armee obwohl seine als Schüler eher mangelhaft waren. Von 1881 bis 1892 besuchte er Eliteschulen in Ascot Brighton und Harrow. Das englische Erziehungssystem widerstrebte jedoch so sehr dass er mehrfach sitzen

Nach der Schulzeit bewarb sich Churchill das Militär fiel zweimal durch die Aufnahmeprüfung 1893 als Kadett nach Sandhurst und landete mit 21 Jahren als Kavallerie -Leutnant beim 4. Husarenregiment. Hier erkannte er er wirklich berufen schien: zum "Krieger".

Außerdem zeigte sich nun ein weiteres Fern des schulisches Drucks erwarb sich Churchill profunde literarische Bildung und begann kurz darauf zu schreiben. Bis zu seinem Lebensende sollte als Journalist und Buchautor einen geschliffenen Stil der ihm sogar den Nobelpreis für Literatur einbrachte.

Zwischen 1895 und 1901 erlebte Churchill als aktiver Soldat und Kriegsberichterstatter fünf verschiedene Kriege in Kuba sowie in Indien und anderen Teilen des Britischen Empire . In der Schlacht von Omdurman im Sudan nahm er an der letzten Kavallerieattacke der Weltgeschichte teil. Im Burenkrieg gelang ihm nach der Gefangennahme eine Flucht. Sein Buch über dieses Abenteuer und Kriegsberichte machten Churchill in England bekannt.

Politischer Aufstieg

Bereits 1899 hatte er sich vergeblich um einen im Unterhaus bemüht. Nach seiner Rückkehr aus dem zog er im März 1901 als frischgewählter Konservativer ( Tory ) für den Wahlkreis Oldham ins Parlament Sein erster spektakulärer Auftritt dort war der Übertritt zu den Whigs den Liberalen am 31. Mai 1904 . Grund dafür war der Streit um Frage " Freihandel oder Schutzzoll ". Bei den Liberalen wanderte er auf politischen Skala immer weiter nach links. Er dem sozialreformerischen Parteiflügel an und galt schließlich der Öffentlichkeit wie sein Förderer David Lloyd George als draufgängerischer aber auch bewunderter Radikaler.

Bei den Konservativen inzwischen regelrecht verhasst er Freund und Feind in den Jahren 1906 durch seine Fähigkeiten als Unterstaatssekretär für Kolonien als Wirtschafts- und als Innenminister. Gerade sich der deutsch-britische Flottenkonflikt zuzuspitzen begann machte Herbert Henry Asquith Churchill 1911 zum 1. Lord der Admiralität d.h. Marineminister. Drei Jahre zuvor 1908 hatte Winston Churchill Clementine Hozier geheiratet.

Im Ersten Weltkrieg

Nach Ausbruch des 1. Weltkriegs bestimmte Winston Churchill als Kabinettsmitglied und der Royal Navy Englands Kriegspolitik zunächst entscheidend mit. Dabei er nicht vor schweren Kompetenzüberschreitungen zurück etwa er sich im Spätsommer 1914 in die Operationen der britischen Expeditionsstreitkräfte Belgien einmischte und auf eigene Faust die Antwerpens zu organisieren suchte.

Zu einem Desaster wurde sein Plan Kriegsgegner Deutschland und Österreich im Süden über die mit ihnen Türkei anzugreifen. Das Landeunternehmen britischer französischer indischer australischer und neuseeländischer Truppen auf der Halbinsel Gallipoli an den Dardanellen wurde blutig zurückgeschlagen.

Churchill musste für die Niederlage die übernehmen und am 18. Mai 1915 als 1. Seelord zurücktreten. Im November selben Jahres meldete er sich freiwillig zur und ging als einfacher Major an die nach Frankreich wo er ein Bataillon befehligte. Nach einem steilen Aufstieg schien Karriere in einem tiefen Sturz zu enden. schon 1916 bewarb er sich wieder erfolgreich um Unterhaussitz und 1917 holte ihn Lloyd George der mittlerweile als Premier abgelöst hatte als Rüstungsminister zurück Kabinett.

Zwischen den Kriegen

Bis zum Sturz des liberalen Kabinetts George im Jahr 1922 übernahm Churchill nacheinander die Ämter des und Luftfahrtministers und des Kolonialministers. Nach zwei politischer Abstinenz und 20 Jahre nach seinem Parteiwechsel trat er 1924 erneut in die Konservative Partei ein. Noch im November des selben wurde er Schatzkanzler (Finanzminister) in der konservativen des neuen Premiers Stanley Baldwin und blieb bis zu dessen Abwahl im Jahr 1929 .

Als Finanzminister setzte er 1924 die des Goldstandards durch. Seine konservative Finanzpolitik führte zu Arbeitslosigkeit in Großbritannien die Unzufriedenheit der arbeitenden gipfelte im Generalstreik von 1926 . Churchill forderte den Generalstreik gewaltsam zu "Either the country will break the General or the General Strike will break the (dt.: "Entweder das Land bricht den Generalstreik oder Generalstreik zerbricht das Land." ) Dazu kam es aber nicht. Der wurde allerdings 1931 zwei Jahre nach Churchills Ablösung als wegen seiner verheerenden wirtschaftlichen Auswirkungen wieder abgeschafft.

1930 überwarf sich Churchill mit dem früheren und Chef der Konservativen wegen dessen angeblich nachgiebiger Haltung gegenüber der indischen Unabhängigkeitsbewegung unter Gandhi den er einen halbnackten Fakir nannte. Als überzeugter Imperialist trat Churchill aus Baldwins Schattenkabinett aus.

Ganz anders als in seinen frühen als Politiker galt Churchill nun nahezu als Insbesondere seine scharfe Ablehnung der Appeasementpolitik der Beschwichtigung und des Nachgebens gegenüber brachte ihm den Ruf eines Kriegstreibers ein. war in den 10 Jahren vor Beginn 2. Weltkriegs politisch erledigt ein Mann der seine hinter sich hatte.

Er zog sich auf seinen Landsitz in Kent zurück wo er sich in den Jahren der Malerei sowie seinen journalistischen und Ambitionen widmete. In der Zeit des "inneren entstanden unter anderem die groß angelegte Biographie Ahnherrn Marlborough und die vierbändige Geschichte der englischsprachigen Völker .

Rückkehr in die Regierung

Als Politiker war er fast vergessen Hitler dem britischen Volk und der politischen in England klar machte wie recht Churchill seinem Misstrauen gegen ihn gehabt hatte. Seit Annexion Österreichs und dem deutschen Einmarsch in der Tschechoslowakei fand Churchill wieder zunehmend Gehör. Der des Zweiten Weltkriegs brachte den langjährigen Warner vor der der Nazis zurück in die aktive Politik. Von Neville Chamberlain wurde er zum zweiten Mal nach 1911 mit dem Amt des 1. Seelords

Als solcher plante er die Besetzung norwegischen Hafens Narvik um das Deutsche Reich von schwedischen Erzlieferungen abzuschneiden. Die schon Landung britischer und französischer Truppen musste aber dem deutschen Einmarsch in Norwegen im April 1940 überstürzt abgebrochen werden.

Der Kriegspremier

Der deutschen Besetzung Polens Dänemarks Norwegens Luxemburgs Belgiens und der Niederlande hatten Engländer und Franzosen zunächst scheinbar entgegenzusetzen. Als sich im Mai auch noch katastrophale Niederlage des Hauptverbündeten Frankreich abzeichnete verlor Chamberlain den letzten Rückhalt der Bevölkerung und im Parlament . Der Rücktritt des früheren Verfechters des Appeasement war unvermeidlich geworden. Obwohl Churchill für Fehlschlag in Norwegen verantwortlich gemacht wurde kam er als Nachfolger in Frage. Am 10. Mai 1940 bildete er unter Einschluss der Labour Party eine Allparteienregierung in der er neben dem Amt Premiers auch das des Kriegsministers übernahm.

Sommer 1940

Die meisten Historiker stimmen darin überein Hitler einem Sieg nie so nahe gekommen wie im Juni 1940 . Die Niederlage Frankreichs im Juni war mehr abzuwenden; England stand allein und ohne gerüstetes Heer der deutschen Kriegsmaschine gegenüber die bereits Europa überrannt hatte. Selbst in Churchills Kabinett es noch immer Anhänger der Appeasement-Politik Chamberlains für Verhandlungen mit Hitler-Deutschland eintraten. Ein Vertreter Richtung Lord Halifax stand bereit Churchill als abzulösen.

Hitlers Sieg hätte nach Churchills eigenen bedeutet dass "die ganze Welt einschließlich der Vereinigten Staaten all dessen was wir gekannt und geliebt im Abgrund eines neuen Dunklen Zeitalters versinken" müsste. Daher verlangte er im Juni Teil gegen Widerstände in der eigenen Regierung keinerlei Zugeständnisse an Deutschland gemacht und der notfalls aus Übersee weitergeführt werden sollte. Diese durchgesetzt den Durchhaltewillen der Engländer gestärkt und die Grundlagen für den späteren Sieg der gelegt zu haben bleibt die historische Lebensleistung Historiker wie Christian Graf Krockow (s.u.) sehen in ihm nicht in Roosevelt oder gar den eigentlichen Gegenspieler Hitlers.

Schon am 19. Mai in seiner ersten Rede als Premierminister er seinen Landsleuten nichts als "Blut Mühsal Tränen und Schweiß" und stellte fest dass der "Krieg gegen eine monströse Tyrannei wie sie übertroffen worden ist im finsteren Katalog der der Menschheit" nur mit einem "Sieg um jeden Preis" [1] beendet werden dürfe. In dieser Logik auch die Ignorierung des sogenannten Friedensangebots das England in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli machte.

Invasionsgefahr und Luftkrieg

Churchills erste große Herausforderungen bestanden in erfolgreichen Evakuierung des geschlagenen britischen Expeditionskorps aus Dünkirchen und in der Verhinderung einer deutschen Invasion . Die Grundlage für letzteres hatte er unmittelbar nach seinem Regierungsantritt gelegt. Er räumte Flugzeugproduktion oberste Priorität ein und übertrug - eine seiner ersten Amtshandlungen - die Verantwortung Lord Beaverbrook. Nicht zuletzt dank der Leistungen und des Luftmarschalls Hugh Dowding fügte die Royal Airforce in der Luftschlacht um England die im August ihren Höhepunkt erreichte seine erste bedeutende Niederlage in diesem Krieg

Eine weitere Maßnahme Churchills zur Verhinderung deutschen Invasion war der Befehl zur Versenkung Teils der französischen Mittelmeerflotte im Hafen von Oran . Nachdem die neue französische Regierung unter Marschall Philippe Pétain einen Waffensstillstand mit Deutschland geschlossen hatte es zu verhindern dass die Marine des ehemaligen Verbündeten in Hitlers Hände Bei dieser Überraschungsaktion starben 1.267 französische Marinesoldaten.

Der deutsche Invasionsplan (Operation Seelöwe) wurde Herbst 1940 immer wieder verschoben und im 1941 schließlich aufgegeben. Während dieser Zeit flogen Bomber jedoch ständig Angriffe auf London und andere Städte in Südengland die wie z.B. Coventry - schwere Zerstörungen hinnehmen mussten. Vom 25. August 1940 an ging die Royal Airforce auf Befehl Churchills ihrerseits dazu über Städte zu bombardieren.

Der britische Luftkrieg gegen die deutschen Städte und die Zivilbevölkerung wird Churchill bis heute zum Vorwurf und er wird deshalb von manchen sogar Kriegsverbrecher bezeichnet. Seine Kritiker führen an dass Rahmen des sogenannten moral bombing d.h. der Bombardierung zur Brechung der des Gegners gezielt Wohngebiete angegriffen worden seien. umstritten ist in diesem Zusammenhang die Bombardierung Städte noch zu Kriegsende - etwa die vollständige Zerstörung Dresdens . Andere Historiker weisen darauf hin dass nach der Vertreibung seiner Landstreitkräfte vom Kontinent nur noch mit Hilfe seiner Luftwaffe attackieren dass punktgenaue Angriffe auf rein militärische und Ziele aber zumindest in der Anfangsphase - bei Nachtangriffen - nur selten möglich gewesen Die britische Bevölkerung sah in den Aktionen Royal Airforce damals eine legitime Antwort auf Kriegführung Nazi-Deutschlands das mit den Bombardierungen Guernicas Warschaus Rotterdams und der südenglischen Städte erstmals in Geschichte schwere Luftangriffe auf zivile Ziele unternommen

Spätestens 1943 als Engländer und Amerikaner uneingeschränkte Luftherrschaft über dem Reichsgebiet errungen hatten die Flächenbombardierungen eine Eigendynamik die auch Churchill mehr stoppen konnte oder wollte. Während dieser wurden zahlreiche deutsche Städte in Schutt und gelegt. Erst ganz am Ende des Kriegs sich Churchill von Luftmarschall Arthur Harris. Der des britischen Bomber Command hatte zu den des sogenannten "moral bombing" gehört.

Die Großen Drei

So lange England im Kampf gegen " Dritte Reich " allein stand konnte Churchill nur dafür dass es den Krieg nicht verlor. Ein aber das war ihm bewusst war nur Bündnis mit Amerika möglich. Churchill setzte daher ein gutes Verhältnis zu Franklin D. Roosevelt . Der US-Präsident aber konnte es vor seiner Wiederwahl November 1940 nicht wagen Amerika direkt in den zu verwickeln.

Dennoch erreichte Churchill dass England über Nordatlantik mit lebens- und kriegswichtigen Gütern aus USA versorgt wurde. Das Leih- und Pachtgesetz Roosevelt schließlich am 11. März 1941 durch den Kongress brachte und das es seiner Regierung US-Kriegsschiffe an England auszuleihen ging auf eine Initiative Churchills vom Mai [1940]] zurück.

Am 14. August 1941 trafen sich Churchill und Roosevelt mitten Atlantik auf dem Schlachtschiff "Prince of Wales". Dort unterzeichneten sie Atlantik-Charta die mit ihren "8 Freiheiten" zur der Nachkriegsordnung und der Vereinten Nationen werden sollte.

Mittlerweile hatte sich Englands Lage entscheidend Schon Hitlers Ausgreifen auf den Balkan und Nordafrika hatte die Luftangriffe auf Ziele in verringert. Und nach dem Überfall der Wehrmacht die Sowjetunion am 22. Juni 1941 stand das Land nicht mehr allein Krieg. Churchill bot Stalin sofort Unterstützung an. Trotz seines Misstrauens Stalin der zunächst mit Hitler paktiert hatte trotz Englands eigener prekärer Lage kam es Oktober zur Lieferung von britischen und amerikanischen an Moskau .

Zwei Monate später am 11. Dezember 1941 erklärte Hitler den USA den Krieg dass Churchill endlich den gewünschten Verbündeten an Seite hatte. Unter den "Großen Drei" – Stalin und Churchill – sollte ihm am zwar nur noch die Rolle des Junior-Partners Amerikaner bleiben. Dennoch übte Churchill weiterhin großen auf die Kriegsführung aus nun schon mit auf die Zeit nach Hitlers Niederlage. Denn als Roosevelt erkannte er die Gefahr dass von den Nazis beherrschten ein sowjetisch dominiertes folgen könnte.

Ausdruck dieser Befürchtung war Churchills Mittelmeerplan. schon seine Strategie von Gallipoli im 1. Weltkrieg sah dieser Plan die Kriegsgegner an ihrer schwächsten Stelle im – diesmal in Italien – anzugreifen dann die Alpen östlich umgehen nach Österreich und ins Zentrum Deutschlands vorzustoßen und die deutschen Truppen auf dem Balkan abzuschneiden. Das hätte in Churchills Augen Vorteil gehabt dass der Krieg möglicherweise entschieden wäre bevor die Rote Armee weit nach Mitteleuropa hätte vorstoßen können.

Ein erster Schritt zu diesem Plan die Operation Torch die Landung der Briten Amerikaner in Nordafrika am 8. November 1942 . Auf der Konferenz von Casablanca vom 14. bis 26. Januar 1943 legten Churchill und Roosevelt die gemeinsame fest. Roosevelt setzte bei dieser Gelegenheit – Bedenken Churchills der dies aus psychologischen Gründen für klug hielt – die Forderung nach bedingungslosen Kapitulation Deutschlands durch.

Am 10. Juli 1943 erfolgte die Invasion Siziliens . Die Landung der Alliierten in Italien hatte den Sturz Mussolinis zur Folge der Vorstoß der englischen amerikanischen Truppen über die Apenninhalbinsel kam aber sehr viel langsamer und voran als von Churchill erhofft. Auf der Konferenz von Teheran vom 28. November bis 1. Dezember 1943 auf der Churchill und Roosevelt mit Stalin zusammentrafen drängte dieser auf die einer zweiten Front in Frankreich. Auf dieser wurde auch die sogenannte Westverschiebung Polens beschlossen: Die Sowjetunion behielt die schon Hitler-Stalin-Pakt gewonnenen ostpolnischen Gebiete dafür wurde Polens an die Oder-Neiße-Linie verlegt.

Am D-Day dem 6. Juni 1944 fand schließlich die von Stalin lange Invasion statt: Operation Overlord die alliierte Landung in der Normandie. Frankreich kamen die Alliierten rasch voran. Bereits August war Paris befreit und im Oktober erreichten die Truppen die Reichsgrenze bei Aachen.

Churchill war jedoch besorgt dass die Rote Armee noch vor den Westalliierten weit nach hinein vorstoßen könnte. Zusammen mit seinem Außenminister Eden verabredete er daher bei einem Besuch Moskau im Oktober 1944 mit Stalin eine Mittel- Ost- und Südosteuropas in Interessensphären. Die Ardennen-Offensive der deutschen Wehrmacht im Winter 1944/45 Churchills Bedenken noch verstärkt so dass er der Konferenz von Jalta vom 4. bis 11. Februar 1945 zu weiteren Zugeständnissen an Stalin bereit

In Jalta wurde nicht nur die Aufteilung Deutschlands vier Besatzungszonen beschlossen sondern auch die Teilung Europas eine westliche und eine sowjetische Einflusssphäre wie bis 1989 Bestand hatte. Churchill hatte dabei nicht mit Stalin sondern auch mit Roosevelt zu Dieser war den Sowjets gegenüber sehr viel misstrauisch und war zuversichtlich sie nach dem in eine wirkliche Friedensordnung einbinden zu können.

Der Krieg ging nun rasch dem zu. Im März als die britischen Truppen Rhein standen stattete Churchill seinem Oberbefehlshaber Feldmarschall Montgomery einen Besuch ab und setzte mit bei Wesel über den Strom. Am 8. Mai 1945 konnte Winston Churchill vor dem Unterhaus die bedingungslose Kapitulation Deutschlands und den Sieg in Europa geben.

Nachdem Präsident Roosevelt am 12. April 1945 verstorben war traf sich Churchill mit Nachfolger Harry S. Truman und mit Stalin am 17. Juli auf der Potsdamer Konferenz um über das weitere Vorgehen in und gegen das noch weiter kämpfende Japan zu beraten. Mitten in der Konferenz Churchill jedoch von seinem bisherigen Stellvertreter Clement Attlee als Premier abgelöst. Bei der Unterhauswahl 26. Juli hatte die Labour Party den Sieg errungen denn sie versprach Briten bessere Schulen bessere Wohnungen und ein Gesundheitswesen. Churchills Wahlkampfprogramm - die Fortsetzung des gegen Japan und die Warnung vor einer - erschienen den Wählern als anachronistischer Albtraum längst vergangen Zeit.

Zweite Amtszeit und letzte Jahre

Für die nächsten sechs Jahre war Oppositionsführer im Unterhaus. Er nutzte die Zeit auch um als weltweit geachteter Staatsmann auf Chancen und Gefahren seiner Zeit aufmerksam zu Als einer der ersten hatte er schon des Krieges die Folgen der Gewaltpolitik Stalins Er unterstützte nun Präsident Trumans Eindämmungspolitik gegenüber der Sowjetunion und prägte den "Eiserner Vorhang" (s.u) für die Grenze zwischen und Westeuropa. Zukunftsweisend war auch seine berühmte vor dem Europarat in Straßburg in der er 1949 die Schaffung der "Vereinigten Staaten von vorschlug.

Mit ihm als Spitzenkandidat errangen die im Oktober 1951 einen knappen Wahlsieg und Churchill zog in Downing Street 10 ein. Diesmal übernahm die Wahlkampfthemen der Labour Party und versprach Briten eine Fortführung des staatlichen Wohnungsbauprogramms. Die Amtszeit verlief weitgehend unspektakulär bis auf ein Angebot an die Sowjetunion nach dem Tod 1953 . Churchill schlug die Auflösung der Blöcke die Schaffung eines gesamteuropäischen Sicherheitssystems vor wie erst mehr als 40 Jahre später verwirklicht sollte.

Im gleichen Jahr erhielt er den Nobelpreis für Literatur für sein großes historisches Werk Der Zweite Weltkrieg . Die neue Königin Elisabeth II. schlug ihn wegen seiner Verdienste zum Den angebotenen Herzogstitel schlug Sir Winston in den Folgejahren mehrfach aus um weiter für das Unterhaus zu können.

Im Juni 1953 erlitt Churchill zum wiederholten Mal einen Schlaganfall der ihn zeitweilig amtsunfähig machte. Schließlich seine Parteifreunde ihn 1955 zum vorzeitigen Rücktritt. Sein Nachfolger wurde Eden. Churchill ließ sich 1955 und 1959 noch einmal ins Unterhaus wählen dem mehr als 60 Jahre angehörte trat aber Redner nicht mehr in Erscheinung. Nach seinem lebte Sir Winston Churchill zurückgezogen noch weitere Jahre. Er starb in seinem 91. Lebensjahr 24. Januar 1965 auf den Tag genau 70 Jahre dem Tod seines Vaters. Der Tote wurde Tage lang in Westminster Hall aufgebahrt und mit einem Staatsakt in der St. Paul's Kathedrale geehrt. Beigesetzt wurde Churchill in der seiner Familie auf dem Saint Martin's Churchyard Bladon in der Nähe seines Geburtsorts Woodstock.

Würdigung

In "Englands größter Stunde" wie Churchill Sommer 1940 später bezeichnet hat stieg auch selbst zu der historischen Bedeutung auf die bis heute und in absehbare Zukunft zukommt. Winston Churchill hätte die Geschichte damals einen katastrophal anderen Verlauf nehmen Vom Standpunkt der westlichen Demokratie aus betrachtet war Churchill im Sommer 1940 ganz einfach der richtige Mann zur Zeit am richtigen Platz.

Winston Churchill

Zitate

  • I have nothing to offer but blood tears and sweat. ( Ich habe nichts anzubieten als Blut Mühsal und Schweiß. ) - In seiner ersten Rede als am 13. Mai 1940 .
  • From Stettin in the Baltic to Trieste in the Adriatic an iron curtain descended across the Continent. ( Von Stettin an der Ostsee bis Triest der Adria ist ein Eiserner Vorhang über Kontinent heruntergegangen. ) - In einer Rede in Fulton Missouri am 5. März 1946 die den Begriff " Eiserner Vorhang " den Joseph Goebbels bereits am 25. Februar 1945 im Leitartikel "Das Jahr 2000" der "Das Reich" Seite 1-2 verwendet hatte allgemein machte.
  • Democracy is the worst form of government except for all those other forms that been tried from time to time. ( Demokratie ist die schlechteste Regierungsform - außer den anderen Formen die von Zeit zu ausprobiert worden sind. ) - In einer Rede im Unterhaus 11. November 1947

Auszeichnungen

  • 1953 Nobelpreis für Literatur
  • 1956 Karlspreis der Stadt Aachen für seine Idee "Vereinigten Staaten von Europa"

Werke

  • The River War 1899
  • Savrola 1900
  • Lord Randolph Churchill 1906
  • The World Crisis 1923 bis 1929 4 Bände
  • My Early Life 1930
  • Marlborough. His Life and Times 1933 bis 1938 4 Bände (dt. Marlborough 2 Bde. Zürich 1990)
  • Great Contemporaries 1937
  • The Second World War 1948 bis 1954 6 Bände (dt. Der Zweite Weltkrieg Bern München Wien 1985)
  • History of the English Speaking Peoples 1956 bis 1958 4 Bände (dt. Geschichte der englischsprachigen Völker 5 Bde. Augsburg 1990)
  • Reden in Zeiten des Krieges ausgewählt eingeleitet und erläutert von Klaus Hamburg u. Wien 2002

Literatur

  • Sebastian Haffner Churchill Reinbek 1967 (Kurze leicht zu lesende Biographie)
  • Martin Gilbert und Randolph S. Churchill Winston S. Churchill 8 Bde. mit Begleitbänden London 1988 (Monumentale englischsprachige Biographie)
  • Christian Graf von Krockow Churchill. Eine Biographie des 20. Jahrhunderts Hamburg 1999
  • John Charmley: Churchill. Das Ende einer Legende. Ullstein 1997 (Kritische Biographie)
  • Russell Grenfell Churchill und die Deutschland-Politik (Politische Abrechnung erschien bereits 1954 unter dem "Bedingungsloser Haß?")
  • Andrew Roberts Churchill und seine Zeit DTV 1998 (Kritische Biographie)
  • John Colville Downing Street Tagebücher 1939-1945 Berlin 1988 (Tagebuchaufzeichnungen eines der engsten Mitarbeiter Churchills während Kriegsjahre)
  • John Lukacs Fünf Tage in London. England und Deutschland Mai 1940 Berlin 2000 (Darstellung der entscheidenden Tage in denen Churchill seinem Kabinett die Fortführung des Kriegs gegen durchsetzte)

Weblinks



Bücher zum Thema Winston Churchill

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