Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Wissensordnung bezeichnet der Wissenschaftstheoretiker Helmut F. Spinner die dritte Grundordnung moderner Gesellschaften neben der Rechts - und der Wirtschaftsordnung. Spinner meint damit die Rahmenbedingungen und Regelungen für "nichtkommerzielle schöpferische Wissenstätigkeiten im Dienste des Erkenntnisfortschritts der professionellen Erstklassigkeit" ; er unterscheidet dabei die alte oder klassische von der neuen neoklassischen Wissensordnung.
Spinner untersuchte in seinem Wissensordnungs-Projekt besonders die geschichtliche Entwicklung am Beispiel Humboldtschen Universitätsverfassung) und rekonstruierte daran systematisch die Wissensordnung; darauf aufbauend untersucht er den Wandel Wissensordnung durch die heutigen kognitiv-technischen Entwicklungen und daraus die neue oder "neoklassische" Wissensordnung.