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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 28. Mai 2012 

Wissensqualität


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Man kann folgende Qualitäten von Wissen unterscheiden:

  • Unvollständiges Wissen : Einer bekannten Eigenschaft kann zu einem Zeitpunkt oder aufgrund anderer Faktoren wie einem Messwert (Missing_Value) kein Wert zugeordnet werden was in einer Frame-Repräsentation durch einen leeren Slot beschrieben wird.
  • Widersprüchliches Wissen : Widerspüche in Wissensbasen können behandelt werden
    • die Wissensbasis in Teile aufgespaltet wird jeweils widerspruchsfrei sind
    • epistemische Logiken verwendet werden bei denen verschiedene Agenten jeweils widersprüchliches Glauben
    • mehrwertige Logiken verwendet werden die neben "wahr" und mindestens einen weiteren Wert wie z.B. "inkonsistent"
  • Unsicheres Wissen : Es wird eine stochastische Aussage zu einer Eigenschaft gemacht.
  • Ungenaues Wissen : Es wird keine genaue numerische Angabe einer Eigenschaft wie z.B. groß oder schnell sondern es wird ein Eigenschaftsbereich ( Intervall ) angegeben (s.a. Intervall-Arithmetik Fuzzy-Logik Fuzzy-Arithmetik).
  • Default-Wissen : Wissen welches normalerweise zutrifft in Einzelfällen falsch sein kann. Es wird solange als angenommen bis eine widersprechende Aussage als wahr wird was zur Folge hat dass in Zwischenzeit gemachte Annahmen und Aussagen zurück genommen müssen (nicht-monotones Schlussfolgern Default-Reasoning). Default-Wissen wird auch prototypisches oder stereotypisches Wissen bezeichnet.
  • Definitorisches Wissen : Definitorische Aussagen haben die unanzweifelbaren Eigenschaften einer eines Objekts oder einer Klasse zum Gegenstand.
  • Allgemeinwissen : Kulturell abhängiges Wissen welches verwendet wird in dem entsprechenden kulturellen Umfeld alltägliche Problemstellungen lösen (s.a. Common-Sense Knowledge ).
  • Fachwissen Expertenwissen : Problem- und problemtypabhängiges Wissen das von Experten verwendet wird um Probleme in ihrem zu lösen.
  • Modallogiken : Semantische Erweiterung der Prädikatenlogik mit Hilfe von "möglichen Welten". Alethische beschreibt notwendige und mögliche Gegebenheiten. Notwendige Gegebenheiten wahr wenn sie in allen möglichen Welten von der betrachteten Welt erreichbar sind zutreffen. Gegebenheiten sind wahr wenn sie in mindestens möglichen Welt zutreffen. Deontische Modularität beschreibt gebotene verbotene Gegebenheiten.
  • Mathematisch Unbeweisbares : Aussagen die in einem Axiomsystem nicht sind (s.a. Gödelscher Unvollständigkeitssatz ).
  • Physikalisch Unwissbares : Eigenschaften die durch Beschränkungen der Naturgesetze oder Naturkonstanten zu einem bestimmten Zeitpunkt oder prinzipiell gewusst werden können. Z.B. zu wissen wie ein 1000 Lichtjahre entfernter Stern aussieht oder zu wissen ob ein in den nächsten 5 sec quantenphysikalisch tunneln wird (über letzteres ist nur Wissen möglich).

Siehe auch: Informationsqualität




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