Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 9. Dezember 2019 

Wissenssoziologie


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wissenssoziologie ist eine Disziplin der Soziologie und beschäftigt sich mit sozialen Prozessen zur Generierung Verbreitung und Bewahrung von Wissen innerhalb von Gruppen Gemeinschaften und Gesellschaften Sie steht damit u.a. der Kultursoziologie sehr da sich Kultur und Wissen sehr stark gegenseitig beeinflussen der Phänomenologie die wie Scheler zeigt Erkenntnis keinen solitären Prozess ansieht.

Grundlegend stellt daher die Wissenssoziologie fest dass Erkenntnis nicht im Individuum in einem sozialen Kontext verankert ist. Wissen demnach sozial bedingt.

Inhaltsverzeichnis
1 Siehe auch
2 Literatur

Herkunft

Auf drei Ursprünge rekurriert man bei der Entstehung der

  • Francis Bacon (1561-1626) der im Zentrum seiner Idolenlehre Hemmungen der Sinnes- und Verstandesfunktionen wie Götzenbilder und Irrtümer hinweist die die wahre Erkenntnis
  • Giambattista Vico (1668-1744) der in seinem Buch Die neue Wissenschaft eine neue Geschichtsphilosophie beschreibt in der Mensch seine Geschichte selbst und in einem Kontext konstruiert.
  • Friedrich Georg Wilhelm Friedrich Hegel (1770-1831) welcher wiederum die gesellschaftliche Konstruktion die Dialektik vom Bewusstsein und der Wirklichkeit Vereinfacht gesagt können bei Hegel die Gedanken Wirklichkeit verändern. Wodurch sich seine Rechtsphilosophie in Utopie steigert in der die Geschichte eine der Verwirklichung der reinen Rationalität oder dem Geist ist der sich wiederum im als materialisiert. Die Wirklichkeit ist für ihn daher Faktizität.

Entwicklung

Das zentrale Anliegen der klassischen deutschen Wissenssoziologie ( Karl Mannheim Max Scheler Theodor Geiger) war in dieser Tradition Aufklärung der Beziehungen zwischen sozialem Sein und Bewusstsein durch die Zuordnung von kulturellen Objektivationen Wertvorstellungen Denkformen ) zu sozialen Strukturen . Hierbei erlangte der Ideologiebegriff eine wesentliche Bedeutung. Durch dieses Forschungsprogramm sich die die klassische Wissenssoziologie mit soziologisch fassbaren erkenntnistheoretischen Problemen.

In der Fortführung der wissenssoziologischen Tradition allem in der amerikanischen Soziologie wurde diese weitgehend aufgegeben zugungsten einer allgemeineren Fassung des Gegenstandsbereiches. Die "neuere Wissenssoziologie" beschäftigt sich mit allem was in Gesellschaft als Wissen gilt und vor allem der Erforschung der gesellschaftlichen Wissensbestände die das des Jedermann ausmachen und von dem aus "gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit" verstanden werden kann. L. Berger Thomas Luckmann).

Als Ort der Sinnstiftung wird nun Alltagswelt zum Gegenstand der soziologischen Analyse. Im auf den von Edmund Husserl eingeführten Begriff der Lebenswelt entwickelten Berger und Luckmann ein Konzept alltäglichen Lebenswelt in der die handelnden Subjekte Erfahrungen Sinn zuschreiben und alltagstaugliche Interpretationen Deutungsschemata Handlungslogiken und Rechtfertigungsstrategien entwickeln die in Alltagswissensbestand eingehen. Der alltägliche Sinnbereich durchzieht alle und Systeme einer Gesellschaft und ist somit für die gesellschaftliche Realität und jedes gesellschaftlich Wissen.Die Wissenssoziologie wird so zu einer Grundlagenwissenschaft Soziologie.

Ungeachtet dieses Anspruches befassten sich wissenssoziologische in den letzten 20 Jahren beeinflusst vom symbolischen Interaktionismus und der phänomenologischen Soziologie überwiegend mit Fragestellungen und der Rekonstruktion spezieller und individualisierter Durch den Wandel der modernen zur postmodernen Wissens- und Mediengesellschaft erlangt die Fragestellung nach der Entstehung Relevanz und der gesellschaftlichen Legitimierung von Wissensbeständen neue Aktualität die aber noch nicht zu deutlichen Neuformierung des wissenssoziologischen Paradigmas führte.

Siehe auch: Wissenschaftssoziologie Phänomenologie

Siehe auch

  • Informationssoziologie

Literatur

  • P. Berger T. Luckmann: Die gesellschaftliche Konstruktion der Wirklichkeit. Eine Theorie Wissenssoziologie . Frankfurt am Main 1970
  • Karl Mannheim: Das Problem einer Soziologie des Wisens . In: Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik Bd. 53 (1924/1925) S. 577-652
  • Sabine Massen: Wissensoziologie Transcript-Verlag 1999
  • Max Scheler: Die Formen des Wissens und der Bildung . Bonn 1925

Weblinks



Bücher zum Thema Wissenssoziologie

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wissenssoziologie.html">Wissenssoziologie </a>