Was wir über Wolframs Leben zu meinen ist aus Hinweisen in seinen eigenen und aus Äußerungen zeitgenössischer Autoren erschlossen. Aus Namen lässt sich ableiten dass er oder Familie aus einem Ort namens Eschenbach herstammte. Anspielungen in seinem Werk legen nahe dass sich um Eschenbach bei Ansbach (heute Wolframs-Eschenbach) handelt. Es ist bekannt er in seinem Leben an zahlreichen Höfen tat. Vermutlich stand er zeitweise in Verbindung den Grafen von Wertheim . Noch während der Arbeit am »Parzival« er offenbar in den Dienst des Landgrafen Hermann I. von Thüringen (1190-1217) getreten des bedeutendsten der deutschen Literatur seiner Zeit.
Umstritten ist über welche Bildung er Er gibt sich programmatisch als Verächter des Buchwissens als Illiteraten. Man hat aus seinen herausgelesen dass er tatsächlich Analphabet war. Wahrscheinlicher ist aber dass die Aussagen der Konstruktion einer spezifischen Autor -Rolle dienen: der Rolle des Laiendichters dessen Wertschätzung man als Ausdruck des Selbstbewußtseins der höfischen Laiengesellschaft verstehen kann für Wolfram tätig war. Unbestreitbar ist jedenfalls dass über umfassende Kenntnisse aus der lateinischen Bildungstradition verfügte. Sein Werk ist durchsetzt sachkundig behandeltem Wissensstoff aus allen Bereichen (Naturkunde Medizin Astronomie) und mit theologischen Reflexionen. Ausgedehnt sind offenbar auch seine der zeitgenössischen französischen Sprache und Literatur gewesen.
Heute gilt der Parzival als Wolframs berühmtestes Werk häufig stuft es als das wichtigste Epos dieser Zeit überhaupt ein. Es ist erste in deutscher Sprache erhaltene Werk dessen der heilige Gral bildet vermutlich hat Wolfram vieles aufgenommen Chrétien de Troyes ' Perceval. Geschildert wird die Geschichte zweier Helden Parzivals Leben von seiner Kindheit über Zeit als Artusritter bis zum Gralskönigtum das menschlicher Sündhaftigkeit und Gottes Gnadenwirken geprägt wird. Der andere Held Gawan verbleibt im Normgefüge des Artuskreises. Der bricht die Immanenz der höfischen Gesellschaft durch die Projektion eine universale Ebene auf.
Wolfram behauptet allerdings dass ein provenzalischer namens Kyot seine Hauptquelle gewesen sei. Über ist wenig bekannt möglicherweise hat er gar gelebt.
Um 1212 beginnt Wolfram die Reimpaarerzählung Willehalm die Züge des höfischen Romanes wie der heldenepischen de Geste hat und durch die Betonung Reichsgedankens und der Auseinandersetzung zwischen Christen und Heiden endzeitliche Züge erhält.
Das Titurel-Fragment erzählt die Liebesgeschichte von und Schionatulander.
Wolfram verfasste neun Lieder davon bilden die fünf Tagelieder den Höhepunkt dieser literarischen Gattung .
Wolframs Sprache unterscheidet sich vom leichten des Hartmann von Aue . Sie ist bildhaft reich an Ironie und Pointen wobei seine Syntax gedrängt und sperrig erscheint. Den von Vorgängern entwickelten Erzählstil baut er aus.
Die Literaturwissenschaft des 19./20. Jahrhunderts befasste sich mit Dichter mehr als mit Wolfram wobei sie allerdings zeitweise nationalistisch überhöhte und gegen den welschen " Gottfried von Straßburg auszuspielen suchte.