Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Wostok (Восток; russisch für Osten ) ist der Name der ersten bemannten sowjetischen Raumkapseln .
Die Wostok-Raumkapseln flogen auf einer relativ Umlaufbahn . Sowohl die maximale Missionsdauer als auch Steuermöglichkeiten des Piloten waren sehr begrenzt. Die Wostok-Kapseln wurden der Folgezeit als Basis für verschiedene militärische zivile unbemannte Satelliten der Kosmos-Serie verwendet. Für die bemannten wurden sie durch die Woschod-Raumkapsel abgelöst.
Das sowjetische Wostok-Programm welches später als Antwot auf das NASA -Programm Man in Space Soonest gewertet wurde trieb den Wettlauf im All zu Beginn der 60er Jahre auf einen vorläufigen Höhepunkt. Mit Entwicklung einer einfachen Raumkapsel auf Basis vorhandener unbemannter militärischer Konzepte es mehrere Monate vor den USA einen Mensch ins All zu bringen.
Das Wostok-Raumschiff bestand aus zwei wesentlichen der kugelförmigen Kapsel (Durchmesser: 2 3 m Volumen: 1 6 m³ Masse: 2 46 t ) für den jeweiligen Raumfahrer inklusive der benötigten Steuerkontrollen sowie einem doppelkegligen Geräteteil (Durchmesser: 2 43 m Länge: 25 m Masse: 2 27 t) welcher wesentlichen das Bremstriebwerk samt Treibstoffen beinhaltete.
Auf die Erde zurückgeführt werden konnte nur die runde welche zu diesem Zwecke mit einer bis 18 cm dicken Asbestschicht als Schutzschild umgeben war. Der Gesamtkomplex hatte eine von 4 73 t im Verbund mit sogar 6 17 t. Wostok war 4 m lang bzw. mit Block-E 7 35
In der Kapselwand existierten drei mit 2 m Durchmesser recht große Luken durch der Kosmonaut einstieg der Fallschirm herausgeschossen bzw. Gerätschaften installiert wurden. Drei Luken mit einem Durchmesser von jeweils 25 cm dienten der Erdbeobachtung und als Navigationshilfe bzw. als optisches Visier ("Wsor") und ließen sich während des Wiedereintritts durch kleine Jalousien verschließen. Die technische und wissenschaftliche Ausrüstung Kapsel mit einer Masse von knapp 800 bestand hauptsächlich aus Telemetrie - und Kommunikationssystemen aber auch Landesensoren und dem Landefallschirm. Kosmonaut war auf einem Schleudersitz befestigt welcher vor der Landung herauskatapultiert wurde. Grund für diese Prozedur ist der Umstand dass man mit kugelförmigen Kapsel nur ballistische Landungen durchführen konnte was für den Belastungen bis 10 g bedeuteten und es außerdem erschwerte die vor dem Aufschlag genügend abzubremsen. Somit hielt die Sicherheit des Kosmonauten für vorrangig und in separat an einem Fallschirm landen.
Der Schleudersitz diente im Falle einer Havarie der Trägerrakete auf der Abschussrampe oder in den ersten Flugsekunden ebenfalls Sicherheitssystem welches den Kosmonauten aus dem direkten hätte retten können. In der Kapsel herrschte Normalathmosphäre . Von dem ursprünglichen Plan wie die reinen Sauerstoff zu verwenden sah man aufgrund der verbundenen Gefahren ab.
Der Geräteteil blieb während des Fluges vier Gummibänder mit der Kapsel verbunden welche nach des Triebwerks bzw. unmittelbar vor dem Wiedereintritt abgesprengt Als Triebwerk fand das Issajews TDU-1 auf von Salpetersäure und einem Amintreibstoff mit einem 45 Sekunden langem Schub von 15 83 kN Verwendung. Das Manövrieren im Raum wurde von mit 2 16 Stickstoffdüsen verbundenen Infrarotsensoren gesichert. Zur Versorgung des Raumschiffs sowie Systeme inkl. Kapsel wurden außen 14 Druckgasbehälter Sauerstoff Stickstoff und reiner Luft angebracht. Als (und einzige) Energiequelle dienten chemische Batterien mit einer Betriebsdauer von 10 Tagen .
Zu Beginn der sowjetischen Raumfahrt lagen Wurzeln jedes Programms natürlich im militärisch-industriellen Komplex. wussten auch die Konstrukteure allen voran Sergej Koroljow die mit zivilen Projekten keinerlei Chance eine Finanzierung oder nennenswerte staatliche Unterstützung gehabt Die Rüstungsindustrie spielte generell für lange Zeit eine Rolle bei der Präsenz der UdSSR im Weltall.
Das OKB-1 also Koroljows Konstruktionsbüro erhielt 1956 den Auftrag einen Foto-Aufklärungssatelliten unter der Zenit zu entwickeln. Zenit sollte mangels leistungsstarker die geschossenen Bilder in einer kleinen Kapsel Erde zurückführen um sie erst dort zu und auszuwerten. Mit diesem Programm war bereits dem Start von Sputnik die Instrumentalisierung der Raumfahrt als direkte Spionage ) aber auch als indirekte ( Propaganda ) Waffe des Kalten Krieges beschlossene Sache.
Dieser Umstand bewog den damaligen Parteichef Chruschtschow dem gesamten Raumfahrtprogramm höchste Priorität einzuräumen militärisch und technisch nutzbar zu machen und allen Umständen schnellstmögliche Erfolge vorzeigen zu können. rückte auch die lang vorher erwogene Möglichkeit Menschen ins All zu schicken in der aller Planungen . Koroljow erhielt schließlich im Sommer 1956 den offiziellen Auftrag zur Entwicklung eines Raumschiffes unter der Bezeichnung Wostok und begann dann Anfang 1958 an intensiveren Planungen. Etwa zur gleichen verkündeten die US-Amerikaner stolz dass man es schaffen werde erste Nation binnen weniger Monate einen Menschen ins und wohlbehalten zurückzuführen.
Der Weg zu diesem Ziel war die Sowjets weit weniger steinig als für die Letztere hatten bereits im Voraus massive Rückschläge ihrem unbemannten Programm hinnehmen müssen und verfügten keine ausreichend leistungsfähige Rakete die eine vergleichsweise bemannte Kapsel ins All hätte befördern können. die Sowjets: ihnen stand die universelle und leistungsfähige Interkontinentalrakete R-7 ( Semjorka ) deren Konstruktion in wesentlichen Bereichen auf deutsche A-4 (auch bekannt als V-2) beruht man nach Kriegsende in die Sowjetunion brachte dort weiterentwickelte. Letztlich konnte Koroljow für das Raumschiff auch einfach auf die projektierte Zenit-Kapsel In deren Kapsel ließ sich mit einem von 2 3 m mühelos ein Kosmonaut Lebenserhaltungssystem unterbringen. Zu Beginn des Wostok-Programms war letztendliche Missionsszenario mehr als unklar.
So erwog man anfangs ähnlich wie die Amerikaner dann auch verwirklichten eine ballistischen Flug mit Hilfe einer Höhenrakete durchzuführen somit die Erde nicht zu umkreisen. Einer energischsten Gegner dieses Plans war letztendlich Koroljow der zwar um die relative technische Leichtigkeit solchen Unterfangens wusste aber auch erkannte dass kein wirklicher Raumflug war. Die Amerikaner ließen nur durch die Formel schneller - höher - weiter (zumindest in den Augen der Öffentlichkeit ) schlagen und da war eine Erdumkreisung ein orbitaler Flug um Dimensionen besser geeignet als kleiner ballistischer Hopser.
Parallel zu jenen Planungen wurde die Oberstufe Block-E für die bereits angesprochene R-7-Rakete Bereits 1957 qualifizierte sich die R-7 durch den Sputnikstart für ihren Einsatz in der Raumfahrt. die erhöhte Nutzlast war allerdings eine modifizierte Oberstufe nötig die mehrere Tonnen schwere Wostok-Kapsel auf eine hohe Bahn bringen konnte. Koroljow dachte bei Block-E noch weiter: so ließen sich mit Oberstufe in Kombination mit der nun dreistufigen welche in abgewandelter Form noch heute das der russischen Raumfahrt bildet alle Arten schwerer aber auch Mond- und Planetensonden ins All bringen.
Dennoch konnte man die Zeit nicht den Augen verlieren. Mit Abschluss der Vorarbeiten April 1958 wurde klar dass man sich viel und Energie sparen könnte indem man auf ausgefeiltes Landesystem verzichtet und stattdessen den Kosmonauten dem Widereintritt in einer bestimmten Höhe aus Kapsel hinauskatapultiert und unabhängig von der eigentlichen landen lässt. Im gleichen Zug mit Abschluss Planungsphase wurde eiligst eine Kommission für bemannte Weltraumflüge unter Vorsitz von Rudnew seines Zeichens bereits Vorsitzender des Komitees Verteidigungstechnologie (GKOT) gebildet um die Anstrengungen des besser zu koordinieren und zu zentralisieren. Zu Stellvertreter wurde Sergej Koroljow selbst berufen.
Der Rat der Chefkonstrukteure der UdSSR im November 1958 den Beschluss einen bemannten Raumflug intensiv vorzubereiten und diesem als ziviles allerhöchste Priorität selbst vor vergleichbaren militärischen Plänen Auch wurde hier der Beschluss gefasst die auf alle Fälle auf einen orbitalen Flug zu lassen. Bereit Anfang 1959 konnte man mit dem Bau der beginnen und war damit im Vergleich zu Amerikanern erneut im zeitlichen und organisatorischen Vorteil. auf die Qualität des gesamten Projekts wirkte sich der aus Konstruktion und Bau gleichzeitig ablaufen zu lassen. wurde es kaum möglich die Kapsel auf Erde zu erproben und man nahm auch Risiken in Kauf um das Wettrennen ins für sich zu entscheiden. Jedenfalls konnte man Herbst selbigen Jahres im Werk Kuibyschew (heute Samara ) ein erstes elektrisches Analog also eine komplette Kapsel ohne Hitzeschild fertig stellen.
Mit diesem Schritt wurde die maßgebliche Ausgestaltung des Programms abgeschlossen und die Oberstufe die R-7 zu einer der erfolgreichsten sichersten zuverlässigsten Trägerraketen der Welt und einem langlebigen der sowjetischen Raumfahrt.
Etwa parallel mit der Fertigstellung des Analogs begann man eine intensivere Testphase die Abwurftests mit der Wostok-Kapsel begannen. Im Gegensatz den USA konnte man viele wertvolle Monate Zeit da man aufgrund der Kugelgestalt nicht erst wie bei den Mercury-Kapseln NASA mit ihrer Kegelform der Fall das Flugverhalten der Kapsel musste. Ebenfalls wurde eine Reihe von Katapulttests um die Landesequenz neben dem Start der Teil der gesamten Mission zu simulieren . Im Januar 1960 führte man mehrere Testabschüsse von Wostok-Raketen Baikonur in Richtung Kamtschatka durch wobei mit der Kapsel der Wiedereintritt das Hitzeschild und der Landevorgang unter Bedingungen erprobt wurde. Leider existieren keine genauen über den Verlauf und die Anzahl solcher in jenen Wochen.
Die Feuertaufe bestand das Wostok-Raumschiff am 15. Mai 1960 als man eine vereinfachte unbemannte Kapsel 1P prostjeschij: deutsch einfach ) unter der Bezeichnung Korabl 1 (Raumschiff im Westen irreführend auch als Sputnik 4 in eine annähernd kreisförmige Erdumlaufbahn brachte.
Im Gegensatz zur späteren Variante glich 1 eher dem Zenit-Satelliten und besaß zwei Solarpaneele dafür aber keinerlei Lebenserhaltungs- oder Landesysteme. Unzufriedenheit aller Beteiligten gab es enorme Probleme der Sprechfunkverbindung die man probeweise zum Raumschiff und dort zurück zum Boden sendete. Am 19. Mai kam es zum Test des Bremstriebwerks womit man einen wesentlichen und sehr riskanten der Mission nachstellte. Durch einen Fehler in Infrarotsensor orientierte sich Korabl 1 allerdings falsch das Triebwerk leitete nicht den Abstieg ein brachte das Raumschiff auf eine noch höhere Später verglühten Kapsel und Geräteteil wie geplant der Atmosphäre.
Einen derben Rückschlag erhielt das Programm 28. Juli des gleichen Jahres als eine vollständig und mit der später eingesetzten Version annähernd Kapsel (Bezeichnung Wostok 1 1KA) mit den Hunden Bars und Lisitschka an Bord etwa Sekunden nach dem Start explodierte und nahe Startplatz aufschlug.
Der Fehlstart wurde selbstverständlich nicht bekannt stattdessen wiederholte man den Start bereits am 19. August die Mission woraufhin die Kapsel mit Bezeichnung Korabl 2 (Sputnik 5) mit den Hunden Belka und Strelka sowie zwei Ratten vierzig Mäuse an Bord die vorgesehene Erdumlaufbahn Bereits am 20. August nach rund 10 Erdorbits landete die sicher nahe der Ortschaft Orsk. Die an befindlichen Tiere wurden wie geplant aus der katapultiert und dabei einer Beschleunigung von bis 10 g ausgesetzt überlebten aber die Strapazen bewiesen die Einsatzfähigkeit des Verbundes R-7/Block E/Wostok. beobachteten auch die Amerikaner die Vortastversuche der mit Besorgnis schließlich ließen Ergebnisse ihres Mercury -Systems weiterhin auf sich warten.
Im August 1960 wurden weitere Details zu den folgenden Missionen klar. Es wurden verschiedene Designveränderungen Vereinfachungen Masseeinsparungen aber auch Einzelheiten zum Rettungssystem und Raumanzug SK-1 besprochen und beschlossen. Am 19. September unterbreiteten dann verschiedene Persönlichkeiten unter ihnen Chef der Raketentruppen Mitrofan Nedelin (Chef der Raketentruppen) der stellvertretende Ministerpräsident Ustinow sowie der der AdW der UdSSR Mstislaw Keldysch dem ZK der KPdSU die Empfehlung den Termin für den bemannten Raumflug in den Dezember zu verlegen. Zustimmung von ZK und Ministerrat kam am 11. Oktober und machte den Weg für den frei.
Doch damit war es nicht geschehen. Systeme darunter der lebenswichtige Schleudersitz erwiesen sich nicht funktionsfähig bzw. wiesen Fehlfunktionen welche bei Test des Schleudersitzes sogar das Leben eines forderte. Damit wurde ungewiss ob sich der im Dezember halten lassen würde.
Den Ausschlag für die Streichung des im Dezember gab letztendlich die personelle Lücke eine Explosion der neu konstruierten Interkontinentalrakete R-16 aus dem OKB Jangel am 24. Oktober auf einem Startpodest des Kosmodroms Baikonur hinterließ. Mehr als 200 führende kamen bei dem Inferno ums Leben unter ihnen der Chef Raketentruppen Marschall Nedelin gleichzeitig einer der maßgeblichen der Raumfahrtprogramms.
Man entschied sich aus Sicherheitsgründen für weitere unbemannte Flüge im Dezember. Den Auftakt am 1. Dezember Korabl 1 welche unter anderem die Hunde Ptscholka und Muschka befördern sollte. Doch TDU-1-Triebwerk arbeitete erneut nicht fehlerfrei und leitete zu flache Abstiegsbahn ein. Die Kapsel landete 17 Erdorbits und wurde nicht gefunden. Als wird der Pazifik angenommen. Bei einem bemannten Raumflug wäre Kapsel zwar auch ohne Triebwerk durch die elliptische Bahn nach einigen Tagen auf natürlichem wieder in die Erdatmosphäree eingetreten doch wäre Landeort unkontrollierbar gewesen. So war man zum nicht auf eine Landung im Ozean vorbereitet zumal eine Landung im nicht-kommunistischen eine propagandistische Katastrophe bedeutet hätte. Dementsprechend musste Triebwerk TDU-1 gründlich überarbeitet werden und der rutschte weiter ins Jahr 1961 .
Doch auch Korabl 4 stand unter glücklichen Stern. Beim Start am 22. Dezember brannte einer der Außenbooster der Wostok-Trägerrakete zu kurz. Mit diesem hätte man keinen planmäßigen Orbit erreichen können man den Flug abbrach die Kapsel von Rakete absprengen und in Ostsibirien landen ließ. Die beiden an Bord Hunde Domka und Krasonka überlebten zwar diese Notlandung samt hartem Aufprall allerdings starben sie ihrer Kapsel da die Bergung ganze zwei in Anspruch nahm.
Auch dieser Vorfall gab zu denken erste bemannte Raumfahrt musste unter allen Umständen verlaufen. Der Tod eines Raumfahrers würde das sowjetische Programm unweigerlich den Todesstoß versetzen. Um Gefahren zu minimieren modifizierte man die Kapsel der Bezeichnung 3KA erneut. So hat man Beispiel die Stärke des aus Asbest bestehenden Hitzeschildes von 3 auf 13 cm erhöht. Ebenfalls erging der Beschluss dass erste Raumflug die Erde nur einmal (etwa Minuten) und nicht wie geplant 17 mal einem eintägigen Flug entspräche) umrunden sollte. Unterdessen die Amerikaner ihren ersten suborbitalen Flug für 28. April 1961 an. Die Parteiführung drängte nun den unter allen Umständen vor diesem Termin durchzuführen.
Um einige abschließende Tests durchzuführen fertigte sogenannte Space Dummies also menschengroße und -schwere Puppen welche Wostok-System das Space Proof -Siegel verleihen sollten. So lief dann bei anderthalbstündigen Flug von Korabl 4 am 9. März 1961 alles wie geplant und sowohl an Bord befindliche Hund Tschernuschka aber auch Dummie waren nach der Landung wohlauf. Bei Start von Korabl 5 am 25. März waren in Baikonur sogar die sechs Kandidaten anwesend. Auch Flug mit dem Hund Swjosdotschka und dem "Iwan Iwanoski Nr. 2" an Bord und Landung 80 km von Ishewsk entfernt verlief
Mit diesem abschließenden Tests gaben die Konstrukteure ihr Go und der schon der nächste Flug Anfang April bemannt durchgeführt werden können.
Der menschliche Faktor für einen Raumflug von Koroljow zu keinem Zeitpunkt unterschätzt und begann man Anfang 1959 mit der akribischen nach geeigneten Kandidaten und mit einer strengen Für die zukünftigen Lieferanten von Kosmonauten qualifizierten automatisch mehrere Extremberufe wie z.B. Leistungssportler Uboot-Fahrer usw. Koroljow bevorzugte für den Job als allerdings eher Jagdflieger. Für eine Rekrutierung gab einen ganzen Kriterienkatalog der folgende Parameter vorsah: 36 Jahre alt 1 70 bis 1 Meter groß und 70 bis 72 kg
Unterstützt wurde die Auswahl durch die für Weltraummedizin welche vom Chef der sowjetischen Konstantin Wershinin ein großer Befürworter und Unterstützer Raumfahrt unter Leitung von Prof. Wladimir Jasdowski wurde. Mehr als 3000 Piloten wurden von "Kommission für das Thema Nr. 6" die waren aufgrund der strikten Geheimhaltung des gesamten nötig überprüft und bis auf 400 Mann der Liste gestrichen. Den Ausschlag für die gab ein kritischer Blick in die Akten Piloten. So musste man ein "reines" Verhältnis Partei haben sowie eine "saubere" Biographie vorweisen Nur Leute mit einwandfreier Vergangenheit würden sich so für Propagandazwecke nutzen lassen wie man sich seinerzeit vorstellte.
Die 400 Auserwählten wurden in Gruppen je 20 Mann aufgeteilt und im Herbst in Moskau eingehender untersucht. Die meisten von disqualifizierten sich durch Mangel an Ausdauer sodass nur noch 30 Anwärter übrig blieben deren im Januar 1960 nochmals auf 20 verringert und schließlich als erste Kosmonautengruppe vorgestellt wurde. zu jenem Zeitpunkt war allen Rekrutierten der Zweck ihrer Auswahl verschwiegen worden da man Risiko eingehen wollte und man durch das werden der Bemühungen um baldest mögliche Erfolge nationale Sicherheit und das internationale Prestige bedroht
Die 20 Kandidaten begannen am 14. März 1960 eine Art Grundtraining auf dem Zentralflughafen "M.W. Frunse". Der Unterrichtsplan bestand aus theoretischen also hauptsächlich Lektionen in Physik Himmelsmechanik und Biologie speziell Medizin. Die Ausbildung wurde von Raumfahrttheoretikern Raketenwissenschaftlern und Konstrukteuren vom OKB-1. befanden sich unter den Ausbildern auch einige später selbst in All flogen: so z.B. Jelissejew und Feoktistow. Die praktische Ausbildung bestand Fallschirmspringen Flügen mit der MiG-15 UTI (mit 1968 Gagarin tödlich verunglückte) Parabelflügen mit einer aber auch aus nervenzehrenden Aufenthalten in isolierten
Die Raumfahrer wurden auf Schritt und verfolgt und jeder Mangel wurde von den protokolliert die psychische und physische Verfassung während Trainigs genau verfolgt. Die Ausbildung selbst entspricht mehr den heutigen Methoden da man damals Wissen über die Einflüsse der Schwerelosigkeit auf menschlichen Organismus die Trainingseinheiten nicht "weltraumgerecht" gestalten
Da eine Ausweitung des gesamten bemannter abzusehen war veranlasste man auf Beschluss des der KPdSU am 11. Januar 1960 die Gründung eines zentralen Kosmonauten-Ausbildungszentrums. im Sommer dieses Jahres war die grundlegende 40 Kilometer nordöstliche geschaffen worden und man das Training dort weit besser vor den der Öffentlichkeit verborgen aufnehmen. Das ZPK ("Zentr Kosmonawtow") heute wohl eher als "Sternenstädtchen" bekannt von nun an das Zentrum der Bemühungen einen bemannten Raumflug und die Trainingseinheiten wurden um den Kreis der möglichen Kosmonauten in weiter einzugrenzen. Der erste Chef des ZPK Oberst Jewgeni Karpow die Kosmonautenausbildung leitete fortan Kamanin aufgrund seiner Verdienste als Pilot zu Zeit bereits Held der Sowjetunion.
Alle Arbeiten liefen planmäßig die Ausbildung voran und das Fluggerät war bereits fertig man bereits im Dezember 1960 das Zeitalter Präsenz des Menschen im Weltall einläuten wollte. 31. Mai wurden sechs der 20 Kandidaten ausgewählt Wostok-Programm teilzunehmen. Dabei handelte es sich um Gagarin Titow Nikolajew Popowitsch Kartaschow und Warlamow. Die 14 Rekruten schieden zwar damit nicht aus Trainingsprogramm aus wurden allerdings nicht speziell im ausgebildet was ab Juli geschah. Am 18. wurden die Anwärter ins Herstellerwerk Kuibyschew gebracht sie zum ersten Mal das Wostok-Raumschiff in Pracht sahen und von niemand Geringerem als Koroljow gezeigt bekamen.
Obwohl bis dahin alles planmäßig verlief zu jenem Zeitpunkt mehrere unvorhersehbare Ereignisse ein die Kosmonautengruppe beschnitten veränderten und somit die Planung durcheinander brachten. Zunächst disqualifizierte sich Anatoli und wurde nachdem nach einem Zentrifugentest am 16. Juli ein Gefäßriss der Wirbelsäule festgestellt wurde den Kampfpiloten Neljubow ersetzt und erst einmal Gänzlich aus dem Raumfahrtprogramm entfernt wurde er am 7. April 1962 nachdem er sich für Überbelastungen untauglich erwies.
Am 24. Juli 1960 verletzte sich Warlamov bei einem Badeausflug infolge eines Kopfsprungs der Halswirbelsäule und wurde durch Waleri Bykowski Warlamow war fortan Ausbilder des ZPK im Astronavigation.
Ein schwerer und auch äußerst tragischer endender Unfall trug sich am 23. März 1961 also nur kurze Zeit vor Start von Gagarin in einer Isolationskammer des zu. Kandidat Bondarenko warf einen für medizinische im Rahmen eines 10-tägigen Aufenthaltes in der mit Alkohol getränkten Wattebausch auf eine elektrische welche sich sofort entzündete und aufgrund der Sauerstoffatmosphäre in der hermetisch abgeriegelten Kammer sofort in Brand steckte. Bondarenko versuchte zunächst selbst das Feuer zu löschen bevor er Alarm Als der Druckausgleich mit der Kammer hergestellt konnte war Bondarenko zwar am Leben erlitt derart starke Verbrennungen dass er acht Stunden verstarb.
Der Vorfall wurde wegen des befürchteten Abfärbens auf das bis dahin geltende Image den erfolgreichen sowjetischen Errungenschaften in der Raumfahrt 1986 totgeschwiegen. Bereits wenige Jahre Später ereignete Apollo 1 eine ähnliche Katastrophe welche ebenfalls die Verwendung von reinem Sauerstoff unter Niedrigdruck Atmosphäre und dem Mangel einer schnell öffnenden zurückzuführen ist.
Obwohl diese speziell aber letzterer Zwischenfall Initiatoren des sowjetischen Raumfahrtprogramms zu Denken gab man kein Grund dieses zu stoppen oder überdenken. Symbolisch bekamen die sechs Anwärter nach Prüfungen am 17. und 18. Januar den Titel "(Flieger-) Kosmonaut" verliehen durften aber öffentlich nicht so nennen da man die Mitglieder der Kosmonautengruppe zur Verschwiegenheit nach verpflichtete. Letztendlich galt es unter den sechs denjenigen herauszusuchen der einerseits die besten Testresultate den Tag legte andererseits aber auch mit und Charakter für die Propagandamaschinerie verwertbar war.
General Kamanin gab Juri Gagarin bereits März zu verstehen dass er sich Hoffnung dürfe als erster ins All zu fliegen. zeichnete sich in allen Disziplinen dadurch aus zur Listungsspitze zu gehören und keine Gebiete haben auf denen er schwächelt. Gleichzeitig besaß zwar einen starken aber keinesfalls einen arroganten wie es z.B. bei Grigori Neljubow dem Ersatzmann von Wostok 1 der Fall war. konnte es mental kaum verkraften nicht der gewesen zu sein und bekam auf Anordnung keine weitere Flugnominierung. Ein nächtlicher Alkoholexzess am Mai 1962 führte schließlich zu seiner Entlassung dem Kosmonautenkorps einer Strafversetzung in den Fernen und zu seinem Selbstmord am 18. Februar 1966 als er sich an der Bahnstation in Sibirien von einem Zug erfassen ließ sofort starb. Auch sein Name wurde aus Annalen der sowjetischen Raumfahrt entfernt sein Schicksal lange Zeit unbekannt.
Durchführung von 17 Erdumkreisungen (= 1d 1h 703.000 km). Erstmals Filmaufnahmen und Experimente unter Bedingungen der Schwerelosigkeit . Titow litt an akkuter Weltraumkankheit klagte Übelkeit und Orientierungslosigkeit. Zeitweise Ausfall der bordeigenen Sinken der Bordtemperatur auf 6°C. Erfolgreiche Lndung Gebiet Krasnij Kut bei Saratow .
Ernsthafte Probleme beim Start da sich ein nicht wie geplant von der Rakete löste erst wenige Sekunden vor dem Start zur schwenkte. 24 Stunden später startete Wostok 4. nach 3d 22h 22min nahe Karakalinsk in Kasachstan .
Start nur einen Tag nach Wostok 4. des ersten Gruppenfluges der Geschichte. Näherung bis 6 5 km was direkten Funkkontakt ermöglichte. wichtiger Rendezvous -Technik für spätere Mondmissionen. Nikolajew und Popowitsch erstmals frei in ihren Kabinen keiner von erlitt wie Titow die damals vollkommen unerforschte Landung nur 7 Minuten nach Wostok 3 Atas südlich von Karaganda .
Ursprünglich war ein Dreierflug mit Wladimir Komarow Bykowski und einem weiblichen Raumfahrer geplant allerdings am 1. April wieder verworfen wurde. Wostok 5 war eine Vorbereitung auf kommende Mondmissionen und sollte Tage dauern. Durch gefährliche Sonnenaktivität wurde der Start vom 12. Juni an mehrmals verschoben. Doch auch am 14. Juni fiel während des Countdowns überraschend ein Steuerkreisel aus und eine verhedderte sich unter Bykowskis Sitzschale. Beide Probleme entgegen den Vorschriften und auf Bykowskis ausdrücklichen bei laufendem Countdown behoben. Das erreichte Perigäum war letztendlich zu niedrig um tatsächlich Tage im Orbit zu verweilen. Die Landung erfolgte am 19. Juni .
Zwei Tage nach Bykowski brach die 26-jährige Walentina Tereschkowa ins All auf. Während des wurde der Gruppenflug von Wostok 3 und weitestgehend wiederholt die beiden Raumschiffe näherten sich bis 5 km. Die offizielle Version dass die Schwerelosigkeit erstaunlich gut vertrug ist aufgrund Berichte anzuzweifeln. Tereschkowa landete 2 5 Stunden ihrem Kollegen Bykowski.
Offensichtlich plante Koroljow ursprünglich noch mindestens weiteren Wostok-Flug für 1964 . Gleichzeitig war aber allen Beteiligten klar die technischen Möglichkeiten und damit auch die propagandistische Verwertbarkeit an ihre Grenzen gestoßen war. geplante Nachfolgeraumschiff Sojus ließ weiter auf sich warten so man verschiedene Ersatz-Missionen mit abgewandelten Wostok-Raumschiffen plante. Wostok Tsch abzuleiten welches mit bemannten Zusatzmodulen gekoppelt konnte. Dadurch hätte man nicht nur wichtige im Bereich der Kopplungstechnik gewonnen sondern hätte die erste bemannte Raumstation mit einer Massen von 15 bis 25 Tonnen aufgebaut. Denkbar wäre auch eine direkte zu einem Mondraumschiff gewesen. Wostok Tsch stieß auf wenig Gegenliebe sodass sämtliche dahingehende Studien Entwürfe zwar Einzug in unbemannte Programme (Zenit) die letztendliche Verwirklichung aber zu viel Zeit Geld in Anspruch genommen hätten.
Schließlich kündeten die Amerikaner 1964 den Flug ihrer Gemini-Raumschiffe an und konterte mit einer schlichten Modifikation des existenten wozu er den Schleudersitz zu Gunsten von zu drei Sitzschalen entfernte. Das neu geschaffenen wurde auf den Namen Woschod getauft um Westen vorzugaukeln man hätte ein völlig neues System geschaffen. Damit endete die glorreich Wostok-Ära.