Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 23. Oktober 2014 

Rizinus


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Ricinus communis

Blatt

Früchte

Rizinus auch Wunderbaum oder Christuspalme genannt (botanischer Name Ricinus communis L. ) ist eine Garten-Zierpflanze aus der Familie Wolfsmilchgewächse ( Euphorbiaceae ).

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Die Pflanze stammt wahrscheinlich aus dem tropischen Afrika. Der Strauch wird zwei bis Meter hoch und blüht von August bis mit unscheinbaren Blüten in endständigen Rispen . Die Blätter sind groß handförmig wechselständig fünf- bis siebenlappig. Die Pflanze hat dreifächerige und eine stachelige Fruchtkapsel mit gefleckten bohnenförmigen In unseren Breiten überlebt die Pflanze den nicht.

Seit über 4000 Jahren ist der als Ölpflanze in Ägypten und bekannt. Unter wurde das Öl als Abführmittel sowie für Haarpflege benutzt.

Rizinusöl

Das Rizinusöl wird aus den Samen der Pflanze gepresst ( Oleum Ricini s. Castoris ) und kann sowohl als Schmiermittel als als Abführmittel bei Verstopfung oder zur beschleunigten angewandt werden. Die Wirkung tritt nach der von rund 10 bis 30 Millilitern Rizinusöl etwa zwei bis vier Stunden ein. Medizinisch wirksam ist dabei die Rizinolölsäure C 18 - Fettsäure .

Rizinusgift

Die Samen der Rizinuspflanze sind sehr da sie das toxische Protein (Eiweiß) Rizin (Lectin) enthalten. Das höchst wirksame Gift muss eingenommen injiziert oder in größeren eingeatmet werden um zu wirken. Bei der kann schon eine Menge von 0 25 Milligramm tödlich enden. Die parenteral letale Dosis bei Mäusen je nach Reinheitsgrad der Substanz 1 µg/kg.

Das Gift unterscheidet sich von anderen biologischen Kampfstoffen etwa Anthrax . Allerdings ist es sehr leicht herstellbar.

Als "Waffe" wurde Rizin im Jahr 1978 bekannt nachdem der bulgarische Journalist und Georgi Markov in London vermutlich von Geheimdienstagenten auf Straße mit einem Regenschirm angegriffen und in Oberschenkel gestochen wurde. Die Spitze des Schirms mit Rizin präpariert worden. Markov starb einige später im Krankenhaus an den Folgen des

Das Protein Rizin ist fettunlöslich und daher nicht Rizinusöl enthalten. Beim Pressen der Samen bleibt Gift somit in den Pressrückständen übrig.

Symptome einer Rizin-Vergiftung sind:

Der Tod tritt üblicherweise durch Kreislaufversagen zwei Tage nach der Vergiftung ein. Wegen zytostatischen Wirkung (einer Wachstum hemmenden Wirkung auf werden Toxine wie Rizin aber auch vermehrt in Tumor-Therapie eingesetzt.

Weblinks

  



Bücher zum Thema Rizinus

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wunderbaum.html">Rizinus </a>