Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 19. Dezember 2014 

Wurminfektion


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Eine Wurminfektion ist eine Infektion durch Würmer . Sie leben im Darm und legen ihre Eier. Der nächste Wirt nimmt sie auf wenn er mit verunreinigte Nahrung zu sich nimmt. Manche Wurmlarven aber während ihrer Entwicklung auch den übrigen und es gibt Würmer die im Fleisch Zwischenwirtes als Finnen überdauern um so vom nächsten Wirt zu werden. Deshalb können sich Würmer überall Körper eines Wirtes finden. Das Fleisch von unterliegt einer regelmäßigen amtlichen Trichinenschau.

Wurmerkrankungen können lange unerkannt bleiben. Durch Nahrungskonkurrenz können neben unspezifischen Bauchbeschwerden auch Mangelsyndrome (z.B. Blutarmut nach jahrelangem Vitamin B12-Mangel). Invasive verursachen eine Eosinophilie (Überschuß an eosinophilen Granulozyten Blut). Im Einzelfall kommen z.B. Muskel- und oder Sehstörungen bei Manifestation in einzelnen Organen

Die meisten Würmer zählen zu den (Nematoda) daneben gibt es Bandwürmer (Cestoda). Die Bilharziose wird von Schistosomen hervorgerufen die biologisch den Saugwürmern (Blutegeln Trematoda) zählen. Fadenwürmer (Filarien) durch Insektenstiche übertragen.

Wurminfektionen behandelt man mit Antihelminthika . Bei Rundwürmern ist Mebendazol wirksam bei und Schistosomen Praziquantel.

Inhaltsverzeichnis

Rundwürmer (Nematoden)

Enterobius vermicularis (Madenwurm)

Der Madenwurm ist ein ca. 1 mm langer nichtinvasiver Wurm der weltweit vorkommt. Er ernährt vom Nahrungsbrei im Darm nachts kriechen die nach draußen um auf der Analhaut ihre abzulegen was einen starken Juckreiz verursacht. Die macht sonst keine Symptome. Bei genauem Hinsehen man die kleinen Würmer auf dem Kot Durch den Juckreiz und das Kratzen werden Eier auf die Umgebung verteilt und über Finger in den Mund wieder aufgenommen. Zur werden die Eier mit Klebeband von der abgetragen. Die Umgebung des Patienten v.a. Bettwäsche desinfiziert werden. Auch Kontaktpersonen müssen untersucht werden.

Trichuris trichuria (Peitschenwurm)

Der Peitschenwurm hat seinen Namen von seinem langen Schwanz mit dem er in der Darmschleimhaut Er betätigt sich als Nahrungskonkurrent und bei Befall kann er Bauchschmerzen verursachen. Er legt Eier in die Darmschleimhaut die schlüpfenden Larven sich an Ort und Stelle zum adulten Ausgeschiedene Eier können von nächsten Menschen mit Nahrung aufgenommen werden.

Ascaris lumbricoides (Spulwurm)

Der Spulwurm ist weltweit der häufigste vorkommende Wurm. Vermehrungszyklus ähnelt dem des Peitschenwurms. Die Larven Spulwurms durchdringen allerdings die Darmwand und gelangen die Blutbahn in die Lunge. Sie durchbrechen die Wand der Lungenbläschen und werden über Luftröhre in den Rachen aufgehustet und dann die Speiseröhre und den Magen wieder in Darm verschluckt. Der Spulwurm zeigt dadurch seine zu verschiedenen Tropenwürmern deren Larven über die aufgenommen werden können um dann auf dem Weg zu ihrer eigentlichen Nahrungsquelle im Darm gelangen.

Ancylostoma duodenale und Necator americanus (Hakenwürmer) Strongyloides (Zwergfadenwurm)

Die Larven dieser Würmer können bei Kontaktzeit (mindestens 20 Minuten) die Haut durchdringen. passiert z.B. beim Barfußgehen über eine Kloake. weiterer Vermehrungszyklus entspricht dann dem das Spulwurms. fertige Wurm legt im Darm Eier aus noch im Darm Larven schlüpfen die dann werden. Beim Zwergfadenwurm durchdringen manche Larven wieder Darmwand des Wirttes um den Zyklus erneut durchlaufen (Autoinfektion).

Trichinella spiralis

Dieser Wurm gebärt im Darm Larven die Darmwand durchdringen sich über das Blut und in der Muskulatur Zysten bilden um vom nächsten Lebewesen aufgenommen zu werden. Der ähnelt damit dem des Schweinebandwurms.

Bandwürmer (Cestoden)

Bei Bandwürmern muß man unterscheiden zwischen dem Endwirt trägt die Würmer im Darm und dem Der Zwischenwirt nimmt die Larven über verunreinigte auf sie durchdringen die Darmwand und setzten in der Muskulatur als Finnen ab die vom Endwirt (einem Raubtier) gefressen werden sollen. der Mensch normalerweise nicht gefressen wird kommt nur als Fehlzwischenwirt in Frage.

Der Mensch ist Endwirt beim Schweinebandwurm solium) und beim Rinderbandwurm (T. saginata). Der Fischbandwurm (Diphyllobothrium latum) ist mittlerweile weitgehend ausgerottet. Wurm bildet im Darm mit dem Menschen Kommensale . Bandwürmer sind viel länger als Rundwürmer Patient findet ihre abgefallenen Proglottiden (Bandwurmglieder) im

Ganz anders ist die Situation beim Hundebandwurm (Echinokokkus granulosus) und beim Fuchsbandwurm (E. multilocolaris) wo der Mensch Fehlzwischenwirt ist. Die Finnen lagern sich meist der Leber ab können aber auch andere betreffen und dort Beschwerden verursachen. Der Hundebandwurm operativ entfernt werden die Finnen des Fuchsbandwurms in ihrem Wachstum schlechter abgrenzbar und führen die Dauer zum Tode. Diese Bandwürmer kommen uns nur selten vor trotzdem soll man freiwachsende Waldfrüchte nicht essen.

Bilharziose

Die Bilharziose kommt vor allem in Ägypten am aber auch an Flüssen im nahen und Osten vor. Sie wird nur beim Baden ufernahen Wasser übertragen weil nur dort bestimmte vorkommen. Sie legen Eier aus denen die schlüpft. Sie ist etwa 1 mm lang durchdringt direkt die Haut. In der Blutbahn sie sich zum etwa 1 cm langen Dessen Eier gelangen durch Gefäßverletztungen in den oder die Blase von wo aus sie werden. Aus ihnen schlüpft die Wimpernlarve die die Schnecken infiziert. Eine Übertragung von Mensch Mensch ist also nicht möglich. Die Infektion nach Jahren durch blutigen Stuhl oder Urin

Fadenwürmer (Filarien)

Filarien sind nur einige Milimeter lang. volvolus und Loa loa leben unter der Die Weibchen gebären Mikrofilarien die durch Insektenstich die Haut des nächsten Wirtes übertragen werden. können zu Erblindung führen. Wuchereria bancrofti lebt Lymphgefäßen . Im Laufe der Zeit entstehen dadurch die zu Lymphstau und zum Krankheitsbild der Elefantiasis führen können. In Anpassung an die der jeweiligen Vektoren sind die Mikrofilarien von loa v.a. am Tag die von Wuchereria v.a. nachts im Blut nachzuweisen.



Bücher zum Thema Wurminfektion

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Wurminfektion.html">Wurminfektion </a>