Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 21. Dezember 2014 

X-Window-System


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Das X Window System (auch: X Version 11 X11 X) eine Sammlung von Protokollen und Computerprogrammen zur Ansteuerung graphischer Bildschirme im allgemeinen zur Anzeige einer grafischen Benutzungsoberfläche vor allem unter Unix -Systemen.

Es wurde 1984 am MIT entwickelt und ist heute unter Führung X.Org weitestgehend standardisiert. Zu großer Verbreitung auf brachte es die freie Software XFree86 die nun teilweise aufgrund einer lizenzrechtlichen mit der GPL durch eine Weiterentwicklung von X.Org abgelöst wird.

Inhaltsverzeichnis

Funktion

X ist netzwerktransparent und baut auf dem Client-Server -Modell auf. Zu beachten ist hierbei daß X-Server auf dem lokalen Arbeitsplatzrechner läuft während X-Client auf einem entfernten Rechner ausgeführt werden Was zunächst seltsam klingt stellt sich bei Betrachtung als logisch heraus:

  • Der X-Server läuft auf dem Rechner am Arbeitsplatz stellt seine (graphischen) Dienste den X-Clients zur

  • Der X-Client wird hingegen durch das Anwendungsprogramm dargestellt lokal auf dem selben Rechner oder auch irgendeinem entfernten Rechner laufen kann (solange nur Netzwerkverbindung zwischen beiden besteht). Der X-Client benutzt Dienste des X-Servers um eine graphische Darstellung erreichen.

X-Terminal

Einen besonderen X-Server stellt ein so X-Terminal dar; ein Rechner auf dem nichts als ein X-Server läuft. X ist ein rastergrafikbasiertes Fenstersystem und stellt Funktionalität bereit zum und Bewegen der Fenster zur Handhabung eines wie einer Maus zur Interprozesskommunikation und teilweise Verwaltungsfunktionen für Druck und Es ist ein absolutes Low-Level System - Zeichnen werden lediglich Primitives wie Linien Muster bereitgestellt. Das eigentliche Aussehen und Verhalten des wird deshalb nicht von X bestimmt sondern dem Windowmanager der wie eine normale Anwendung einfach Client des X Servers läuft. Für das der Applikationen sind diese selbst verantwortlich. Dies dass außer den bereits genannten Komponenten X-Server Window Manager meist auch noch mindestens eine mit im Spiel ist die das Zeichnen Verwalten der typischen Elemente einer grafischen Oberfläche z.B. Menüs Buttons übernimmt.

Schwächen

Dies alles führt dazu dass X sehr flexibles aber oft auch sehr uneinheitliches ist. Es kann durchaus vorkommen dass jedes Programme die man selbst benutzt unterschiedlich aussieht sich geringfügig unterschiedlich verhält. Dies ist auch häufiger Kritikpunkt an X. Ein möglicher Lösungsansatz die Erstellung einer Desktopoberfläche mit einheitlichen Oberflächenbibliotheken. Die heute bekanntesten dieser Art sind KDE und GNOME historisch von Bedeutung ist auch CDE . Ein alternativer Lösungsansatz wäre es auf vollständig zu verzichten und es durch ein höherem Niveau angelegtes System zu ersetzen das Beginn an eine einheitliche Behandlung von Oberflächenelementen Ein solcher Versuch ist das Fresco-Projekt.

NX/NoMachine

Ein weiteres Problem beim Einsatz des Window-Systems über Rechnergrenzen hinweg ist seine sehr langsame und dem Anwender "zäh" vorkommende Performanz Verbindungen über schmale Bandbreiten mit hoher Latenzzeit ISDN). Dieses Problem löst eine neue Technologie NX. Entwickelt von der italienischen Firma NoMachine NX eine verblüffende Steigerung der X-Effektivität über Netz vor allem durch 3 Methoden:

  • Kompression der Übertragungsdaten
  • Anlegen eines Cache für einmal übertragene Daten und
  • Reduzierung von roundtrips zwischen X-Client und
Viele "roundtrips" sind unnötig. Sie sind teilweise uneffektiven Programmierung von X-Applikationsprogrammen geschuldet. Ein Cache erspart die wiederholte Übertragungen derselben Datenblöcke Icons in Programm-Menüleisten). Eine starke Kompression reduziert Datenverkehr.

NX wird als Proxy -System zwischen die X-Partner geschaltet. NoMachine hat Kernbestandteile von NX unter die Freie Softwarelizenz GPL gestellt so dass sie künftig auch KDE und GNOME eingebaut werden können. NX ein angenehm schnelles Arbeiten selbst bei einer mit nur 40 kBit/sec Datenübertragungsrate . Hierbei kann ein bildschirmfüllender KDE-Desktop mit Öffnen von Konqueror -Dateimanager KMail-Mailclient OpenOffice -Textverarbeitung und Mozilla -Webbrowser zum Einsatz kommen.

NX kann ausserdem remote-Sessions zu VNC- RDP-Servern (Windows Terminal Servern WTS) erheblich beschleunigen. NX-Client (mit dem X-Server) ist auf Linux Solaris Windows (!) Mac OS X Sharp Zaurus Sony Playstation 2 und HP/Compaq iPAQ lauffähig. Es trägt somit erheblich zur universellen Benutzbarkeit des X Window-Systems auf allen Plattformen bei.

Weblinks



Bücher zum Thema X-Window-System

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/X_Window_System.html">X-Window-System </a>