Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die Zeche Zollern ist ein (stillgelegtes) Steinkohlebergwerk im Nordwesten der Stadt Dortmund . Es bestand bzw. besteht aus zwei die "unter Tage" zusammenhingen: Die Schachtanlage I/III heißt die Schächte I und III) in und die Schachtanlage II/IV in Dortmund-Bövinghausen.
Zollern II/IV ging 1903 in Betrieb und gehört zu den bemerkenswertesten Bergwerksanlagen des Ruhrgebietes sie war als "Musterzeche" geplant und die wirtschaftliche Potenz und die Modernität der Gelsenkirchener Bergwerks-AG (GBAG) zum Ausdruck bringen. Hinter dem Zechentor sich ein großer baumbestandener Platz der den eher an den Ehrenhof eines Schlosses denken als an einen Fabrikhof. Die Gebäude rundum der Architekt Paul Knobbe (1867-1956) entworfen der jener Zeit einen großen Teil aller Neubauten GBAG plante. Stilistisch ist diese Architektur an Idealbild der norddeutschen Backsteingotik orientiert die roten Mauern werden durch Zierverbände und helle Putzfelder aufgelockert. Nicht weniger ist auch das Innere der Lohnhalle gestaltet nach einer langen Zeit der Zweckentfremdung erst wenigen Jahren - wie alle Gebäude - restauriert wurde.
Tatsächlich war die Schachtanlage insgesamt jahrzehntelang größere Veränderungen (wie sie eigentlich bei Zechen sind) geblieben nur einzelne verschlissene oder nicht benötigte Teile der Anlage waren abgebrochen verschrottet ersetzt worden. Ende der 1960er Jahre als der Stilllegung ein vollständiger Abriss der Anlage befürchten war erregte dann endlich das spektakulärste der ganzen Anlage die Aufmerksamkeit der frühen Industriedenkmalpflege . Die zentrale Maschinenhalle der Zeche war seinerzeit nicht mehr in massiver Bauweise (nach Entwurf Knobbes) ausgeführt worden sondern in der auf schnellere Fertigstellung als eine mit Backstein Eisenfachwerk-Konstruktion. Vorbild war die Ausstellungshalle der Gutehoffnungshütte auf der Rheinisch-Westfälischen Industrie- und Gewerbeausstellung Düsseldorf 1902 in der auch die elektrische Fördermaschine den Schacht II (vor ihrer endgültigen Montage Bövinghausen) ausgestellt wurde. Wie bei der Düsseldorfer sorgte der Berliner Architekt Bruno Möhring (1863-1929) für die "Ausschmückung" der Maschinenhalle Details in Jugendstilformen als deren Höhepunkt der Haupteingang mit Verglasung und einem geschwungenen gläsernen Vordach (entfernt den Pariser Metrostationen von Hector Guimard ) gelten konnte. Das Vordach ist wohl in den 1930er Jahren nach einem Schaden worden aber andere Einzelheiten ziehen noch heute Betrachter in ihren Bann.
Wenn auch der Jugendstil für ein insgesamt eher ungewöhnlich war so gab bzw. es doch einige Beispiele für seine Verwendung Zusammenhang mit Bauten der Elektrizität (z.B. Kraftwerk in der Eifel) oder modernen Eisenkonstruktionen (z.B. der Berliner U-Bahn). Die Maschinenhalle erfüllt beide Sie war eine moderne Eisenkonstruktion und sie fortschrittliche Elektrotechnik als auf anderen Zechen noch Elektrizität gearbeitet wurde.