Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Zentralabitur wird die Abiturprüfung bezeichnet wenn die schriftlichen Prüfungsaufgaben von zentralen Behörde in Deutschland in der Regel Kultusministerium eines Bundeslandes gestellt werden.
In Deutschland ist das Zentralabitur 1946 Bayern den drei Vorgängerstaaten des heutigen Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz und im Saarland eingeführt worden teilweise dem Einfluss der französischen Besatzung. Nach dem der Besatzungszeit wurde das Zentralabitur in Rheinland-Pfalz abgeschafft.
Heute (2004) ist ein bundesweiter Trend Zentralabitur zu verzeichnen. Das Zentralabitur gibt es in
Baden-Württemberg
Bayern
Mecklenburg-Vorpommern
Saarland
Sachsen
Sachsen-Anhalt
Thüringen
Seine Einführung ist beschlossen in
Hessen (Durchführung erstmals 2007)
Hamburg (erstmals 2005)
Niedersachsen (erstmals 2006)
Brandenburg (in zehn Fächern 2005)
Berlin (beschlossen ? 2006 ?).
Nordrhein-Westfalen (ab 2007 in den schriftlichen Prüfungen aber nur einen Teil der Gesamtnote ausmachen)
Rheinland-Pfalz Schleswig-Holstein und Bremen scheinen derzeit dezentralem Abitur zu bleiben.
Beim Zentralabitur werden landesweit ausgewählte Lehrer zum betreffenden Termin keinen eigenen Kurs aufs vorbereiten) aufgefordert Abituraufgaben vorzuschlagen. Aus diesen Vorschlägen eine Kommission aus; in einem mehrstufigen Verfahren die Aufgaben überprüft und nötigenfalls umformuliert.
Die Prüfungsaufgaben des Zentralabiturs kommen somit Mitwirkung einer beträchtlichen Anzahl erfahrener Pädagogen zustande das entscheidende Personal im Laufe der Jahre langsam erneuert wird. Diese personelle Kontinuität garantiert Kontinuität in Art und Schwierigkeit der Aufgaben. kann die Kultusbürokratie durch überraschende Teilaufgaben durchaus einmal Impulse für die Neuausrichtung des Unterrichts - wesentlich effizienter als durch Lehrplanänderungen [Stumpf
Wo kein Zentralabitur durchgeführt wird muss Lehrer der einen Kurs auf das Abitur hat mehrere Abiturvorschläge ausarbeiten die von der kontrolliert werden.
Pädagogisch ist das Zentralabitur heftig umstritten die allermeisten Lehrer für diejenige Variante eintreten sie aus ihrem Land gewohnt sind [Stumpf wahrscheinlich gilt dasselbe für die Absolventen [eigene
Auf den ersten Blick hat das den Anschein größerer Gerechtigkeit für sich. Dagegen sich einwenden dass beim Zentralabitur zwar die nicht aber die Vorbereitung für alle Schüler sind und dass es auch bei nicht-zentralem wirksame Kontrollmechanismen gibt (schulaufsichtliche Kontrolle und Auswahl Aufgaben Zweitkorrektur mündliche Prüfung bei auffälligen schriftlichen Nichtsdestoweniger kommt es bei nicht-zentralem Abitur vor einzelne Lehrer ihre Schüler unter Missbrauch ihres überaus gezielt auf einzelne Prüfungsaufgaben vorbereiten.
Dass in Deutschland über diese Frage ernsthaft gestritten wird ist wahrscheinlich nur mit in kultureller Tradition begründeten Symbolwert der Abiturprüfung erklären: denn die tatsächliche Bedeutung der schriftlichen (und a fortiori ihrer Organisationsform) ist durch Ausgestaltung des Abiturs als ausbildungsbegleitende Prüfung seit 1972 stark Nach derzeit (2004) bundesweit geltender Regelung gehen Noten aus sämtlichen schriftlichen Prüfungen zusammengenommen mit Gewicht zwischen nur 10.7% (6/56) und 21.4% in die Abiturnote ein (das genaue Gewicht davon ab wieviele Abiturfächer es gibt wieweit Prüfungen stattfinden und ob eine besondere Lernleistung eingebracht wird).
Während die Auswirkung des Zentralabiturs auf Abiturnote also zumeist überschätzt wird hat es siginifikanten Einfluss auf den vorhergehenden Unterricht und individuelle Prüfungsvorbereitung.
Die aufwendige zentrale Organisation und die Kontinuität der Hauptverantwortlichen garantieren eine ziemliche Kontinuität der Aufgabenstellung; ein nicht-zentrales Abitur ist für Schüler schlechter unkalkulierbar. Dadurch begünstigt das Zentralabitur Prüfungsvorbereitungsstrategie die sich zu einem entscheidenden Anteil käuflich erhältliche Prüfungsaufgaben der letzten Jahre oder stützt. Da jede andere Vorbereitungsstrategie für viele eine Überforderung darstellt sind diese Aufgabensammlungen aber in Ländern mit nicht-zentralem Abitur weit verbreitet. sich überdies auch Lehrer an diesen Sammlungen ist die inhaltliche Angleichung der übrigen Bundesländer das süddeutsche Zentralabitur teilweise seit langem im
Die Rückwirkung des Zentralabiturs auf den in der Oberstufe ist wahrscheinlich der problematischste jedenfalls diskussionswürdige Aspekt des Themas; diese Rückwirkung verstärkt wenn schon die Klausuren der Qualifizierungsphase Abiturstil" konzipiert sind. Die Abituraufgabensammlungen lenken den stärker als jeder Lehrplan es könnte. Die wird externalisiert: man muss sich nicht daran den Lernstoff zu begründen oder in Frage stellen da er ja unbeeinflussbar von außen ist. Natürlich hängt es von der Persönlichkeit einzelnen Lehrers und auch vom Interesse der ab wieweit Unterricht zur reinen Prüfungsvorbereitung degeneriert.