Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Zeppelin NT (Zeppelin neuer Technologie) ist ein Luftschiff -Typ der seit den 1990er Jahren von der Zeppelin Luftschifftechnik GmbH (ZLG) in Friedrichshafen gebaut wird.
Die erste Machbarkeitsstudie wurde 1989 angefertigt. Im September 1993 wurde die ZLG als Tochterunternehmen des gegründet und begann 1995 mit dem Bau des Prototypen . Dieser stieg im September 1997 zum ersten Mal auf.
Im Juli 2000 wurde der Prototyp (SN 01) anlässlich hundertsten Jahrestages des ersten Zeppelinauftstiegs auf den D-LZFN Friedrichshafen getauft und legte in der Folgezeit Testflügen 3600 km zurück.
2001 begannen die Serienfertigung und der kommerzielle der Luftschiffe.
Das zweite Luftschiff (SN 02) wurde 10. August 2001 auf den Namen D-LZZR Bodensee getauft und nahm am 15. August den Passagierflugbetrieb auf.
Bis Jahresende 2001 wurden mit den Schiffen bereits 3222 Passagiere befördert. Bis November 2003 waren es bereits ca. 30.000.
Die Friedrichshafen soll zukünftig für die Pilotenausbildung Sonderflüge als "Vorführmodell" dienen während alle weiteren Schiffe eingesetzt werden sollen. Es stehen auch einige auf dem Flugplan deren Sonderstempel bei Sammlern wie auch schon bei den historischen Zeppelinen begehrt sind.
Zeppelin NT SN 03 trägt die D-LZZF und flog im Februar 2003 zum ersten Mal.
Am 2. März 2004 wurde erstmals ein Zeppelin NT verkauft. 02 D-LZZR Bodensee soll voraussichtlich im Juni 2004 an die japanische Nippon Airship Corporation (NAC) überführt werden und dabei der Weltfahrt -Route folgen die LZ127 Graf Zeppelin 1929 unternahm. (Stand März 2004). Das Luftschiff in Japan vor allem für Rund- und Werbeflüge werden.
Die Herstellerfirma sieht sich in der der von Ferdinand Graf von Zeppelin gegründeten Gesellschaften die im ersten Drittel 20. Jahrhunderts die überaus erfolgreichen Zeppelin-Luftschiffe konstruierten und betrieben. Es gibt jedoch wichtige Unterschiede zwischen dem Zeppelin NT und den alten Zeppelinen.
Die bisher gebauten Luftschiffe vom Typ Zeppelin NT sind mit 75 m Länge und einem Hüllenvolumen von 8225 m³ deutlich kleiner als die alten Zeppeline. Traggas kommt ausschließlich das mittlerweile problemlos verfügbare Edelgas Helium zum Einsatz. Die Heliumfüllung erzeugt im Betrieb nicht genug statischen Auftrieb um das Schiff insgesamt "leichter als zu machen. Dies wird durch Motorleistung (dynamischen kompensiert. Bei leichter Beladung und teilentleerten Treibstofftanks sich dies allerdings ändern (siehe Auftriebsausgleich ). In der Regel wird mit etwa kg statischem Abtrieb geflogen.
Anders als seine Vorgänger ist der Zeppelin NT kein Starrluftschiff sondern ein halbstarres Hybridluftschiff. Als Hybridluftschiff bezeichnet man allgemein Luftfahrzeuge die Leichter-als-Luft- Schwerer-als-Luft-Technik kombinieren.
Da er in der Regel auf angewiesen ist um sich in der Luft halten fliegt der Zeppelin NT während Luftfahrzeuge die ohne dynamischen Auftrieb (wie Ballons die historischen Zeppeline oder andere Luftschiffe ) fahren .
Der Zeppelin NT verfügt über eine Kohlenstofffaser -Dreiecksträgerstruktur mit drei Aluminium-Längsträgern innerhalb der Hülle der Triebwerke Gondel und Leitwerk befestigt sind. Tragstruktur wiegt nur etwa 1000 kg und zusätzlich durch Aramid -Seile verspannt.
Die Hülle ist auch gleichzeitig die Bei den historischen Zeppelinen waren sie getrennt. besteht aus einem dreischichtigen Laminat . Die erste Schicht aus Tedlar (PVF) gasdicht während die zweite Schicht aus Polyestergewebe der Hülle die notwendige Festigkeit verleiht. dritte Schicht besteht aus Polyurethan ist thermisch schweissbar und dient zum der einzelnen Hüllen-Laminat-Bahnen. Zum Erhalt der äußeren steht die Hülle unter einem leichten Überdruck Traggases von etwa 5 mbar. Dieser Überdruck wie bei Prallluftschiffen durch Ballonets mit einem Gesamtvolumen von 2200 m³ gehalten.
Mit seinen drei Propellermotoren vom Typ Lycoming IO-360 mit einer Leistung von je 147 kW (200 PS ) verfügt der Zeppelin NT über ausgezeichnete Manövriereigenschaften. Die Motoren sind mehr wie bei früheren Zeppelinen umsteuerbar (vorwärts- rückwärtslaufend) sondern verfügen über Verstellpropeller zur Schubregelung -umkehr. Die beiden seitlichen Motoren sind mit ausgerüstet und um 120° von der Horizontalen oben bzw. leicht nach hinten schwenkbar. Der arbeitet mit einem Druckpropeller und ist um nach unten schwenkbar. Zusätzlich verfügt er über seitlich wirkenden Lenkpropeller der ähnlich einem Querstrahlruder bei Schiffen funktioniert.
Das Heckleitwerk besteht nur noch aus Flossen. Neben der Gewichtsersparnis kann der Ausfall Flosse mit den beiden anderen kompensiert werden.
Der Pilot steuert den Zeppelin NT über Fly-by-Wire -Technik mit einem "Joystick" der Bewegungen in drei Raumrichtungen ermöglicht.
Der Zeppelin NT erreicht Geschwindigkeiten bis zu 125 km/h fliegt üblicherweise in einer Höhe von 300 m (maximal ca. 2600 m ) und hat eine Reichweite von ca. 900 km . Start und Landung können senkrecht und minimalem Personaleinsatz (3 Mann) erfolgen.
Die für Touristenflüge übliche Geschwindigkeit von 70 km/h kann allein durch den Einsatz Heckmotors erreicht werden.
Seit dem 15. August 2001 bietet die im Januar 2001 gegründete Deutsche Zeppelin Reederei (sic) erfolgreich Rundflüge mit Zeppelin NT -Luftschiffen an. Die Hüllen werden dabei als vermarktet.
Auch als Beobachtungsplattform für Bild- und bei Großereignissen werden die Luftschiffe eingesetzt. Durch lange mögliche Einsatzdauer (bis zu 24 Stunden ) bei vibrationsarmem Flug sieht die ZLG gute Einsatzmöglichkeiten für Forschungsmissionen etwa Umweltbeobachtungen Troposphärenforschung oder die Erkundung von Bodenschätzen.
Der Zepplin NT unternahm während des Oktoberfestes 2002 Messversuche München die vom DLR und der ESA zur Entwicklung des europäischen Navigationssystems Galileo durchgeführt wurden. Damit tritt der in Fußstapfen von LZ130 der bereits Ende der 30er Jahre und Funkpeilversuche damals für militärische Zwecke über und der Nordsee durchführte.