Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Ziviler Friedensdienst (ZFD) ist eine Sammelbezeichnung für Friedensfachdienste die in nicht-staatlicher Trägerschaft und Verantwortung aber staatlich gefördert werden.
Der Begriff tauchte seit den 1970er im Bereich der kirchlichen Friedensdienste und in ökumenischen Erklärungen auf. Als Alternative zum Wehrdienst und zum Wehrersatzdienst/ Zivildienst sollte ein in der Gesellschaft verankerter gesetzlich abgesicherter gefördeter und international eingebundener Ziviler Friedensdienst eingerichtet werden. Konzeptionelle Überlegungen wurden 1994/1995 der Evangelischen Kirche von Berlin-Brandenburg und vom für Soziale Verteidigung (BSV) veröffentlicht und vom gegründeten Forum Ziviler Friedensdienst weiter verfolgt.
Die rot-grüne Koalition hat ab 1998 der Umsetzung des zivilen Friedensdienstes im Bereich Entwicklungszusammenarbeit begonnen. Federführend ist das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in Abstimmung mit dem Auswärtigen Amt. zivilgesellschaftlichen Träger haben sich im "Konsortium Ziviler zusammengeschlossen. Ihm gehören außer den anerkannten Entwicklungsdiensten Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und das Forum Ziviler Friedensdienst an.
Einsatzfelder werden auch in der eigenen gesehen ("ZFD in Deutschland") bisher (Stand: 2004) noch nicht öffentlich gefördert.
Die Zielebene ist vor allem die also die Basis der Bevölkerung. Besondere Aufmerksamkeit hier Multiplikatoren d.h. Menschen die durch ihre oder ehrenamtliche Tätigkeit wiederum andere Menschen erreichen.
In Projekten des ZFD arbeiten Friedensfachkräfte . Dies sind lebens- und berufserfahrene Frauen Männer die sich freiwillig zu einem solchen bereit erklärt haben. Vor ihrem Einsatz erhalten zusätzlich eine mehrmonatige Qualifizierung in Ziviler Konfliktbearbeitung .
Ein Spannungsfeld das sich auch aus expliziten staatlich-nichtstaatlichen Zusammenarbeit (public-private partnership) ergibt ist Verhältnis zum Militär bzw. zur militärgestüzten Politik