Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 27. August 2014 

Zunge


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Dieser Artikel befasst sich mit dem Mundorgan Weiteres siehe Zunge (Begriffsklärung)


Die Zunge (Lingua Glossa) ist beim Menschen das Organ das auf dem Boden der Mundhöhle liegt und diese bei geschlossenen Kiefern fast ganz ausfüllt.

Aufbau

Die Oberseite der Zunge (Zungenrücken) ist gewölbt liegt ganz frei und zeigt hinten dreieckige Vertiefung das blinde Loch in dem mehrere Schleimdrüsen öffnen. Die untere Fläche ist ihrem mittleren Teil an den Boden der angewachsen und vorn durch eine Falte der das Zungenbändchen (Frenulum linguae) so angeheftet dass die Spitze und die Seitenränder frei sind. sich das Zungenbändchen zu weit nach vorn wird dadurch die freie Beweglichkeit der Zunge Dieser Fehler kann durch einen Schnitt in Zungenbändchen (Zungenlösung) beseitigt werden.

Der hinterste dickste Teil der Zunge Zungenwurzel ist am Zungenbein befestigt das im oberen Teil des liegt und durch Muskeln und Bänder wieder dem Kehlkopf in Verbindung steht. In der Mittellinie Zunge ist eine Art senkrechter Scheidewand aus vorhanden die Zungenknorpel heißt. Im Übrigen besteht die Zunge vorwiegend aus Muskelfasern mit zahlreichen verlaufenden Nerven und Adern . Die Muskelfasern sind in allen möglichen angeordnet und ermöglichen dadurch die überaus große der Zunge sowie ihre Fähigkeit ihre Gestalt vielfache Weise zu verändern.

Auf der sehr dicken Zungenhaut die Fortsetzung der Mundschleimhaut ist befinden die zahlreichen (Zungenwärzchen) die fadenförmig keulenartig oder platt sind. diesen sind die so genannten umwallten Papillen circumvallatae) mit den eigentlichen Geschmacksorganen den Geschmacksknospen becherförmigen Organen voll stabförmiger Nervenendzellen die mit Geschmacksnerven (nervus glossopharyngeus) verbunden sind. Die Zunge zahlreiche kleine Speicheldrüsen besonders in der Gegend der Zungenwurzel. gesamte Oberfläche der Zunge ist von einem Oberhäutchen oder Epithel überzogen. Wenn sich dieses Häutchen stark bildet sich der weißliche Belag der Zunge durch Speichel und Speisereste noch vergrößert wird sich in den zahlreichen Vertiefungen zwischen den einlagern und die Entwicklung von Fäulnispilzen begünstigen.

Aufgabe der Zunge

Der abgesonderte Speichel sorgt für eine Gleitfähigkeit der Nahrungsbrocken wobei im Speichel enthaltene Enzyme mit der Aufspaltung von Kohlehydraten beginnen (Vorverdauung). Die Zunge selbst dient Transport der Nahrung im Mund sodass sie durchgekaut und schließlich in kleinen Portionen heruntergeschluckt kann. Außerdem ist die Zunge beim Sprechen unverzichtbar. Viele Laute können ohne Zunge erzeugt werden.

Zunge der Tiere

Bei den Wirbeltieren ist die Zunge im allgemeinen vorhanden. den Fischen besteht sie nur in dem oft Zähnen besetzten Überzug des Zungenbeins; bei den Amphibien ist sie vielfach dick vorn befestigt mit ihrem hinteren zweilappigen Teil beweglich und bei den Reptilien ist sie häufig schmal verhornt und einer besonderen Scheide vorschnellbar aber auch breit fest; ähnlich verhält sie sich bei den während sie bei den Säugetieren meist der Menschen nahe kommt.

Siehe auch: Zungenspaltung Zungenrede


Textvorlage aus Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888/89



Bücher zum Thema Zunge

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Zunge.html">Zunge </a>