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Tsetsefliegen


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Fliegen

Tsetsefliege

Systematik
Unterklasse : Fluginsekten (Pterygota)
Überordnung : Neuflügler (Neoptera)
Ordnung : Zweiflügler (Diptera)
Unterordnung : Fliegen (Brachycera)
Familie : Glossinidae
Gattung : Tsetsefliegen ( Glossina )
Arten (Auswahl)
  • Glossina palpalis
  • Glossina morsitans

Als Tsetsefliegen ( Glossina spec. ) bezeichnet man eine Gattung blutsaugender Fliegen (Diptera) aus der Familie Glossinidae. Diese Stechfliegen leben in Afrika sich von menschlichem und tierischem Blut und übertragen die gefürchtete Schlafkrankheit (bei Nagana-Seuche genannt). Insgesamt werden 14 Arten der unterschieden.

Inhaltsverzeichnis

Besondere Merkmale der Tsetsefliegen

Es handelt sich um kleinere bis Fliegen mit einem relativ schmalen Körper. Charakteristisch die Haltung der Flügel: Diese werden beim ähnlich wie wir es von einer Schere der Länge nach auf dem Hinterleib genau Durch diese Flügelhaltung kann die Tsetsefliege gut anderen Stechfliegen unterschieden werden.

Der Rüssel ist eine feine steife von der Länge des Rückenschildes ohne Knickung einer zwiebelförmigen Verdickung am Ursprung. Die Fiederborste Arista ) der Antennen ist doppelt gefiedert d.h. einzelne Fieder trägt wieder sekundäre Fiedern; außerdem bloß die Vorderseite der Arista befiedert.

Die Genitalien der Männchen weisen eine Hervorwölbung an der Unterfläche des letzten Leibabschnittes Hypopygium auf. Dieses stellt das Geschlechtsorgan dar.

Fortpflanzung und Entwicklung

Die Tsetsefliegen sind lebendgebärend. Sie bringen nur einen Nachkommen zur Welt: eine Larve gelblich-brauner Farbe die 12 Segmente besitzt und fast so groß wie die Fliege selbst Nach der Geburt bewegt sie sich lebhaft sucht einen schützenden Ort auf wo sie Farbe ändert und sich nach ca. 1 2 Stunden in eine braunschwarze Puppe verwandelt. ca. 3 bis 4 Wochen (je nach klimatischen Verhältnissen) kriecht die junge Fliege aus. Ort der Larvenablage ist bei den einzelnen unterschiedlich.

Lebensweise der Tsetsefliegen

Die Tsetsefliege lebt vorwiegend in dichten Waldgebieten wo es mühsam wäre ihre Opfer Wirbeltiere und den Menschen nach ihrem Geruchssinn zu orten. Vielmehr nimmt sie ihre Wirte überwiegend mit den Facettenaugen wahr ehe sie sie anfliegt.

Gefährlich sind die Stechfliegen weil sie Trypanosomen die Erreger verschiedener Krankheiten sind auf Menschen und die Tiere übertragen. So überträgt Art Glossina palpalis die Schlafkrankheit des Menschen Gllossina morsitans überträgt außerdem die Naganaseuche bei verschiedenen besonders bei Pferden .

In der Tsetsefliege machen die Trypanosomen Einzeller) einen Formwandel und eine Vermehrungsphase durch. drei Wochen nach der Blutaufnahme kommt es einer Anreicherung der Trypanosomen in der Speicheldrüse der Fliege. Beim Befall eines neuen werden die Parasiten dann übertragen. Die Tsetsefliege überträgt die Parasiten sowohl auf den Menschen als auch viele Wild- und Haustiere so dass ein Reservoir für den Erreger existiert und eine der übertragenen Krankheit kaum gelingen wird. In Regionen des tropischen Afrika sind daher rund 60 Millionen und deren Nutzvieh ständig von der Schlafkrankheit

Die Tsetsefliege sticht nicht gezielt in Blutgefäß wie es etwa die Anophelesmücke tut beim Stechakt die Malaria überträgt. Sie erzeugt vielmehr ähnlich wie in Deutschland vorkommenden Bremsen mit ihren Mundwerkzeugen eine schmerzhafte Wunde aus der sie Blut und Lymphe aufsaugt. Dadurch ist sie in der auf der Haut sitzend das Blut fast Wirbeltieren zu nutzen. An den Stich kann der Gestochene meist sehr gut erinnern denn ist sehr schmerzhaft. An der Einstichstelle entsteht 3-10 Tagen eine teigige rötliche und schmerzhafte die nach etlichen Tagen oder Wochen von heilt. Sie wird Trypanosomenschanker genannt und stellt das erste Stadium Schlafkrankheit dar. Nach einigen Tagen oder erst Wochen und Monaten kommt es zum zweiten das durch Lymphknotenschwellungen Fieber Kopf- und Gliederschmerzen fleckige juckende Hautausschläge Schwellungen am Körper und gekennzeichnet ist. Das dritte Stadium ist erreicht nach Wochen oder einem Jahr das Zentralnervensystem ist und es zu schweren Schlafstörungen mit sowie zu Störungen der Körperkoordination der Sprache der Nahrungsaufnahme kommt. Unbehandelt endet die Krankheit tödlich.

Der Fachmann unterscheidet zwei Erreger der Schlafkrankheit die von verschiedenen Untergruppen der Tsetsefliegen werden: Trypanosoma brucei rhodesiense den Erreger der ostafrikanischen Schlafkrankheit und Trypanosoma brucei gambiense den Erreger der westafrikanischen nur beim auftretenden Schlafkrankheit. Überträger der westafrikanischen Form ist so genannte Palpalisgruppe deren Fliegen sich bevorzugt in den von Seen und Flüssen aufhalten. Die ostafrikanische der Schlafkrankheit wird von der so genannten Morsitansgruppe übertragen die im trockenen Busch lebt.

Die Tsetsefliegen stellen in jüngerer Zeit nur für die schwarzafrikanische Bevölkerung sondern auch Safari -Touristen ein Problem dar. Durch unterschiedliche Bekämpfungsmaßnahmen man mit meist mäßigem Erfolg der Lage zu werden.

Literatur

P. Nagel (1988): Eine Fliege in - Welche Rolle spielt die Tsetsefliege im der Natur und was geschieht wenn man ausrottet? Aus Forschung und Medizin 3(1): S. 91-105.

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