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Zwei Stämme der menschlichen Erkenntnis


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Zwei Stämme der menschlichen Erkentnis bezeichnet bei Immanuel Kant in seiner Schrift Kritik der reinen Vernunft im Rahmen der transzendenten Logik ein Kapitel wo es um die geht synthetische Urteile a priori zu finden.

Inhaltsverzeichnis

Zur Einführung

Die Lösung der gestellten Aufgabe - Grund der Möglichkeit apriorischer Synthesen aufzudecken und nach ihren ursprünglichen Quellen zu bestimmen - Kant mit der Betrachtung der "zwei Stämme menschlichen Erkenntnis..... die vielleicht aus einer gemeinschaftlichen uns unbekannten Wurzel entspringen nämlich Sinnlichkeit und

Sinnlichkeit und Verstand bilden entgegengesetzte Funktionen

Sinnlichkeit und Verstand sind ihrer Funktion Erkenntnisprozess nach entgegengesetzt . Der entscheidende Zug der Sinnlichkeit bildet Rezeptivität. Sie ist die Fähigkeit die Gegenstände Rezeption ). Die Sinnlichkeit ist die passive Seite der Erkenntnis. Demgegenüber ist der Verstand Spontanität gekennzeichnet.

Er ist die Fähigkeit die Gegenstände denken. Der Verstand bildet die aktive Seite der Erkenntnis. "Unsre Erkenntnis entspringt aus Grundquellen des Gemüts denen die erste ist Vorstellungen zu empfangen (die Rezeptivität der Eindrücke) zweite das Vermögen durch diese Vorstellungen einen zu erkennen (Spontanität der Begriffe); durch die wird uns ein Gegenstand gegeben durch die zweite wird dieser... gedacht . Anschauung und Begriffe machen also die unserer Erkenntnis aus."

Unterschied von Sinnlichkeit und Verstand entspricht von Inhalt und Form der Erkenntnis

Der Unterschied von Sinnlichkeit und Verstand gleichbedeutend mit dem von Inhalt und Form Erkenntnis. Die Sinnlichkeit liefert den Erkenntnisinhalt der verleiht diesem die Form. Die Sinnlichekit ist sie den Inhalt der Erkenntnis gibt die Bedingung jeder Erkenntnis. Um aber zu wirklicher zu gelangen muß zu dieser ersten Bedingung zweite hinzutreten der Verstand der den von Sinnlichkeit gelieferten Inhalt verarbeitet zusammenfaßt verknüpft ordnet ihm erkenntnismäßige Form verleiht.

Was die Sinnlichkeit gibt und immer geben kann das ist das Material der das was dieses - noch rohe - zu Erkenntnis verbindet liefert der Verstand nämlich Form. "Unsere Natur bringt es so mit daß die Anschauung niemals anders als sinnlich sein kann d.i. die Art enthält wir von Gegenständen affiziert werden.

Gedanken ohne Inhalt sind leer Anschauungen Begriffe sind blind

Dagegen ist das Vermögen den Gegenstand Anschauung zu denken der Verstand . Keine dieser Eigenschaften ist der anderen Ohne Sinnlichkeit würde uns kein Gegenstand gegeben ohne Verstand keiner gedacht werden.

Gedanken ohne Inhalt sind leer Anschauungen ohne blind....

Beide Vermögen oder Fähigkeiten können auch Funktionen nicht vertauschen. Der Verstand vemag nichts und die Sinne vermögen nichts zu denken."(siehe Synthetische Einheit des Mannigfaltigen )

siehe auch Synthetisches Urteil a priori (Philosophie) transzendente Logik transzendent (Philosophie)

Literatur

M. Buhr Der Anspruch der Vernunft Berlin 1968



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