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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 23. Dezember 2014 

A Storm of Swords


von George R. R. Martin

ISBN: 0006479901

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The third volume of his six-volume fantasy epic A Song of Ice and Fire, A Storm of Swords continues Martin's vigorous account of the civil wars which follow the death of King Robert, the usurper who deposed a dynasty gone mad and dangerous, and the judicial murder by his widow and heir of Ned Stark, the man who made him king. The surviving Stark children are scattered--Robb leading revolt in the North, Arya learning hard lessons as she treks through the war zone, Sansa an observer of court intrigue, crippled Bran heading towards a sorcerous destiny, Jon engaged in desperate defence of the icewall against barbarians and worse things. Daenerys, pretender and ruler of dragons, is building an empire elsewhere. And characters we have thought of as villains, notably Jaime Kingslayer, are developing belated consciences ... Martin keeps on upping the ante of violence and betrayal in this compelling saga of a fantasy middle ages soiled with blood and mud; his economic use of magic and his fascination with complex characters make this the sword-and-sorcery series for people with adult taste. As the series proceeds, his writing gets ever leaner and sharper, the evocation of the magical ever more sinister. --Roz Kaveney

mitleidloses Portrait menschlicher Zivilisation
G.R.R.Martins Werk unterscheidet sich von "herkömmlicher" Fantasyliteratur (und ja, dazu zähle ich auch den Klassiker von dem anderen R.R.) dadurch, dass es hier keine schier "unlösbare" Aufgabe gibt (wie etwa die Vernichtung des Urbösen od. ä.), die mit absoluter Vorhersehbarkeit dennoch gelöst wird. Vielmehr wird in diesem Epos in einer für das Genre uncharakteristischen Tiefe ein unbarmherziges Portrait der selbstzerstörerischen menschlichen "Zivilisation" gezeichnet. Den faszinierenden Rahmen dieses Portraits bildet die mittelalterlich angehauchte, durch und durch realistisch anmutende Fantasywelt der Seven Kingdoms, gewürzt mit einer zurückhaltenden Brise Magie und Mysterium. Ehre und Verrat, Intrige und Leidenschaft, Machtkampf und Überlebenskampf, Verzweiflung und Hoffnung sind die meist düsteren Farben dieses Portraits (Schwarz und Weiss wird man vergeblich suchen).

Auch der dritte Band des Liedes von Eis und Feuer lässt keine Wünsche offen (sofern man es verschmerzen kann, dass dramatische Wendungen den Traum vom Happy End erbarmungslos zerschmettern). Überraschungen gibt es genug, und nicht die geringste davon war es für mich, allmählich in mir selbst eine gewisse Sympathie für Jamie Kingslayer entdecken zu können (klingt unglaublich? Ist aber so).

Also kaufen, lesen und sehnsüchtig auf den nächsten Band warten (soll übrigens diesen Herbst kommen: A Feast for Crows).

Die "realistischste" High-Fantasy-Serie überhaupt
Teil 2 von "A Storm of Swords" setzt die Erzählung um die Starks of Winterfell und den Bürgerkrieg in den Sieben Königreichen in gewohnt spannender Weise fort: Auffallend ist - wie auch in den Vorgängern - des Sinn des Autors für eine realistische Entwicklung der Geschichte. Selten entsteht der Eindruck, daß ein Charakter tatsächlich den Verlauf der Dinge kontrolliert, der "strahlende Held in scheinender Rüstung" existiert bei G. R. R. Martin nicht. Die Menschen vertreten nicht die moralischen Ideale der heutigen Zeit, sondern die viel härteren des Mittelalters. Keine der Hauptpersonen ist ohne oftmals fatale Schwächen, und der Gang der Dinge oft schlichtweg chaotisch. Wer es also nicht überwindet, Hauptcharaktere verstümmelt, getötet, entehrt oder ehrlos handelnd zu sehen (ihr werdet Euch wundern), sollte spätestens mit dem vorliegenden Band von der Serie ablassen. Allen anderen kann ich diese Saga nur empfehlen. Anders als bei Tolkien oder Jordan fehlt Martins Helden noch immer diese spröde moralische Überlegenheit ein großes Ziel zum Wohle der Welt zu verfolgen, das alles in Perspektive setzt und jede Handlung rechtfertigt. Martins Helden versuchen bestensfalls, ihre eigenen Ziele, ihre eigene Sicht von Gerechtigkeit durchzusetzen, während um sie herum Blut und Chaos toben. Das hebt für mich diese Serie aus der Masse heraus und zusammen mit der schlichtweg spannenden Erzählweise rechtfertigt es die 5 Sterne.

simlply the best
Dies ist eine der faszinierendsten Serien, die ich jemals gelesen habe. Auch der 4. Band stellt keine Ausnahme dar. Genau wie in den Vorläufern steht auch hier das Intrigenspiel um Macht und die Persönlichkeit der Akteure im Vordergrund. Ihre Menschlichkeit, d.h. ihre Ängste, Fehler, Zweifel, ihr "innerer Schweinehund" und die großartige Form der spannenden Erzählung aus verschiedenen Sichtweisen sind es, die die immens groß angelegte Geschichte so interessant machen. Durch die Vielzahl von Personen und die (zum Glück) nur sehr geringen Rückriffe auf frühere Bände ist das Buch jedoch wohl kaum etwas für Einsteiger in die Serie. In diesem Band tritt zwar die Magie etwas mehr hervor, doch bleibt sie weit hinter dem zurück, was in manch anderen SF-Schinken so dominiert. Sie bleibt gheimnisvoll und unverständlich und die Geschichte lebt von der "normalen" Aktion. Wieder stirbt einer der Hauptakteure, dafür wird ein anderer wesentlich interessanter und farbiger. Viele historische Geschehnisse, die ihre Auswirkungen auf die Gegenwart werden aufgegriffen und beleuchtet. Bis zum Schluss werden ständig neue, kaum vorhersehbare Entwicklungen geschaffen, so dass ich jetzt schon äußerst neugierig bin, den neuen Band zu bekommen. Hoffentlich beeilt sich Mr. Martin!
Siehe auch:

> A Storm of Swords
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