The Truth
 | von Terry Pratchett
ISBN: 0380818191 | Dieses Buch hat alles! Dieses Buch hat alles was einen Pratchett Roman ausmachen kann: Eine ernste Story vorgetragen in Pratchetts unnachahmlichem satirischem Schreibstil, tiefe Charaktere, Situationskomik, eine spannende Story und wieder reflektiert die Scheibenwelt einige Aspekte unserer Welt und Gesellschaft in interessanter und gleichzeitig witziger Weise wider. Der Character cast ist beeindruckend: Unter Anderen Samuel Vimes & the Watch, Havelock Vetinari, C.M.O.T Dibbler, Gaspode the Wonder Dog, die Penner (Foul ole ron, The duck man, Altogether Andrews(genial!!)...), ein Vampir als Fotograf der nach jeder Aufnahme erst wieder zusammengekehrt und mit "B-Vord" versorgt werden muss und vor allem zwei genial ausgearbeitete Bösewichte (Mr. Tulip) sorgen für eine furiose Premiere von William DeWorde, dem Redakteur von Ankh-Morporks erster Tageszeitung. "The dwarfs can turn lead into gold!! - Can we?" So beginnt ein Roman über eine Verschwörung gegen Vetinari, die Macht der Feder, ein Duell von Lüge und Wahrheit, Ehre und Verschlagenheit, Toleranz und Rassismus, Adel und unterste gesellschaftliche Ebene. Die Art und Weise wie Pratchett die Boulevardpresse und deren Wirkung auf die einfältigeren Gemüter durch den Kakao zieht ist einfach unbeschreiblich. Der Hauptdarsteller ist diesmal eine herrlich ambivalente Person, sehr eloquent, aber deswegen nicht übermäßig intelligent. DeWorde kann sich auf dieser Ebene mit Vimes messen, aber Vetinari sticht ihn als alter Hase noch locker aus. Wenn ich das selbst so lese, ist diese Rezension ziemlich ernst, aber um das Klarzustellen: Es ist ein Pratchett!!! Zu genießen mit Dauergrinsen und immer wieder schmerzhaften Lachanfällen! Das Buch hats wirklich in sich!
Rundum grandios - ein Scheibenweltroman eben! Der 25. Roman der Scheibenweltreihe ist duch und durch ein "Pratchett". Definitiv ein Muss für Pratchett-Fans und diejenigen, die noch nicht in Genuß eines seiner Romane gekommen sind, jene seien aber gewarnt: Vorsicht, die Scheibenwelt macht süchtig! William de Worde schlittert eher zufällig in die Medienwelt von Ankh-Morpock und wenn er schon mal da ist, dann kann er auch gleich die erste Tageszeitung gründen. Dieses allerdings bleibt nicht ohne Konsequenzen. Bald darauf verfügt er über eine recht gewöhnungsbedürftige Redaktion. Ein Highlight dürfte Otto sein, ein blutabstinenter Vampir mit einem Faible für Blitzlichtfotografie, auf die er wie jeder andere Vampir auch reagiert. *brösel* William kümmert sich aber nicht nur um seine Zeitung und seltsam geformte Gemüseknollen, er mischt sich auch erfolgreich in die Ermittlungen der Wache, deren Inkompetenz unübersehbar ist, über Lord Vetinary. Besonders gelungen sind wieder die Fußnoten und der urkomische Bezug zur Realität. Pratchett hat es wieder einmal verstanden, unsere Welt mit dezenten Seitenhieben auf's Korn zu nehmen. Brilliant, einfach nur brilliant! Ein Scheibenweltroman wie man ihn sich wünscht, auch ohne Tod oder Nanny Ogg.
Genial wie immer So können die Meinungen auseinander gehen. Ich halte ihn für einen der besseren Pratchetts. Wie immer gibt es herrliche Anspielungen auf die heutige Zeit. Daß Commander Vimes in diesem Fall eher zweidimensional dargestellt wird liegt schlicht daran, daß er nunmal nicht die Hauptperson ist. Dafür haben wir es mal wieder mit einigen Untoten zu tun, mit Pulp-Fiction Anspielungen und natürlich der Presse. Lest es halt selber, mir hat das Buch sehr gut gefallen. Siehe auch: |