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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 20. Juni 2013 

Borderline, Weder tot noch lebendig . . .


von J. E. Mertz

ISBN: 3131259515

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Weder wahr noch falsch
Ich bin selbst Borderlinerin und habe dieses Buch im Zuge der Selbstedukation gelesen. Die Ausdrucksweise hat mich sehr amüsiert (ironisch, voller Fremdwörter und intellektueller psychologiesprachlicher Wortkomik).
Je nachdem wie es mir geht, finde ich das Buch absolut zutreffend bezüglich seinen Aussagen über den fehlenden Kern und das permanente Schauspielern von BPD-Betroffenen. Besonders den blanden Zustand kenne ich gut. An anderen Tagen regen mich die Anmaßungen des Autors total auf, weil nach seiner Meinung Boderliner wohl die Gesellschaft zerstören (wollen/ könnten).

Menschenveranchtend
Dieses Buch hat mich verletzt und wütend gemacht, weil ich mich als Betroffene völlig missverstandenfühle und die emotionale Kälte (die der Autor ja den Patienten unterstellt) in jedem seiner WOrte zu finden ist. Keinerlei Empathie und wohl auch Gedankenlosigkeit wenn kranken Menschen die Fähigkeit zu lieben oder zu empfinden so abgesprochen wird. Ich wünschte dieses Buch wäre nie erschienen. Scheinbare Sachkenntnis verstellt jede emotionale Anteilnahme oder zumindest eine gewisse Empathie. Gleichzeitig arbeitet das Buchmit Allgemeinplätzen und pauschalisierenden Statements.

Endlich
Das Phänomen Borderline unter einem anderen Gesichtspunkt gesehen. Mit beinhaltet alle nahmhaften Borderline-Schriften, die es zu diesem Thema gibt, wie Rhode-Dachser etc.
Ein Buch, das sich mit den tatsächlichen Begebenheiten auseinandersetzt und diese aus anderem Blickfeld beleuchtet und analysiert. Es könnte ein Meilenstein werden für die zukünftige therapeutische Arbeit.
Siehe auch:
> Borderline, Weder tot noch lebendig . . .
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