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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Februar 2012 

Das Spiel des Alchimisten


von Richard Dübell

Kategorie: Dübell, Richard
ISBN: 3404153545

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4. Fall - gewohnte Spannung
Der Ermittler in dem Roman "Der Tuchhändler" ist nun auch hier zu Gange. Erneut holt ihn die Vergangenheit ein und er muß sich seinen eigenen Leichen, die nun mal jeder im Keller hat, stellen. Dabei löst er die seltsamen Mordfälle, die ganz Augsburg ängstigen. Dübell schildert die Vorgänge mit der gewohnten Spannung. Aber auch hier, wie in allen Romanen Dübells, muß man sich erst an die moderne Sprache gewöhnen, die er ganz bewußt einsetzt. Man kann darüber geteilter Meinung sein und ich mag es nicht sonderlich, aber spannend sind seine Romane allemal.

1.Fall - Der Tuchhändler
2.Fall - Eine Messe für die Medici
3.Fall - Die schwarzen Wasser von San Marco
4.Fall - Das Spiel des Alchimisten

Mysteriöse Mordserie im mittelalterlichen Augsburg
Richard Dübell läßt diesmal seinen spätmittelalterlichen Kommissar Peter Bernward Station an seiner ehemaligen Wirkungsstätte Augsburg machen. Er hat die Rückreise mit seiner Frau Jana unterbrochen, um alleine nach seiner verschollenen Tochter zu suchen und ihr zu gestehen, dass er sich mitverantwortlich an dem Tode ihres Mannes fühlt. Dieser musste in der "Messe für die Medici" für seine Verschwörung gegen die Kaufmannsfamilie am Galgen büßen.
Dabei gerät er sogleich wieder in einen Mordfall, oder war es Teufelswerk ? Der Tote befindet sich in einem abgeschlossenen Raum, ein Täter konnte nicht entkommen. Im ausgehenden 15.Jhd. natürlich ein Grund, mysteriöse Erklärungen für den Mord zu finden.Dübell läßt Peter Bernward in seine Vergangenheit als rechte Hand des Bischofs eintauchen und stellt ihm mit der Tochter des ehemaligen Kutschers des Bischofs eine hilfreiche Unterstützung an die Seite. Es geschehen noch mehr Morde, z.B.an einem Verwalter und einem Mitglied einer einflussreichen Kaufmannsfamilie. Dazu kommt noch das Wiederaufleben der "Grubenleute", einer geheimnisvollen Sekte. Wird es Peter Bernward gelingen, die Mordreihe zu stoppen......
Dübell gelingt es auch hier, ein sehr dichtes und atmosphärisches Bild einer mittelalterlichen Stadt, seiner Gesetze und seiner Einwohner zu zeichnen.
Als begeisterter Dübell-Leser und Mittelalter-Fan war "Das Spiel des Alchimisten" für mich natürlich ein Muß, das Buch bereitet ein kurzweiliges Lesevergnügen.

ein echter Dübell - grandios!
Richard Dübell taucht unseren liebgewonnen Hobbydetektiven wieder in einen Strudel aus Machtspielchen, Gewalttätigkeit und Mord; zusätzlich würzt er diesen phantastischen mittelalterlichen Krimi mit allerlei pikanten Zutaten: unappetitliche Sequenzen einer Sektenzeremonie, Dämonenaustreibungen, bekannte Namen und Fürstenhäuser wie Fugger und Medici, eine überaus glanzvolle Epoche und allerlei menschlichem wie unmenschlichem.

Dieses Buch besticht geradezu durch eine besondere literarische Qualität: eine exzellente Dosierung des Spannungsbogens, angereichert mit allgegenwärtiger schwarzer Magie, dem alten Menschheitstraum Gold zu machen und dem ewigen Streben nach Macht.

Der Leser fühlt fast körperlich die schwären Dramen die allgegenwärtig lauern. Fundiert, bestens recherchierte historische Einzelheiten und absolut authentisch führt uns Richard Dübell durch das Augsburg der Renaissance; er entwickelt sehr präzise und glaubwürdig die Charaktere der Protagonisten, in all ihren Facetten, ihrer Zerrissenheit und ihrer menschlichen Schwächen.

Erleben Sie Spannung pur und wunderbare Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite. Tauchen Sie ein in eine faszinierende Epoche und genießen Sie einen phantastischen historischen Roman - einen echten Dübell eben!
Siehe auch:

Dübell, Richard > Das Spiel des Alchimisten
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