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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Mai 2013 

Kelwitts Stern.


von Andreas Eschbach

Kategorie: Eschbach, Andreas
ISBN: 3404232321

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Aus der Amazon.de-Redaktion
Ist Andreas Eschbach ein literarisches Chamäleon? Oder hat er schlicht keine Lust, sich beim Schreiben zu langweilen und mit jedem neuen Roman den Erwartungen der Leser zu entsprechen? Jedenfalls ist bei ihm nur eine Sache sicher: Er wird nie das gleiche Buch zweimal schreiben.

Entsprechend ist es leicht irreführend, auf das Titelbild seines neuesten Werkes "Autor des Bestsellers Das Jesus Video" zu drucken. Kelwitts Stern hat nichts gemeinsam mit jenem umfangreichen Verfolgungs-Thriller, der dem Autor Bestseller-Status beschert hat. Mit geradezu traumwandlerischer Sicherheit begeht Andreas Eschbach kommerziellen Selbstmord und veröffentlicht -- ein Jugendbuch.

Kelwitt ist ein Jombuuraner. Er wächst auf einem fernen Planeten auf, der in der Nähe des Zentrums unserer Milchstraße liegt, aber das ist eigentlich nicht weiter von Bedeutung. Wichtig ist, dass jeder neugeborene Jombuuraner einen Stern geschenkt bekommt, und Kelwitt erhält unsere Sonne. Da es in manchen jombuuranischen Kreisen für sinnvoll gehalten wird, auf Orakelfahrt zu gehen, den eigenen Stern kennen zu lernen, macht sich auch Kelwitt auf den Weg und muss auf der Schwäbischen Alb notlanden. Ausgerechnet.

Dort lernt Kelwitt nicht nur die versammelte Familie Mattek kennen, die sich -- nach anfänglicher Zurückhaltung, schließlich hat man nicht allzu oft einen Außerirdischen zu Gast -- rührend um ihn kümmert, nein, er wird auch noch von einem dezidiert schwachsinnigen ("Mein Name ist Hase, Hermann Hase") Agenten des Bundesnachrichtendienstes verfolgt. Gegen Ende stellt sich dann heraus, dass er die irdische Atmosphäre doch nicht so gut verträgt wie anfänglich gedacht und dann wird alles zu einem Wettrennen gegen die Zeit. Wird sein Mutterschiff noch rechtzeitig landen? Wird die nymphomanische Mattek-Tochter über ihn herfallen?

Es ist nicht ganz angemessen, dem Autor von Die Haarteppichknüpfer mangelnden Einfallsreichtum bei der Wahl seiner Stoffe vorzuwerfen. Die Frage sei jedoch erlaubt, ob es nötig war, "E.T." auf die Schwäbische Alb zu verlegen. Andreas Eschbach kann erzählen, keine Frage, und diese Fähigkeit lässt ihn auch bei diesem Buch nicht völlig im Stich. Aber so voraussehbar und albern hätte es trotzdem nicht werden müssen. Sehr schade. --Felix Darwin

Kurzbeschreibung
Auf dem Planeten Jombuur, in den Tiefen der Milchstraße, ist es üblich, jedem Neugeborenen einen Stern zu schenken. Später dann besucht der junge Jomburaaner seinen Stern, um ihn zu umkreisen und von ihm zu erfahren, was das Leben für ihn bereithält. Dem unbekümmerten Kelwitt wird die Erde geschenkt. Als Kelwitt bemerkt, dass die Erde bewohnt ist, wird er neugierig und beschließt zu landen. Die Schwäbische Alb gerät in Aufruhr...


Siehe auch:
Eschbach, Andreas > Kelwitts Stern.
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