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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 13. Februar 2012 

Die Indoeuropäer


von Reinhard Schmoeckel

ISBN: 3404641620

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Empfehlenswert, aber kein Buch zum schnellen Durchlesen ...
Inhalt (*****):
Der Autor bemüht sich nicht nur die Völker und deren Bewegungen im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende aufzuzeigen, sondern er gibt auch Einblicke in die Entstehung der indoeuropäischen Sprachforschung und Methoden der Archäologie.

Stil (***--):
Der Erzählstil ist flüssig und leicht lesbar. Eigentlich schon für interessierte Jugendliche geeignet (was ich nicht negativ sehe).
Etwas gewöhnungsbedürftig sind die in regelmäßigen Abständen eingeführten Erzählungen, die das Leben und Wirken in damaliger Zeit vermitteln sollen. Schon der erste Satz des Buches "Unbarmherzig brannte die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Das Gras auf den Weiden und das Getreide auf den Äckern wollte nicht wachsen,..." gibt gut den romanhaften Stil dieser Geschichten wider (Rosamunde Pilcher lässt grüßen). Ich muss aber gestehen, dass ich mir im Nachhinein viele Fakten erst durch diese Kurzgeschichten wirklich gemerkt.

Aufbau (*****):
Es liegt in der Naur der Sache, dass das Thema sehr umfangreich ist. Mancher Leser mag vielleicht bald die Übersicht über die Vielzahl der Völker und Ihre Wanderungen im Laufe der Jahrtausende verlieren. Es liegt aber (meiner Einschätzung nach)nicht am Aufbau des Buches(der ist recht gut strukturiert - da sowohl chronologisch als auch geographisch gegliedert), sondern vielleicht eher daran, dass man für dieses Buch mehr Zeit zum "verdauen" braucht, als es bei anderen Sachbüchern üblich ist.

Fazit:
Der Autor wagt sich, meiner Meinung nach, auf ein sehr spekulatives Gebiet. Er beschreibt die vielen indoeuropäischen Kulturen bis zu jenem Zeitpunkt, wo für diese die geschriebene Geschichte einsetzt. Und ohne schriftliche Dokumente ist man in vielen Fällen auf die Sprachforschung und Archäologie angewiesen. Nichtsdestotrotz vermittelt der Autor aufgrund der vielen Verweisen den Eindruck, dass er den Pfad der Wissenschaft nicht verlässt.
Er ist bemüht den Leser "an der Stange" zu halten, d.h. er versucht ein schweres Thema interessant und leicht aufzubereiten.
Nicht empfehlenswert ist das Buch für Personen, die sich schnell einmal über unsere Frühgeschichte oder Indoeuropäer informieren wollen.
Ich persönlich habe das Buch mit gutem Gewissen in meinem Bekanntenkreis weiter empfohlen.

Unsere Geschichte - unsere Wurzeln
Unser Aufbruch aus der Geschichte - nicht vom Orient her, nicht aus dem Okzident... nicht die Römer, die Griechen oder der afrikanische Kontinent, sondern das Industal in Indien, die Wiege der Inoeuropäer, oder vielmehr der Arier, welche sich mittels Einwanderung nach Europa mit den dort ansässigen Urbevölkerungen vermischten und die sagenhaften Indoeuropäer bildeten - den Anfang aller Kultur.

Der Ursprung aller Europäer wird mittels verblüffender Detail- und Quellenkenntnis nachvollzogen. Viele Teilergebnisse aus unterschiedlichen Disziplinen finden sich hier vereinigt. Ein spannender Bericht über unseren originären Ursprung der gerne allzu häufig übersehen wird. Wir sollten beginnen uns mit den echten Ursprüngen zu beschäftigen und uns nicht romantischen Träumereien unserer Vorgänger aus dem 18. Und 19. Jahrhundert abzugeben. Wir sollten doch aus der Quelle trinken und nicht das Wasser des Flusses schöpfen... Dieses Buch darf bei niemandem fehlen der, seine eigenen Ursprünge weiter beleuchten möchte!

Nicht so toll
Mit grossem Interesse habe ich dieses Werk zu lesen begonnen. Der romanhafte Stil vermittelte anfänglich ein Gefühl für das Leben des jeweiligen Volkes. Doch bald verliert man den Überblick und irgendwann hatte ich nur noch das Gefühl an der Oberfläche zu schwimmen. Die romanhaften Darstellungen wurden mehr und mehr lästig und langweilig. Und obwohl geübt in harter Lektüre, konnte ich mich dann doch nicht überwinden und das ganze zu Ende lesen. Einziger Bonuspunkt: Man wird wahrscheinlich kein anderes populärwissenschaftliches Buch über diese Thematik finden.
Siehe auch:

> Die Indoeuropäer
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