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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Oktober 2014 

Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit.


von Jean Liedloff

ISBN: 340645724X

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dieses Buch sollte Pflichtlektüre werden
einfach deshalb, weil hier die ältesten und einfachsten Bedürfnisse des Menschen aufgezeigt werden und einfach deshalb, weil unsere "moderne" Welt sich immer mehr davon entfernt. Natürlich leben wir nicht im Urwald und es ist nicht alles so umsetzbar wie beschrieben, aber ich denke wer die grundlegende Botschaft dieses Buches verstanden hat, der hat sehr viel verstanden und kann sehr viel bewegen - bei sich selbst und vor allem bei seinen Kindern.

PS: Die Krankenkassen könnten meiner Meinung nach viel Geld sparen indem sie die Schwangerschaftsgymnastik, die leider für mich und auch für die meisten Frauen die ich kenne nur ein Kaffeeklatsch mit Vorbereitung auf das "Horrorszenario" - nämlich die Geburt - war (von Gymnastik keine Spur)abschaffen und dafür dieses Buch als Vorbereitung für eine lange und verantwortungsvolle Zeit liefern.

ich habe dadurch ein schlechtes gewissen bekommen
weil ich mein kind nicht länger als 1 stunde tragen konnte - dann ist mir der rücken vor scherzen abgebrochen.
im buch wird von kindern erzählt, die nicht weinen. als meines wegen den erstwöchigen koliken kaum zu beruhigen war, habe ich mich nicht zuletzt wegen dieses buches als versagerin gefühlt. "mein kind weint - deren kinder dort nicht? ich mache was falsch..."
- dass aber die kinder in unserer zivilisation gewickelt werden müssen, weil sie leider nicht nackig herumlaufen können und deshalb beim wickeln weinen weil sie das nicht wollen,
- dass unsere kinder ein dauerndes prozedere an an- und ausziehen über sich ergehen lassen müssen, dass sie nicht wollen und deshalb weinen
- dass uns prinzipiell die kraft der natur nicht in dem ausmaß zur verfügung steht wie das bei den von liedloff beschriebenen indiandern von selbst der fall ist,
etc. - all das sind faktoren, die hier überhaupt nciht erwähnt werden.

dass ich meinem kind viel körperwärme zuteil kommen lasse ist für mich selbstverständlich. wenn es aber den ganzen tag weint (baby), jede stunde gestillt wird und den ganzen tag von mir auf händen getragen, besungen, betanzt wird und trotzdem weint, so liegt das eben nicht nur an der tragetuch-theorie, die hier nicht aufgeht.

nichtsdestotrotz ist der denkansatz sicher der richtige, den kindern größtmöglich viel an respekt, zuneigung und beührung zukommen zu lassen. aber ein schlechtes gewissen darf man dann nicht haben, weil man das, was liedloff in ihrem buch propagiert, nämlich dass nie-weinende kinder selbstverständlich sind, uneingschränkt kritiklos annimmt.

Wichtig! Interessant und informativ. Absolut Empfehlenswert.
Ich lese gerade dieses Buch. Es handelt im Grunde von unsererMenschheitsgeschichte, von der Kontinuität, mit der sich unser Leben über Generationen und Jahrtausende entwickelt.

Die Sichtweise der Autorin, in Bezug auf die bereits in der Baby- und Kindeszeit wichtigen Bedürfnisse des Menschen, sind äußerst interessant.

Erst auf Seite 65, aber doch schon so viel nachdenklicher...

Ich frage mich, warum unsere Wissenschaft (unser aller Logik und Intellekt) nicht nur in der Medizin, sondern auch im Umgang mit dem Menschen so viel kaputt macht und andersartiges (Ursprüngliches) erst wieder langsam zuläßt.

Dieses Buch, auch wenn manches schwer zu verstehen ist, kann ich nur empfehlen - es sollte jeder Mensch, dem menschsein wichtig ist, lesen.

Einige Passagen sind nicht einfach geschrieben. Vielleicht hängt dies mit der Übersetzung zusammen, so daß erst nach mehrmaligem Lesen der stark verschachtelten Sätze, diese richtig verstanden werden.
Siehe auch:

> Auf der Suche nach dem verlorenen Glück. Gegen die Zerstörung unserer Glücksfähigkeit in der frühen Kindheit.
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