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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 25. April 2014 

Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts.


von Heide Hollmer

Kategorie: Aufklärung
ISBN: 3406474519

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Neue Zürcher Zeitung

Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts

haj. Obschon das deutsche Theater und das Welttheater entscheidende Impulse durch das deutsche Drama des 18. Jahrhunderts empfangen haben, hat Letzteres noch immer nicht die Bedeutung, die ihm zukommt. Diese Lücke schliesst das von Heide Hollmer und Albert Meier herausgegebene «Dramenlexikon des 18. Jahrhunderts». In sorgfältiger Auswahl und Analyse werden die wichtigsten Stücke des deutschen Sprechtheaters jener Zeit inhaltlich zusammengefasst und in ihrer literatur- und theaterhistorischen Bedeutung interpretiert. Markante Akzente setzen die grossen Namen (in alphabetischer Anordnung): Goethe, Johann Christoph und Luise Gottsched, Kotzebue, Lessing, Schiller, Lenz, Johann Elias Schlegel, Tieck und Wieland, die in teilweise imponierender Werkfülle vertreten sind, während sich mit andern berühmten Namen oft nur einzelne Titel verbinden. Von Johann Friedrich Ernst Albrechts «Masaniello von Neapel» aus dem Jahre 1789 bis zu Johann Heinrich Daniel Zschokkes «Abällino der grosse Bandit» (1795) lassen sich immer wieder überraschende Entdeckungen machen. Es werden die Geschicke grosser historischer und mythologischer Persönlichkeiten gestaltet – neben Johann Ludwig am Bühls schweizerischem Nationalschauspiel «Wilhelm Tell» findet sich (lange vor Grillparzer) Anton von Kleins Trauerspiel «Kaiser Rudolf von Habsburg» (1787) –, werden beliebte poetische Themen (Faust, Richard der Dritte) variiert, andere wiederum parodiert. Neben Evokationen populärer Sujets spiegeln sich in manchen damaligen Stücken auch Reflexionen erlebter Zeitgeschichte. Der Band ist insofern auch eine kulturhistorische Fundgrube.

Perlentaucher.de Buchnotiz zu : Neue Zürcher Zeitung, 25.08.2001Wieder freut sich ein Rezensent über eine geschlossene Lücke. Der Band, verkündet "haj" zufrieden, trage der tatsächlichen Bedeutung des deutschen Dramas des 18. Jahrhunderts für das (Welt-)Theater Rechnung. Akzente des Lexikons erkennt er in den großen Namen (Goethe, Lenz, Wieland usw.), "die in teilweise imponierender Werkfülle vertreten sind", Überraschungen (der angenehmen Sorte, ist anzunehmen)...

Kurzbeschreibung Die Dramenlandschaft der Aufklärung ist in mancher Hinsicht weitgehend unerforscht. Von den im 18. Jahrhundert gespielten Stücken deutscher Sprache ist heute nur ein winziger Ausschnitt präsent, obwohl die Textvorlagen zugänglich sind. Das besonders reiche Bühnenleben des katholischen Südens wird von den namhaften Werken protestantischer Orientierung in den Schatten gestellt; was tatsächlich gespielt wurde, hat wenig mit dem zu tun, was im...


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