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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Mai 2013 

Luzifers Vermächtnis. Eine physikalische Schöpfungsgeschichte.


von Frank Close

Kategorie: Physik & Astronomie
ISBN: 3406486185

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Amazon.de Befindet sich das Universum eigentlich perfekt im Gleichgewicht? Um diese Frage zu beantworten, wirft der Physiker Dr. Frank Close in seinem Buch Luzifers Vermächtnis einen Blick auf die Symmetrie und die tiefer liegenden Strukturen des Universums. Materie und Antimaterie, positive und negative Ladung, sogar die kuriosen Eigenschaften von Quarks scheinen allesamt in diametrisch gegensätzlichen Paaren angeordnet zu sein (beziehungsweise in einer Dreieranordnung, wenn man Nullzustand-Eigenschaften wie neutrale Ladung hinzuzählt). Wir leben jedoch eindeutig in einer disharmonischen Welt -- Antimaterie ist nirgendwo zu finden (es sei denn, wir stellen sie selbst her), fast all unsere Proteine sind linksdrehend, und für jeden Mac gibt es zehn Windows-Rechner. Braucht das Leben diese Asymmetrie? Ist sie vielleicht sogar eine notwendige Konsequenz der Schöpfung? Diese Fragen und noch viele mehr untersucht Dr. Close gründlich, jedoch ohne zwanghaft in Details zu verfallen, und führt damit vor, dass das Leben, wie wir es kennen, ohne das eine oder andere kleine Ungleichgewicht gar nicht existieren könnte.

Die Frage darüber, ob wir mit diesem unseren Universum einfach nur Glück hatten, soll im Jahre 2005 beantwortet werden, wenn die Organisation CERN (Conseil Européen pour la Recherche Nucléaire), für die Close arbeitet, die Theorien testen wird, die sich mit dem Urknall befassen. Der Autor versteht es, die komplizierte Teilchenphysik mit Begriffen zu erklären, die der Laie sofort begreift und letztlich sogar lieben lernt. Seine poetische Sensibilität, die das Buch durchdringt und ihm seinen Titel gab (von der Luzifer-Statue in den Tuilerien in Paris) spiegeln die menschlichen und kosmischen Geheimnisse wider, die sowohl der Natur der Physik als auch der Arbeit der Physiker innewohnen. Eine Spur Mathematik und Geometrie wurde zwar hier und da eingestreut, aber nicht so viel, dass es den Leser abschrecken würde. Im Gegenteil -- die stichhaltigen Erklärungen und Illustrationen könnten dem Autor sogar einige neue Freunde der wahren Wissenschaft gewinnen. In der abschließenden Analyse trägt Luzifers Vermächtnis eine Spur Ironie in sich: Es ist eine derart ausgezeichnete Lektüre, dass man sich dabei entdeckt, wie man (vergeblich) nach Schwachpunkten sucht. --Rob Lightner

Harald Lesch, Süddeutsche Zeitung, 6./7. April 2002 "Dieses kleine Buch ist ein ganz Großes. Frank Close, theoretischer Physiker vom Rutherford Appleton Laboratory in Großbritannien, liefert ein wunderbares Beispiel, wie man sehr komplizierte naturwissenschaftliche Fragen, die zunächst scheinbar nichts, aber auch gar nichts mit uns Lesern zu tun haben, so klar und verständlich machen kann, dass man am Ende baff erstaunt das Buch weglegt und fast ein wenig traurig darüber ist, dass es schon zu Ende ist."

spe, Neue Zürcher Zeitung, 30. April 2002 "Close verschweigt nicht, dass die Quelle von Asymmetrie und Struktur in der Welt bis heute nicht gänzlich verstanden ist. Vielmehr packt er die Gelegenheit beim Schopf, den Leser anhand eines populären Themas an die aktuelle Forschung auf dem Gebiet der Elementarteilchenphysik heranzuführen. Das gelingt ihm auf beispielhafte Art und Weise."


Siehe auch:
Physik & Astronomie > Luzifers Vermächtnis. Eine physikalische Schöpfungsgeschichte.
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