Staatsrecht I
Unverzichtbar! Hartmut Maurers Lehrbuch zum Staatsorganisatonsrecht ist genauso gut wie umfangreich. Mit seinen 900 Seiten wirkt der Wälzer eher abstoßend auf Studenten, dennoch sollte man sich ob seines Umfanges nicht abschrecken lassen. Denn das Buch ist übersichtlich aufgebaut und sehr gut lesbar. Meines Erachtens kann kein anderer Autor so anschaulich und verständlich auf die wichtigen Hintergründe und Probleme des Staatsorganisationsrechts aufmerksam machen. Fazit: Für Studenten konkurrenzlos und unverzichtbar!
Der "Roxin" des Staatsrechts Betonen möchte ich noch einmal, daß man sich vom Umfang des Werkes wirklich nicht abschrecken lassen sollte. Aus zwei Gründen: erstens liest es sich aufgrund des eingängigen Schreibstils von Prof. Maurer, der an Klarheit und Prägnanz kaum zu übertreffen sein dürfte, sehr flüssig; man kommt schneller voran als gedacht. Und zweitens ist ein Buch dieses Umfangs ohnehin zur Vorbereitung auf staatsorganisationsrechtliche Klausuren (allerdings in Kombination mit einem zweiten, mehr fallbezogenen Lehrbuch, etwa das von Reinhard Hendler) und zur Bearbeitung von Hausarbeiten notwendig. So hat es mir gute Dienste geleistet.Hinzu kommt noch, daß sich Maurers Staatsrecht meines Erachtens auch für politisch interessierte Nichtjuristen eignet; es ist fast ein Buch zum "Schmökern" - wann gibt es das schon im Staatsrecht?! Kurzum: ein rundum gelungenes Werk, das die Konkurrenz auf dem staatsrechtlichen Sektor nicht zu scheuen braucht und noch viele Auflagen erleben möge.
Maurer - die beste Wahl Studienanfänger, die eine Begleitung zur Staatsorganisationsrechtvorlesung suchen, stehen in der Regel vor drei Alternativen: Degenhart, Ipsen oder Maurer. Auch wenn die Entscheidung maginal sein mag, so zeichnet sich mit Maurers Werk das umfassenste und didaktisch beste ab. Der Professor für Öffentliches Recht aus Konstanz geht auf nahezu alle Aspekte von Staatlichkeit ein und entspricht deshalb einem vorzüglichen Nachschlagewerk. Insbesondere prägnante, geschichtliche Einführungen erläutern den Stoff. Fallorientiert Lernende würde ich allerdings Degenhards Lehrbuch empfehlen, sofern man mit dem, für den C.F. Müller-Verlag typisch überladenen, Layout klar kommt. Ipsens leichter Vorteil ist seine Übersichtlichkeit in Form von Grafiken und Diagrammen, die dennoch die radikale Kompression des behandelten Stoffes nicht wettmachen können. Siehe auch: |