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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 19. Mai 2013 

Der Wohlstand der Nationen. Eine Untersuchung seiner Natur und seiner Ursachen.


von Adam Smith

Kategorie: Volkswirtschaftslehre
ISBN: 342330149X

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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:

Ab Seite 100 langweilig, muss man aber mal gelesen haben!, 26. August 2001 Rezensentin/Rezensent: Thorsten Becker (Management Angels GmbH) aus Hamburg Das Werk ist bekannt und vielzitiert. Wir kennen alle die "unsichtbare Hand", die die Marktteilnehmer automatisch zum Wohle aller arbeiten lässt. Wir zitieren bzw. sehen zitiert die Vorzüge eines regelnden, aber eben sehr passiv auftretenden Staates. Wenige haben das ca. 800 Seiten lange Werk auch wirklich gelesen [es wird mit der Zeit auch wirklich etwas langweilig]. Doch die Lektüre hätte teilweise gelohnt. Am Anfang beschreibt Smith wie niemand vor oder nach ihm die Bedeutung und die Vorzüge der Arbeitsteilung für die ökonomische Entwicklung einer Nation. Seine ersten Seiten schmücken das Beispiel der Nagelherstellung, die durch die Arbeitsteilung innerhalb eines industriellen Prozesses um ein Vielfaches schneller vonstatten geht. Interessant wird es dann aber später. Wie auch Karl Marx hegte Smith ein tiefes Misstrauen gegen die routinegeprägte Zeit. Er empfand die technologiegeprägte Arbeitsteilung als Fluch des Fortschrittes! Denn "mit fortschreitender Arbeitsteilung wird die Tätigkeit der überwiegenden Mehrheit derjenigen, die von ihrer Arbeit leben, ... nach und nach auf einige wenige Arbeitsgänge eingeengt, ... Jemand, der tagtäglich nur wenige einfache Handgriffe ausführt, ... verlernt seinen Verstand zu gebrauchen, und wird stumpfsinnig und einfältig..., wie ein menschliches Wesen nur eben werden kann."

Smith sah vor gut 200 Jahren also einen Konflikt, der in der heutigen politischen Diskussion wieder aktuell ist. Die Frage der Flexibilisierung der Arbeitswelt. Der Frage, in wieweit Sicherheit der wichtigste Wert ist, dem die Arbeitsgesellschaft genüge tragen muss. Wir sehen dies wie Smith. Stetig gleiche Arbeit macht krank. Menschliche kreative Potentiale werden nur ungenügend genutzt. Der flexible, projektorientiert arbeitende Manager ist hier ein schöner Ausweg. Während bei Smith die Rückkehr bei der Nagelproduktion in flexiblere Strukturen einen deutlichen Produktivitätsrückgang bedeutet hätte, haben wir heute im postindustriellen Zeitalter wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte die Möglichkeit, ein "menschliches Arbeiten" in Abwechslung mit maximaler Produktivität zu verbinden." War diese Rezension für Sie hilfreich?  


Siehe auch:


die basis.
ein nicht hoch genug einzuschaetzendes werk ueber die marktwirtschaft, ihrer ursachen und der auswirkungen. keiner sollte sich mit wirtschaft auseinandersetzen, ohne dies meisterstueck gelesen zu haben.
jochen wiebe
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