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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 23. Mai 2013 

Die Entdeckung des Chaos


von John Briggs

Kategorie: Astronomie
ISBN: 3423330473

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Größtenteils empfehlenswert
Selten hat mich ein Buch in letzter Zeit so zum Nachdenken angeregt wie dieses. So gesehen haben die Autoren vermutlich Recht, wenn sie die (potentielle) Bedeutung der Chaostheorie gleichsetzen mit den beiden großen Theorien des 20. Jahrhunderts, der Relativitätstheorie und der Quantentheorie.
Leider kommt manchmal zu klar zum Ausdruck, dass die Autoren selbst Verfechter dieser Theorie sind und so leidet an einigen Stellen, besonders im dritten Abschnitt, meiner Ansicht nach die Objektivität ein wenig. Überhaupt ist aus meiner Sicht der dritte Abschnitt der schwächste, verliert er sich doch ziemlich stark in Spekulationen.
Die beiden anderen Abschnitte sind jedoch hervorragend und bieten eine Fülle von vielen Erkenntnissen, die man so oft noch nicht gesehen hatte. Auch die gelegentlich geringe Tiefe bestimmter mathematischer Aspekte kann eher als Anregung gesehen werden, sich tiefer in die Materie einzuarbeiten, zumal die Literaturliste sehr ausführlich ist.
Alles in allem ist dieses Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

Größtenteils gelungenes Buch
Die Autoren verstehen es m.E. sehr gut den Neuling auf erzählerische Art und Weise in die Chaos-Theorie bzw. deren Teilgebiete einzuführen und zum Nachdenken anzuregen. Die Beispiele sind vielfältig und leicht verständlich beschrieben, der Text fast immer flüssig lesbar.Der Aufbau des Buches (Ordnung-Chaos; Chaos-Ordnung) verwirrt nur beim ersten Durchblättern und dient dem Verständnis des Inhalts. Auf eine detaillierte Darstellung von physik., math., chem.,... Hintergrund wird fast gänzlich verzichtet, was aber gerade für den "Anfänger" o.k. ist. Schwächen sind v.a. gegen Ende des Buches erkennbar, wo ein wenig zuviel zwischen Phänomenen bzw. Wissenschaflern und deren Forschungsgebieten ohne allzu überzeugenden Zusammenhang und Erläuterungen hin und her gesprungen wird. Je nach Geschmack wirkt sich dies mehr oder weniger störend aus, vielleicht regt es aber auch zur Vertiefung an, da die von den Autoren nur oberflächlich beschriebenen Bereiche sicherlich bei einer genauen Erklärung den Rahmen des Buches sprengen würden. Insgesamt ein meiner Meinung nach äußerst gelungenes Buch zur Einführung in die Thematik.

Verwirrende Reise mit viel Chaos
John Briggs und F. David Peat versuchen in ihrer Reise durch die Chaos-Theorie dem normalen Leser die komplexen Verhältnisse und Strukturen des Chaos nahe zu bringen. Sie betonen dabei, dies alles ohne mathematische Formeln und Sätze für jedermann verständlich machen zu wollen. Leider ist dieser Versuch gründlich misslungen. Ab der Mitte des Buches werden Diagramme und Zeichnungen ohne Beschriftungen der Bezugsachsen gezeigt. Die Autoren erzählen uns von den wunderbaren Figuren eines Hénon- und Lorenz-Attraktors, jedoch ohne Bezug auf deren Entstehung. Für den unbedarften Leser bilden diese Darstellungen lediglich eine schöne Figur ohne Sinngebung. Dies zieht sich auch im letzten Abschnitt des Buches weiter. Die beiden Wissenschaftler erklären kurz die Entstehung von Solitonswellen und befinden sich 11 Seiten weiter bereits bei „Solitonentunnel" und „Vakuum-Blasen-Instanton". Ohne Kenntnisse in der Quantenphysik sind diese Kapitel schwer verständlich. Dass das Werk eine nachvollziehbare Veranschaulichung dieser Thematik, wie am Anfang des Buches zu lesen ist, bietet, kann ich nicht sagen. Eher wirkt das Buch aufgrund der zu schnellen und ungenauen Abhandlung der Themen etwas verwirrend. In diesem Sinne passt der Buchtitel.
Siehe auch:
Astronomie > Die Entdeckung des Chaos
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