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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDienstag, 21. Mai 2013 

Manche Prinzen sind Engel. Das schwule Lesebuch.


von Rolf G. Klaiber

Kategorie: Schwul
ISBN: 3426621762

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Aus der Amazon.de-Redaktion
Der Untertitel Das schwule Lesebuch verspricht Großartiges. Schon die Covergestaltung von Manche Prinzen sind Engel ist ansprechend und für ein Taschenbuch mit über 400 Seiten ist der Preis, im Vergleich zu anderen Verlagen sogar günstig. Die Herausgeber sind Münchner Buchhändler und Experten auf dem Gebiet der schwulen Literatur. Sechs Texte sind Originalbeiträge: Michael Sollorz, Frank Goyke, Marcus Luft, Christine Wunnicke, Ralf König mit seiner zweiten Prosaveröffentlichung und der Amerikaner Lawrence Schimel sind hier zu nennen.

Bekannte und unbekannte Autoren tummeln sich auch in den bereits veröffentlichten Kurzgeschichten oder Textauszügen, die kein repräsentativer Querschnitt schwuler Literatur darstellen sollen, sondern eine subjektive Auswahl, die die Herausgeber persönlich für gut und wichtig halten. Da gibt es die Geschichte des Exilkubaners Reinaldo Arenas, der nach Havanna zurück in den Wahnsinn reist. Baby Neumann, der zwischen Literatur auch Sex findet. Pulitzer-Preisträger Michael Chabon mit Zeitsprüngen. E. M. Forster aber mal auf dem Weg zum Obelisken und zur Landzunge, Martin Frank mit einem ungewöhnlichen Dienstbotenverhältnis, Peter Hofmann mit dem Röcheln der Kaffeemaschine am Morgen danach, Edmund White, Christopher Isherwood und noch viele mehr. Die Neuübersetzung von Aldo Busi darf in dieser Aufzählung aber keinesfalls fehlen und auch nicht die Geschichte, in der das literarische Ich Allan Gurganus' mit 30 Dildos und noch mehr zu kämpfen hat!

Die meisten Texte des literarischen Streifzugs entstammen Veröffentlichungen der letzten zehn Jahre. Alle Texte zeichnen sich durch ihre hohe Erzählkunst der sehr unterschiedlichen Autoren aus. Die verschiedenen Tonalitäten der einzelnen Texte werden durch das Einstreuen von Gedichten Detlev Meyers, Cartoons und Zitaten geschickt neutralisiert. Eine Textsammlung, die den Anspruch erfüllt, ein schwules Lesebuch zu sein. Ein Buch, das für den Sommer 2002 den Untertitel Das schwule Lesebuch verdient tragen darf, dann aber doch wohl hoffentlich durch weitere ergänzt werden wird?! --Mathias Mahler

Kurzbeschreibung
„Es kam mir vor, als verfüge ich nicht über den Wortschatz, seinen Körper zu beschreiben, als seien Worte wie Schenkel, Brust, Nabel, Brustwarze erotisch-weiblich und ließen sich hier nicht anwenden…“

Autoren wie E.M. Forster, Hubert Fichte, Edmund White, Ralf König, Detlef Meyer, Allan Gurganus, Christopher Isherwood und viele andere lade ein zu einem Streifzug durch die schwule Literatur – verliebte, humorvolle, erotische und melancholische...


Siehe auch:
Schwul > Manche Prinzen sind Engel. Das schwule Lesebuch.
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