Der grosse Konz 2004
Damit wir wissen was die Leute so tricksen Im Finanzamt sind wir auch nicht auf den Kopf gefallen. Viele machen Ihre Erklärung korrekt, manche versuchen aber zu tricksen und meistens mit dem Konz. Ist schon gut zu wissen was als Grundlage genommen wurde.
Ein Ja dem Fachlichen, ein klares Nein dem Weltbild Es gibt echt viele Programme für die Steuererklärung, und viele Bücher, und wenn man ehrlich ist braucht man man auch immer mehrere Perspektiven. Ein Buch oder eine Software reicht nicht, dafür ist die Materie viel zu kompliziert. Dieses Buch erklärt die Gesetzeslage verständlich und doch banalisiert es sie nicht. Franz Konz, der Autore des Buches, war Steuerinspektor, Steuerberater und Revisor bei Wirtschaftsprüfunggesellschaften und Verbänden. Er ist ein Praktiker; er kennt die Internas und kann Steuergesetze richtig auslegen. Dafür gibt es bei mir Punkte. Was mich allerdings maßlos stört ist der Chauvinismus, den man in diesem Buch viel zu oft trifft. Das stört sogar mich als Mann, geschweige denn eine Frau. Sobald ich ein vergleichbares Buch finde, werden ich mit meinen Euros stimmen und den Herrn konz dafür bestrafen. Im Moment ist seines aber leider das meist fundierte Werk zum Thema Steuererklärung, das ich fand.
Bringt frische Ideen in die Steuererklärung Es gibt sicherlich unzählige Programme zum Erfassen der Steuererklärung, die einem schon eine ganze Menge weiterhelfen, aber manchmal ist man mit dem Ergebnis noch nicht ganz zufrieden. Man "quält" sich vielleicht noch mit dem Gedanken, ob man nicht doch noch mehr aus der Steuererklärung rausholen kann. Aus diesem Grund habe ich mir den "Grossen Konz 2004 geholt". Den "Grossen Konz" gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Der Verfasser des Buches, Franz Konz, war Steuerinspektor, Steuerberater und Revisor bei Wirtschaftsprüfunggesellschaften und Verbänden und kennt sich somit in Steuerfragen bestens aus. Ich habe von dem Buch keine Wunder erwartet, sondern eher ein gut fundiertes Werk mit vielen Beispielen erwartet, die einem zu einer Steuerersparnis verhelfen können. Es gibt Antworten auf Fragen, wie: Kann ich z.B. meinen neugekauften PC als Arbeitsmittel absetzen oder geht ein Laptop eher für so etwas durch? Ab wann kann ich sagen, dass ich ein Arbeitszimmer habe? Was sind aussergewöhnliche Belastungen und wie kann ich diese nachweisen? Beim Durchlesen des 1072 Seiten starken Buches kam mir immer öfter der Gedanke "Aha, das kann man auch ansetzen? Das ist ja interessant". Das Buch durchleuchtet den Steuerdschungel und gibt wirklich interessante Tipps. Ich habe jetzt schon neue Ideen für meine 2004 Steuererklärung :-) Ein bischen zu weit ausgeholt finde ich Franz Konz Ausschweifungen in die Urmedizin (zu dem er auch noch ein Buch geschrieben hat, auf das er auf Seite 483 verweist). Natürlich kann ich verstehen, dass jemand, der dem Krebs und somit dem Tod von der Schippe gesprungen ist, seine Thesen gerne verbreiten will, aber ich finde die Ausführungen in diesem Buch fehl am Platz. Auch stört es mich als Frau manchmal, dass Hr. Konz sehr häufig von der Konstellation der Ein-Verdiener-Familie (Verdiener sind hierbei die Männer) ausgeht und die Männer somit direkt anspricht (z.B. "Aufpassen, wenn du deine Frau auf Reisen nimmst!" oder "Setze deine Freundin als Haushaltshilfe ab"). Schliesslich werden seine Bücher auch von gut verdienenden Frauen gelesen :-). Da das Buch davon abgesehen aber so viele Kniffe und Tricks vermittelt, wie man dem Finanzamt ein Schnäppchen schlagen kann, kann man über diese Dinge locker hinweg schauen. Mein Tipp daher: Kaufen!!! Siehe auch: |