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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 28. November 2014 

Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes


von John Maynard Keynes

Kategorie: Geldanlage & Vermögensaufbau
ISBN: 342807985X

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Der Ökonomie-Klassiker des 20. Jahrhunderts
War John Maynard Keynes ein Revoluzzer? Die Antwort muss lauten: Ja, und ob! Er hat zwar keine Regierungen gestürzt, wohl aber am Thron der nationalökonomischen Klassiker gerüttelt wie kein anderer - und zumindest zeitweise schien er sie vollkommen vertrieben zu haben. Wie es sich für einen echten Revolutionär gehört, ging das nicht ohne die eine oder andere Ernüchterung vonstatten: Der jahrhundertelange Glaube an die "unsichtbare Hand" des Marktes, jene von Adam Smith beschworene nebulöse Kraft, die Angebot und Nachfrage ins Gleichgewicht bringen sollte, hackte Keynes in seiner ersten Amtshandlung als wirtschaftstheoretischer Revolutionär erst einmal ab. Angesichts der Weltwirtschaftskrise 1929 konnte er weit und breit kein Gleichgewicht mit Vollbeschäftigung erkennen. Gab es am Ende gar keines? In seinem Hauptwerk, der "Allgemeinen Theorie", führte er dann den Dolchstoß ins Herz der klassischen Ökonomen: Der Markt versagt, es gibt ein Unterbeschäftigungsgleichgewicht, und nicht die Löhne, sondern die Investitionen, nicht das Angebot, sondern die Nachfrage sind die Bestimmungsfaktoren der Wirtschaft. Keynes' Idee des "deficit spending", der Nachfrageunterstützung durch den Staat unter Inkaufnahme von Verschuldung läutete eine neue Ära der Wirtschaftspolitik ein. Auch wenn sich gegen Keynes' Theorie später die Konterrevolution der Neoliberalen erhob: Seine Bedeutung ist auch heute noch überragend, und dann und wann meint man das Kratzen des Sägeblatts am Thron der Neoliberalen schon wieder zu hören ...

A Must-Have for Economists!
Die General Theory, ist für jeden der sich mit Volkswirtschaft, ob im Studium oder aus puren Interesse befasst ein obligatorischer Band in der Bibliothek. Keynes' Stil ist bestens lesbar, prezise und sehr flüssig geschrieben. Sehr positiv zu bewerten sind seine Vergleiche zur klassischen Nationalökonomie. Dies setzt jedoch eine umfassende Kenntniss der "Market-Clearing Theory" der "Klassiker" voraus. Seine General Theory kann in einem Zug studiert werden, oder abschnittweise zur Referenz dienen. Mit einer Ausgabe zuhande ist dekundäre Literatur nicht mehr notwendig. Aus persönlicher Erfahrung empfehle ich die englische Version, da die deutsche Übersetzung nicht diese Schärfe besitzt.

DER nationalökonomische Klassiker: Muß für Volkswirte
John Maynard Keynes ist der berühmteste Volkswirt des Jahrhunderts, und mit diesem Buch begründete er diesen Ruhm. Denn es ist der Ausgangspunkt für eine der einflußreichsten Denkrichtung in der Volkswirtschaftslehre: der Keynesianismus. Keynes legte in diesem Buch als erster schlüssig dar, warum der Eingriff des Staates sinnvoll und nötig sein kann, um Arbeitslosigkeit zu bekämpfen. Allerdings tat Keynes nicht unbedingt in einer verständlichen Weise. Das heißt nicht, daß das Buch generell unverständlich wäre, im Gegenteil. Keynes war ein glänzender Schrifsteller mit außerordentlichen Gaben. Viele Passagen in dem Buch lesen sich flüssig und leicht und sind durch polemischen Scharfsinn gekennzeichnet. Doch wo es um die Darstellung der Theorie als solche geht, erscheint die Argumentation ein wenig verheddert und unausgereift - zumindest aus Sicht der Keynes-Schule der "neoklassischen Synthese". Dem steht die Meinung gegenüber, daß die neue Argumentationweise, die Keynes entwickelte, eben nicht in ein einfaches, lineares Modell übersetzt werden kann. Daraus folgt: Jeder Leser muß sich seine eigene Meinung bilden. Zumindest für Volkswirte gilt: Dieses Buch muß man gelesen haben. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Siehe auch:
Geldanlage & Vermögensaufbau > Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes
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