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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Oktober 2014 

Die Tochter des Bischofs


von Richard Dübell

Kategorie: Dübell, Richard
ISBN: 343103084X

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Aquitanien, um 1200; Ehrgeiz, Rängespiele und Bigotterie
Diesmal schickt Richard Dübell nicht seinen "Stammhelden" Peter Bernward auf Recherche; um Mord, Intrigen und Liebe im Mittelalter geht es hier jedoch auch.
Der Troubadour Raymond, genannt "Le railleur", der Spötter gerät in Existenzängste, als die Furcht vor Hunger und Krieg über Aquitanien schwebt. Die Beschäftigungsmöglichkeiten für Sänger und Geschichtenerzähler schwinden immer mehr und Raymond begibt sich in den Dienst des Bischofs von Poitiers, um ein Empfehlungsschreiben zu erhalten. Dafür muß er Firmin, den verschwundenen Asistenten des Bischofs, suchen. Kurz darauf tritt er auch noch in den Dienst Roberts von Ambitien, der ein Fest ausrichten will. Dabei lernt er dessen Frau Suzanne kennen, die ihn in Zwiespalt zwischen Gefühl und Dienstverpflichtung bringt.
Die Suche nach Firmin lässt Raymond immer wieder über Leichen stolpern, so dass er selbt in Tatverdacht gerät. Er hingegen verdächtigt Firmin der Taten.Inzwischen entwickelt sich die Zuneigung zu Suzanne immer mehr, auch der Ehemann scheint nichts einzuwenden. Der Grund liegt in Roberts Karriereplänen, die eine neue Ehefrau zum Inhalt haben. In den Ambitionen Roberts, die Ehe scheiden zu lassen und denen Suzannes, dagegenzu steuern, werden mehrere Aussenstehende miteinbezogen und finden zum großen Teil den Tod. Am Ende wird klar, dass es nur um ein Druckmittel und dessen Nutzung gegenüber dem Bischof geht. Dieses Geheimnis scheint der Bischof jedoch wahren zu wollen.....
Raymond muß sich immer wieder zwischen Vernunft und seinem Gewissen entscheiden, so dass er sich oft selbst im Wege steht.
Richard Dübell bewegt sich gewohnt sicher auf seinem Terrain der Kriminalistik im Mittelalter. Der Titel ist etwas irreführend und klärt sich erst auf den letzten Seiten auf, die Suche Raymond gestaltet sicher mitunter etwas langwierig und richtig spannend wird es erst wieder im Schlussteil.
Insgesamt aber ein Buch, das man getrost in die Hand nehmen kann und gut unterhalten wird.
Siehe auch:
Dübell, Richard > Die Tochter des Bischofs
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