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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Mai 2013 

Die Seele des Mörders


von John Douglas

ISBN: 3442129605

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Ein Spiegel-Sachbuch mit hoch interessanter Geschichte.
"Die Seele des Mörders" ist ein besonders spannendes Spiegel-Buch. Es ist auch wenn sich der Titel so anhört kein Krimi sondern ein äußerst interessantes Sachbuch. Auch, wenn wir schon alle aus dem Film "Das schweigen der Lämmer" wissen, wie ein sogenannter Profiler arbeitet, ist dieses Buch keines Wegs nur ein langweiliger Bericht eines profilneurotischen FBI-Agenten. Im Gegenteil, denn schließlich beschreibt und erzählt John Douglas nicht einfach nur seinem Beruf, den er ja so zu sagen auch selbst erfunden hat, sondern auch von Menschen, die in ihrer Psyche so krank sind, daß kein "normaler" Mensch sie verstehen kann. Wie wird ein man zum Serienmörder und warum können Serientäter nicht mit ihren Verbrechen aufhören. Warum gibt es fast immer ein Muster, warum sind fast alle Serienkiller männlich oder wie kann ein Kriminalpsychologe sogar die Hautfarbe des Täters voraussagen. Fragen, deren Beantwortung so fesselnd und spannend ist, wie zumeist die persönliche Geschichte der Verbrecher selbst. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

Drei Wälzer
Die Seele des Mörders, Jäger in der Finsternis, Anatomie des Mörders

Drei Bücher, alle um die 500 Seiten dick, alle drehen sich vorgeblich um das Thema Seriengewalttäter und profiling. Wie nicht anders zu erwarten entsprechen die Bücher den Anforderungen des amerikanischen Massenmarktes: da wird viel über den Autor selbst geschrieben, was er für ein Typ ist, wie seine Kollegen so drauf sind, dass er seine Familie über alles liebt, etc. Das lässt sich leicht und nebenbei lesen, überfordert den Leser nie, andererseits könnte man die Bücher ohne Verlust um die Hälfte kürzen und dem Leser so eine Menge Zeit sparen.

Insgesamt sind mir alle drei Bücher zu platt, und sie halten auch nie richtig was sie versprechen: zwar gibt es jede Menge Horrorgeschichten “from the FBI files”, aber nie wird richtig erklärt was Gewalttäter bewegt, oder wie profiling eigentlich funktioniert. Dafür plädiert der Autor ad nauseam für die Todesstrafe, stellt amateurhafte Theorien zum Wesen des Verbrechers auf, gibt ebenso banale Ratschläge wie man seine Kinder vor Sexualverbrechern schützen kann (man soll ihnen beibringen, ganz natürlich über ihre Genitalien zu sprechen) oder dröselt ein Gewaltverbrechen auf besonders rührselige Weise auf: das Opfer ist natürlich eine Frau, weiss, wunderhübsch, jung, talentiert, hat eine grossartige Karriere vor sich, und ist noch dazu Soldatin, also insgesamt besonders wertvoll. Man fragt sich unwillkürlich, ob beispielsweise eine ermordete Prostituierte nicht ebenso unser Mitgefühl verdient hätte.

Fazit: wer einen Gruselwälzer für den Strand oder langweilige Bahnfahrten sucht ist mit den Büchern gut bedient.

Schwaches Buch
Angelockt" von den Leserrezensionen und dem Buch „Hannibal" habe ich dieses Buch gekauft. Das Lesen fällt ungleich schwerer, da der Autor zu oft von FBI-Internas spricht, die man als Leser nicht nachvollziehen kann. Es interessiert mich nicht, in welcher Position welche Beamten arbeiten., wie sie heißen und wie Ihr weiterer Lebensweg verläuft. Das für mich eigentliche Thema „Profiler" wird zwar bearbeitet aber nicht hinreichend erklärt. Beispiel: Die Wagenfarbe des Täterfahrzeugs nur aus Tatortbilder zu ermitteln mag ja noch möglich sein; aber dann sollte auch eine genauere Erklärung stattfinden. Alles in allem: Man muß sich ein wenig durch das Buch „kämpfen". Man wird das Gefühl nicht los, daß der Autor ein wenig die „Profiler-Welle" abreitet. Ohne seine Qualifikation als Profiler zu bezweifeln, die Fähigkeit seine Arbeit fesselnd zu Papier zu bringen spreche ich Ihm ab.
Siehe auch:

> Die Seele des Mörders
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