Der Thron der Sieben Königreiche
 | von George R. R. Martin
ISBN: 3442249236 | Achtung! Seien Sie gewarnt! Lesen Sie diese Rezension nur, wenn Sie die beiden ersten Bände der Serie (Die Herren von Winterfell, Das Erbe von Winterfell) bereits kennen. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Eddard Stark, der Herrscher über den Norden des Reiches, ist tot. Sein Sohn Robb muss bereits im Alter von fünfzehn Jahren die Verantwortung für Winterfell und die zugehörigen Lehen übernehmen. Robbs Schwestern Sansa und Arya sehen ebenfalls einem ungewissen Schicksal entgegen: Sansa kauert im Schatten des wahnsinnigen Thronfolgers in King's Landing und muss täglich um ihr Leben bangen. Arya ist es gelungen, aus der Hauptstadt zu fliehen, doch es ist ungewiss, ob sie jemals nach Winterfell zurückkehren wird. Auf dem Thron der Sieben Königreiche sitzt der dreizehnjährige Joffrey Baratheon, der bösartige und unberechenbare Sohn von Robert I. Selbst Königin Cersei, seine Mutter und die eigentliche Regentin, kann ihn kaum noch im Zaum halten. Überall herrscht Bürgerkrieg. Die Fürsten bekennen sich zwar der Form halber zu den verschiedenen Königshäusern, doch jeder verfolgt seine eigenen Ziele. Selten ist die Fortsetzung einer Fantasy-Serie mit solcher Leidenschaft erwartet worden. Und Martin enttäuscht seine Leser nicht -- im Gegenteil! Nach einem furiosen Auftakt in den ersten beiden Bänden der Serie geht er jetzt richtig zur Sache. Die Vielfalt seiner Charaktere und die Souveränität, mit der er zwischen ihren unterschiedlichen Blickwinkeln wechselt, zeigen ihn auf der Höhe seiner Erzählkunst. Er entwirft einerseits ein großes, fantastisches Gemälde einer abenteuerlichen Welt. Andererseits führt er seine Leser so nahe an seine Figuren heran, dass diese Welt für die Dauer des Lesens zu unserer eigenen wird. Fantasy-Romane von vergleichbarer Qualität sind rar. Robin Hobb mit ihren "Weitseher"-Serie (Band 1: Der Adept des Assassinen) oder "Das Schwert der Schatten" von J.V. Jones (Band 1: Das dunkle Herz der Nacht) können da vielleicht noch mithalten. Aber seien wir ehrlich: "Das Lied von Eis & Feuer" ist die beeindruckendste Fantasy-Serie um die Jahrtausendwende. --Felix Darwin
Mittelalter goes Fantasy Gut gemacht, Mister Martin! Keine Lust, Mittelalterrecherche zu betreiben, das ganze Fanatsy genannt und einen super Flesh-and-bone-Historiewälzer geschrieben. Hat nichts mit Tolkien oder Leguin zu tun, was Sie da schreiben, vielmehr quillt das Blut wie gehabt aus allen Ecken, wird wie gehabt heftig intrigiert und überhaupt will Jeder Jedem nur Böses. Let's play the Intrigenspiel, und das meisterhaft. Besser und routinierter als z.B. Crichton mit seinem unsäglichen Mittelalterepos 'Timelife' oder ähnliche Versuche. Schlecht gemacht, Mister Martin! Nämlich die Verbindung mit Ihrem Geschäftspartner Goldmann-Verlag. Der stückelt jedes Buch, verkauft es in viel zu langen Erscheinungsabständen in zwei Teilen und kassiert so für ein extrem lieblos übersetztes und gestaltetes Taschenbuch 44 Mark!!! Ein Preis, für den man auch ein schönes Hardcover mit Lesebändchen etc. präsentieren kann. Das nennt man verbraucherunfreundlich und irgendwann fällt das eben auch auf den Autor zurück. Dann kaufen die Leser keine Fantasybücher mehr von Goldmann (die das selbe Spielchen offensichtlich auch mit anderen großen Autoren treiben, bäääh!)und Sie, Mister Martin, müssen sich einen anderen Verlag suchen, wie z.B. Klett-Cotta, die Ihren Kollegen Tad Williams vorzüglich und vorzeigbar einer süchtigen Leserschaft verkaufen. Für diese Abzocke gibt's leider ein Sternchen Abzug!
Mit jedem Band besser Wie der Autor selbst sagt, steckt hier der Teufel im Detail! Dem kann ich nur zustimmen! Im Laufe der Geschichte wird man mit vielen Namen, Orten und Königshäusern konfrontiert, was dem Buch eine fantasy-typische Umwelt verleiht - eine Welt die lebt! Grund dafür sind hauptsächlich die vielen Personen, die von Kapitel zu Kapitel genaustens vorgestellt werden. Man lebt fast mit ihnen, lernt sie kennen und lieben oder hasst sie für das was sie tun oder lassen! Alle Personen oder Handlungen sind perfekt miteinander verkettet, auch wenn es auf den ersten oder zweiten Blick nicht so scheint! Die Geschichte ist überaus lebendig aber auch unberechenbar und so bekommt man fast nie das Gefühl zu wissen was als nächstes passiert! Jede Person mit ihrer individuellen Sichtweise spielt mit ihrem Handeln eine große Rolle im Gesamtgefüge und doch hat sie auch eine eigene faszinierende Geschichte! Durch geschicktes Wechseln der einzelnen Handlungsfelder wächst die Spannung immens an und erreicht neue noch nie dagewesene Grenzen! Nie laß ich ein Buch (damit meine ich alle Bände) mit soviel Begeisterung, Lesedrang und Emotionen wie dieses. Fast schon sehnsüchtig warte ich auf weitere Bände dieses Meisterwerks. Und glauben sie mir, Sie werden es auch :)
Ein Buch, das man nicht mehr aus der Hand legen kann Eine epische Geschichte, die alles hat, was gute Fantasy braucht: Romantik, Hof-Intrigen, Verrat, Krieg. Aber sie hat noch viel mehr. Martin erschafft Charaktere, die nicht mehr loslassen. Die sich einen direkten Zugang zur Seele verschaffen. Man liebt oder haßt sie mit solcher Leidenschaft, als gehörten sie zum realen Leben. Das macht Das Lied von Eis und Feuer nicht nur zu einem Meisterstück der Fantasy, sondern zu einem Meisterstück der Literatur. Martin langweilt nicht mit den üblichen Gut-und-Böse Spielchen. Er erspart uns die puderzuckersüße Heldenfantasy, die es viel zu häufig gibt. Seine Figuren sind zerissen, wankelmütig, verzweifelt. Sie sind echt. Ein sensibler Umgang mit Magie, ein selbstverständliches Gefühl für nervenzerreißende Spannung und tiefe Emotionen, und diese Figuren, die Dir das Herz stelhen, machen Den Thron der Sieben Königreiche zu einem Buch, das man einfach nicht mehr aus der Hand legen kann. Und George Martin zu einem der bemerkenswertesten Autoren unseres Jahrzehnts. Siehe auch: | > Der Thron der Sieben Königreiche |
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