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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 15. September 2014 

Das Fest


von John Grisham

Kategorie: USA
ISBN: 3453216253

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Weihnachten ist mörderisch, vor allem in den USA. Hier liebt man den gnadenlosen Thrill der überfüllten Shopping Malls, den bis aufs Messer ausgefochtenen Kampf ums letzte Truthahnstück, Neid und Eifersucht beim Geschenke-Auspacken unterm gallegrünen Weihnachtsbaum. Da würde sicher gerne mancher Amok laufen. Aber gemordet, wirklich gemordet wird am Fest der Liebe, das ja schließlich einer Geburt gedenkt, eigentlich nirgendwo. Außer im Film vielleicht, wie in Tödliche Weihnachten mit Samuel L. Jackson oder Gina Davis oder in Wild Christmas von John Frankenheimer.

Was also treibt einen ausgemachten Thriller-Spezialisten wie den US-amerikanischen Bestseller-Autor John Grisham dazu, sich ausgerechnet dem schneeweißlich überzuckerten Familienidyll zu verschreiben? Ganz offensichtlich wohl der Umstand, dass dieses fragile Idyll, nicht nur in Amerika, jederzeit in wenn schon nicht tödliche, so doch zumindest grausame Zwistigkeiten ausarten kann. In Das Fest erfährt das die Familie Krank, deren Oberhaupt nach der Eröffnung von Tochter Blair, dieses Jahr in der Fremde zu weilen, ihre Chance gekommen sieht, den überaus hohen Ausgaben für Geschenke sowie für Häuserschmückung und -beleuchtung (!) von über 6.000 Dollar zu entgehen und stattdessen mit seiner Frau eine Reise in karibische Gefilde zu unternehmen. Aber die Flucht vor dem Fest (Skipping Christmas lautet der treffende Originaltitel) gestaltet sich schwieriger als erwartet: Tatsächlich hat man die Rechnung ohne die lieben Nachbarn gemacht, die den Preis für die am festlichsten geschmückte Straße gewinnen wollen. Und dann meldet sich zu allem Überfluss auch noch überraschend Blair zurück.

Bei der Titelübersetzung des neuen Grisham hat sich der Heyne-Verlag, wohl aus marktstrategischen Erwägungen, bewusst an spannenden Verkaufserfolgen wie Die Farm oder Die Jury gehalten: Auf diese Weise sollen Fans offenbar zu einem Kaufrausch animiert werden, den der Inhalt dieses Romans gerade kritisiert. Aber damit werden falsche Erwartungen geweckt, die nur enttäuscht werden können. Denn Das Fest ist kein packender Thriller, sondern ein teils überaus vergnüglich (und immer leicht) zu lesendes Buch nicht zuletzt über die psychologischen Zwänge einer Gemeinschaft zur Weihnachtszeit. Allein deshalb ist es typisch für Grisham. --Thomas Köster

Frohe Weihnachten
"Das Fest" ist das erste John-Grisham-Buch, das ich kenne. Anderen Rezensionen entnehme ich, dass ich von weiteren Büchern dieses Autors dann eher enttäuscht sein könnte, aber "Das Fest" gefällt mir sehr. Ein ideales Buch für Weihnachtsmuffel oder die jenigen, die die "Festtage" allein verbringen müssen. Das ganze dann noch vorgetragen von Charles Brauer, der dieses Buch wirklich gern aufgelesen haben muss. Alles wäre so "perfekt" wie ein Buch zu einer solchen Thematik nur sein kann, (Nachdem Tochter Blair aus dem Haus und für ein Jahr nach Peru aufgebrochen ist, beschließen die Eltern ihr Geld statt für die Weihnachtsfeierlichkeiten zuhause lieber für eine Kreuzfahrt in die Karibik auszugeben und setzen sich damit völlig dem Weihnachtsterror aus) wäre da nicht der Schluss: (krebskranke Nachbarin verbringt Weihnachten...) ich will nicht mehr verraten für alle, die ihn nicht kennen. Dieser Schluss wirkt doch sehr amerikanisch-aufgetragen. Schade, wo sich alles zu einem so schönen Finale gesteigert hatte. Trotzdem, hört dieses Buch zum richtigen Zeitpunkt, und ihr habt sicher wunderbare Weihnachten.

Perfekte kleine Geschichte
Weihnachten ausfallen lassen? Undenkbar! Erst recht in den USA, wo den Menschen ein Fest wie Weihnachten sehr viel bedeutet. Darum reagieren auch alle Nachbarn ablehnend als sie erfahren, dass das Ehepaa Krank dieses Jahr das Weihnachtsfest ausfallen lassen will. Keine Dekoration, keine Geschenke, kein Weihnachtsbaum, keine Ausgaben fürs Festessen, keine Weihnachtsfeier usw. Zum ersten Mal seit Jahren ist ihre Tochter nicht zu Hause, sondern als Helferin in Peru. Dies will das Ehepaar Krank ausnutzen und am 1. Weihnachtsfeiertag in den Uralub starten und eine Schiffskreuzfahrtfahrt machen - und erst nach Silvester zurückkehren. Damit machen sie sich nicht nur in ihrer Strasse Feinde. Doch dann ändert am Heiligabend ein einziger Telefonanruf ihre Pläne...
Grisham hat mit "Das Fest" eine kleine, fesselnde Geschichte geschrieben, welche bis ins kleinste Detail witzig ist und dem ganzen Weihnachttrubel in den USA ein Schnippchen schlägt. Einmal angefangen kann man mit dem Lesen nicht mehr aufhören. Braucht man auch nicht, denn mit den knapp 208 Seiten ist man recht zugüg fertig, zumal es auch sehr flüssig geschrieben ist.

"Das Fest" ist eine kleine, nette Geschichte für alle, denen der ganze Weihnachtsstress gehörig auf die Nerven geht, sich aber im Inneren doch darauf freuen! Und natürlich auch für alle, die vor, während und nach den Feiertagen etwas zum Schmunzeln und Herzerwähmen lesen möchten!

Der Weihnachtsboykott
Zum ersten Mal seit zwei Jahrzehnten werden Luther und Nora Krank das Weihnachtsfest allein verbringen, weil ihre Tochter Blair für ein Jahr nach Peru gereist ist.
Die Vorfreude auf das bevorstehende Fest ist dahin. Die Gedanken kreisen um die mühsamen Vorbereitungen, die Einladungen, die Kartengrüße, die Ausgaben für Geschenke, Spendensammlungen, Weihnachstfeier in der Firma und last not least die Kosten für Hausschnmuck und aufwendige Hausbeleuchtung.Das sind, so hat der findige Buchhalter Krank ermittelt, immerhin Ausgaben in Höhe von über 6000 Dollar. Da hat Luther eine geniale Idee: Das Weihnachtsfest fällt dieses Jahr aus; für das gesparte Geld wird eine Kreuzfahrt in die Karibik gebucht. Doch als die beiden ihren Entschluss Freunden, Nachbarn und Kollegen verkünden stoßen sie auf nicht erwartetes Unverständnis und totale Ablehnung. Man hat die Rechnung ohne die Nachbarn gemacht. Die wollen wieder mit ihrer "Frosty" Dekoration den ersten Preis für die am festlichsten geschmückte Straße gewinnen, und da muss eben jedes Haus geschmückt sein. Es kommt zu Nachstellungen, Reibereien, es gibt unendlich viel Stress für die Familie Krank. Der Weihnachtsboykott erweist sich viel schwieriger als erwartet. Die Kranks werden zu gehassten Außenseitern.Dann meldet sich unverhofft auch noch Blair.
Das Fest ist kein packender Grisham Thriller, sondern vielmehr eine mit viel Humor geschriebene Vorweihnachtsgeschichte.Grisham versteht es vorzüglich die psychologischen Zwänge der amerikanischen Gemeinschaft während der Weihnachtszeit aufzuzeigen.
Ein schönes Weihnachtsgeschenk für diejenigen die feiern und eine amüsante Lektüre in der Vorweihnachtszeit.Das Buch liest sich leicht, es gibt viel zu schmunzeln und man möchte es nicht wieder aus der Hand legen. Leider ist nach 208 Seiten Schluß
Siehe auch:

USA > Das Fest
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