Der Antares-Krieg
 | von Michael McCollum
ISBN: 3453879104 | Die Entdeckung der Wurmloch-Faltpunkte im Weltall haben der Menschheit die Möglichkeit gegeben, ferne Planeten zu kolonisieren. Aber im Jahre 2512 kommt es zur Katastrophe. Der Riesenstern Antares wird zur Supernova, die kosmische Explosion blockiert sämtliche Faltpunkte und bringt die galaktische Raumfahrt schlagartig zum Erliegen. Mehr als 100 Jahre später erwacht einer der Faltpunkte im Valeria-System zu neuem Leben. Ein riesiges Raumschiff kommt durch. Aber die Besatzung ist tot, das Schiff weist die Spuren einer mörderischen Raumschlacht auf. Es gibt nur eine Schlussfolgerung: da draußen tobt ein intergalaktischer Krieg. Captain Drake vom Planeten Alta wird beauftragt, einen Erkundungsflug durch den Faltpunkt durchzuführen. Seine Erkenntnisse bestätigen die schlimmsten Befürchtungen. Die Menschheit steht im Kampf gegen die nichtmenschlichen Ryall. Ein Krieg, der jeden Tag auch Alta erfassen kann. Intergalaktische Kriege sind nicht erst seit "Star Wars" ein Standardthema der SF, aber im Gegensatz zu vielen Kollegen hat Raumfahrtingenieur Michael McCollum seine Trilogie mit einem soliden wissenschaftlichen Fundament versehen. Hier ist die Besiedelung des Alls wie auch die Raumfahrt ein mühsames, zeitraubendes und den Gesetzen der Physik unterworfenes Unterfangen. Ob es nun das Bordleben in Schwerelosigkeit ist, die Probleme der kosmischen Navigation oder die unermeßliche Weite des Alls, alles ist mit Liebe zum Detail dargestellt, was für eine äußerst realistische Atmosphäre sorgt. Auch wenn die Auseinandersetzung mit den Ryall und die Technik hier im Vordergrund stehen, hat der Autor den Hintergrund nicht vernachlässigt. Komplexe Zivilisationen und politische Intrigen runden die spannende Handlung ab. Eine gelungene Mischung aus Military-SF und Space Opera. Der Band umfasst die lange vergriffenen ersten beiden Romane der Trilogie sowie endlich den von vielen erwarteten Abschlussband. Ein Zyklus, der das Potenzial zu einem echten Klassiker der Space Opera hat. --Andreas Decker
Trilogie in einem Band! An alle, die seit 1998 auf eine Fortsetzung der "Antares Passage" warten: Bei dem vorliegenden Roman "Der Antares-Krieg" handelt es sich um eine Trilogie, in der die Einzelromane "Antares Dämmerung", "Antares Passage" und "Antares Sieg" in einem Band zusammengefaßt werden. Das nur als kleiner Hinweis, damit man sich nicht wundert, wenn der Postbote den Schmöker liefert und man feststellen muß, dass man 2/3 des Buches schon im Regal stehen hat.
Stimmig Die Qualität eines SF-Autors muß man unter anderem daran messen, wie gut es ihm gelingt, ein glaubwürdiges Universum zu erfinden. Michael McCollum kann man hier nur gratulieren. Denn obwohl nicht alle Ideen wirklich neu sind, so schafft er es im Verein mit einer sehr spannenden und kompakten Story und profundem kosmologischem Wissen über die Natur der Sterne, den Leser in eine außerordentlich gelungene Welt zu entführen. Kurz zur Geschichte: Die Menschheit hat sich im 26. Jahrhundert von der Erde gelöst und eine ganze Anzahl weiterer Welten besiedelt. Möglich wurde dies durch die Entdeckung der sogenannten Faltpunkte, Stellen im Raum, die den Transit in Nullzeit zu einem viele Lichtjahre entfernten System gestatten. Voraussetzung für die Existenz der Faltpunkte ist zum einen das scharze Loch im Mittelpunkt der Galaxis und zum anderen die anderen Sterne. Als eines Tages Antares zur Supernova wird, erfährt das Faltpunktnetz des von den Menschen besiedelten Raums eine dramatische Änderung. Faltpunkte verschwinden und tauchen neu auf. Manche Kolonien werden isoliert und müssen lange Zeit auf sich selbst gestellt überleben. Vor allem jedoch verhilft das Ereignis zum ersten Treffen mit einer fremden Rasse, den Ryall. Und dieses Treffen geht tragisch aus, denn die Ryall haben nur eines im Sinn: die Ausrottung der Menschheit. Die drei Romane dieses Bandes erzählen nun die Geschichte des Krieges gegen die Ryall. Das geschieht auf außerordentlich kurzweilige und spannende Weise. Man merkt, daß sich der Autor um die Strategie und Taktik des Raumkampfes viele Gedanken gemacht hat und entwickelt interessante Szenarien (wie zum Beispiel überwindet man einen Faltpunkt, der von der anderen Seite schwer verteidigt wird?). Dabei wirkt nichts ausgewalzt oder theoretisch. Alles ergibt ein schönes zusammenhängendes Bild. Natürlich ist das militärische SF, aber auch für Pazifisten gibt es im dritten Teil ein paar nette Kabinettsstückchen. Empfehlenswert. Siehe auch:
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