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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Januar 2020 

Das Spiel


von Manfred Eigen

ISBN: 3492204104

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Spielen ist eine Kombination aus Glück und Verstand, die es den Mitspielern erlaubt, sich in eine vorteilhafte Position zu bringen, was im Regelfall wiederum auf Kosten der anderen Teilnehmer geschieht. Wie sehr dieses einfache Prinzip unser ganzes Sein bestimmt, davon ist in diesem ungewöhnlichen Buch des Chemikers und Nobelpreisträgers Manfred Eigen und seiner Mitarbeiterin Ruthild Winkler die Rede. Dabei schlagen sie einen Bogen von den Gesetzen der Naturwissenschaften über die Prinzipien wirtschaftlicher Zusammenhänge bis hin zu den Regeln von Sprache und Musik.

Definiert man Spiel als ein Regelwerk aus Strategie und Zufall, so trifft dies auch auf die Evolution zu. "Das Spielprinzip der Evolution ist Naturgesetz" schreiben die Autoren und sie meinen damit die natürliche Selektion als Antrieb für evolutionären Fortschritt. Glück, Pech, Zufall und Wunder bekommen in diesem globalen Spiel einen festen Platz. Dabei werden die Karten zwar ständig neu gemischt, dennoch sind mathematische Regeln und Logik die Grundlage des Spiels. Immer wieder räumen die Autoren der Diskussion der Spielregeln einen großen Raum ein. Philosophen und Theologen kommen genauso zu Wort, wie Physiker und Biologen. Diese überaus komplexen Zusammenhänge kann der Leser spielend erlernen, denn das Buch wird durchzogen von Spielen, die mit einfachen Regeln nachgespielt werden können, und die in anschaulicher Weise verdeutlichen, wie sich das Konzept der Spieltheorie auf die Prozesse im Mikro- und Makrokosmos übertragen lassen.

Das überaus packende und umfangreiche Werk ist für all diejenigen gedacht, die -- inmitten des großen Spiels -- die Spielregeln beherrschen wollen und dem Zufall wenigstens hin und wieder ein Schnäppchen schlagen wollen. --J. Schüring

Randomness is not enough
It's necessary to be opposite the side of the error in thought that macroscopic law can arise statistically, via the law of large numbers, from total microscopic lawlessness. As an example, one cannot obtain a Gaussian as approximation to data without assuming equal probabilities for basic step sizes in an underlying discrete random walk. The constant equal probabilites describe, crudely, an underlying dynamic invariance that permits one to apply the notion of randomness. Given other probabilities for step sizes, one does not obtain a Gaussian at all, as in market data for stocks, bonds and foreign exchange. There, position-dependent step probabilities give rise macroscopically to an exponential distribution, which in no way violates the law of large numbers because the underlying dynamic invariance is different. Another point: the idea of equlibrium, or near-equilibrium, cannot be used to describe real market data correctly.
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