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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 18. April 2014 

Haus der Stürme


von Susanna Kearsley

Kategorie: Kearsley, Susanna
ISBN: 3492261221

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anders als die Vorgänger
Susanna Kearsley wurde bekannt mit Geschichten, in denen Gegenwart und Vergangenheit ineinander verwoben werden. Der Klappentext von "Haus der Stürme" läßt diese Verbindung wieder vermuten, aber das ist in diesem Buch nur wenig der Fall bzw. nicht so, wie man es aus anderen Büchern der Autorin kennt. Trotzdem war ich nicht enttäuscht. Die Geschichte ist flüssig geschrieben und läßt sich gut lesen. Ich habe mich keine Minute gelangweilt und wollte immer wissen, wie es weitergeht.
Celia Sands ist eine junge Schauspielerin, die ihre erste Hauptrolle in einem Stück ihres Lieblingsautors Galeazzo D'Ascanio bekommt. Dieses soll in Italien uraufgeführt werden. Am ursprünglichen Premierenabend viele Jahrzehnte vorher verschwand die Hauptdarstellerin, Galeazzo D'Ascanios Geliebte, spurlos und das Rätsel wurde nie gelöst. Celia und Alessandro D'Ascanio kommen einem Verbrechen auf die Spur, was allerdings nichts mit der zurückliegenden Tragödie zu tun hat. Die Erzählung um die Entstehung des Theaterstücks und den damit zusammenhängenden Personen wird parallel geschildert.
Es gibt nur wenige Verbindungen zwischen den Protagonisten und manche Fragen bleiben unbeantwortet. Auch das Ende hätte schlüssiger ausfallen können. Trotzdem ist dieses Buch lesenswert und eignet sich gut, um es vor dem Einschlafen zu lesen oder wenn man wenig Zeit hat, denn die Kapitel sind kurz, und man kommt immer wieder gut in die Geschichte hinein. Bitte nicht den Fehler machen, das Buch mit "Mariana" oder "Rosehill" zu vergleichen, denn dann kann es nur verlieren und die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Wer gerne detaillierte Landschafts-/Ortsbeschreibungen und eine zarte Liebesgeschichte verbunden mit etwas Spannung liest, wird dieses Buch mögen.

Da habe ich mir leider mehr versprochen!
Bis jetzt habe ich alle Bücher von Susanna Kearsley gelesen. Die ersten beiden waren super, das dritte nicht ganz so toll, und das neueste (Haus der Stürme) leider noch weniger. Ich habe mir einfach mehr davon versprochen. Auf den ersten 150 Seiten dieses Romans passiert so wenig, dass man es hätte auf ein Zehntel der Seiten zusammenschreiben können. Das ist wirklich schade! So wirkt der Anfang ziemlich aufgebläht und langweilig, dass man sich zeitweise richtig hindurchquälen muss. Wieder Schade! Gegen Mitte kommt die Handlung dann so langsam in Fahrt, aber richtig aufregend und mitreißend wird es einfach nicht, obwohl ich mir Mühe gab, es zügig (teilw. 100 Seiten pro Tag) zu lesen. Das Ende ist etwas zu vorhersehbar. Dieses Buch gehört von der Klasse und Kategorie eindeutig nicht in die Reihe von "Mariana", ein Buch, das einen atemlos vor Spannung macht.

Nett
Nett. Klingt vielleicht nicht allzu schmeichelhaft für ein Buch, lediglich "nett" zu sein, aber es ist erstaunlich, wie wenig Bücher es dennoch schaffen gerade mal das zu sein.

Die Geschichte ist nicht sehr üppig. Junge Nachwuchsschauspielerin darf in einem legendären Theaterstück die Hauptrolle spielen. Das der Regisseur ihr "Ziehvater" ist, der Geldgeber Besitzer einer italienischen Villa auf deren Grundstück die Aufführung stattfinden soll, das Stück selber für eine Geliebte geschrieben wurde die zufällig den gleichen Namen trägt wie besagte Nachwuchsschauspielrin und mit den weiteren Akteuren des Stückes noch ein paar Dinge aus der Kindheit aufgearbeitet werden müssen ist nicht sehr spektakulär. Auch nicht die sich anbahnende Romanze. Ob vielleicht noch ein Geist die Hände im Spiel hat weiß man nicht zu sagen. Und die "spektakulären" Enthüllungen am Ende sind auch nicht allzu spektakulär, zumal die Machenschaften so geheim waren, das selbst der Leser nichts davon erfahren hat, sich vielleicht nur gelegentlich fragt was eine einzelne Szene denn jetzt sollte.
Trotzdem eine alles in allem nette Unterhaltung, eine sympathische "Heldin", ein schweigender und mysteriöser Fremder, schrullige Schauspielkollegen und ein herrlicher Schauplatz, auch wenn die Autorin keinen Hand zu allzu üppigen Beschreibungen hegt. Vielleicht nicht ganz so myseriös wie geplant, auch nicht so geheimnisvoll oder romantisch. Aber flüssige, seichte Unterhaltung.
Siehe auch:

Kearsley, Susanna > Haus der Stürme
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