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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 26. Dezember 2014 

Soldaten des Todes


von Charles W. Sydnor

ISBN: 3506790846

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gut mit vielen offenen fragen
eine gute recherche. eine gute faktensammlung, aber nicht immer logische schlußfolgerungen. eine unbeantwortete frage bleibt: war die zugehörigkeit zur t-div.zwangsläufig die ursache für begangene verbrechen außerhalb oder innerhalb der division oder entstand mit der zugehörigkeit zur division eine verbrecherische haltung, als ursache für diese. ist eine gesundheitlich bedingte abkommandierung eines wehrpflichtigen auf einen verwaltungstechn. posten im wirtschaftsfaktor kz eine verbrechen ( hier kleiderbetrieb in auschwitz )? war die mitgliedschaft eines dr. mengeles als truppenarzt schon ein verbrechen, obwohl dies vor seiner zeit in auschwitz war. und sind damit die anderen soldaten automatisch verbrecherisch veranlagter als andere? wird also die bekanntschaft mit einem späteren mörder eine verbrecherische handlung? über die zusammenführung von kriegsverbrechen,als ursache die mitgliedschaft zur t-div. zu beurteilen,ist schon abenteuerlich. na ja. wie gesagt, es bleiben fragen offen.

Sehr objektive und kritische Veröffentlichung
Das Buch wird wie bisher wenige Werke dieser Art wirklich der Absicht gerecht unabhängig und wertneutral das Wesen speziell der Totenkopfverbände und der Verbände der 3. SS Division 'Totenkopf', darzustellen.

Es wird sehr ausführlich die Enstehungsgeschichte der Totenkopfverbände, welche die Wachmannschaften der KZ's bildeten, beschrieben.
Wie die Verwobenheit zwischen die Totenkopfverbänden und den kämpfenden Verbänden der Totenkopf Division bis zum Ende erhalten blieb.

Es wird eindrucksvoll die Person des Theodor Eicke als Initiator und Organisator hinter diesen Verbänden portraitiert und wie aus diesen Verbänden die berühmte und berüchtigte Kampfdivision Totenkopf wurde.

Dieser Verband war wie sonst kein weiterer Verband der Waffen SS, ein ideologisch indoktrinierter Kampfverband der nur wenig Pardon kannte und bereits im Polen Feldzug als auch später im Feldzug im Westen verachtenswerte Taten, jenseits jeder soldatischen Tradition, verrichete.

Im Ostfeldzug erbrachte diese Division unglaubliche Abwehrleistungen und dies unter furchtbarsten Verhältnissen ( Wolchow, Demjansk ... ) und errang sich beim Gegner Ehrfurcht und Respekt hinsichtlich der militärischen Leistungen.

Sehr empfehlenswert ist die abschliessende Synthese im Buch die das Wesens speziell dieses Verbandes beleuchtete und hinterfragte.

Intressant und bezeichnend ist, dass fünf der bekanntesten Greultaten der Waffen SS, welche in Nürnberg der Waffen SS angekreidet wurden, von ehemaligen Offizieren der 3. SS Division 'Totenkopf' angeordnet wurden. ( Le Paradis, Tulle, Oradour-sur-Glane, Malmedy, Marazabotto )

"Wie ein Fels im Meer"
Die mir bislang einzig bekannte Divisionsgeschichte der Waffen-SS, die historischen Kriterien standhält. Herr Sydnor und seinem Übersetzer ist es gelungen ein spannend zu lesendes und an Informationsfülle kaum zu überbietendes Werk vorzulegen. Schon das zur 1.dt. Auflage (2002) verfasste Nachwort, sowie die umfangreiche Bibliographie belegen, dass die Arbeit auch 25 Jahre nach ihrem Erscheinen einen Standart setzt. Man wünschte sich ähnliches zu anderen Divisionen & Einheiten der Waffen-SS.

Brilliant wie er die biographischen Details der höheren Offiziere einbringt. Theodor Eicke allen voran.
Sydnor belegt klar, die T.Div. war zwar "Wie ein Fels im Meer" im Kampf, nur führte sie diesen nicht nur als "Soldaten, Kämpfer, Kameraden", sie war auch ein Vertreter von Hitler's "politischem Soldatentum" (siehe ihr Entstehen aus dem zur KZ Bewachung formierten Totenkopf Verband) und gehörte dementsprechend zur "Truppe des Weltanschaungskrieges".
Siehe auch:

> Soldaten des Todes
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