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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 25. Mai 2013 

Der einzige Weg, Oliven zu essen und andere intime Geständnisse


von Lonnie Garfield Barbach

ISBN: 3548364128

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Enttäuschend banal
Wenn im Titel von „intimen Geständnissen" die Rede ist, so werden hier Erwartungen geweckt, die das Buch nicht zu halten vermag. So dürfte kaum ein Leser vor Begeisterung, Erregung oder Überraschung vom Stuhl fallen, wenn er liest, wie eine Frau „gesteht", dass sie es mit ihrem Mann nicht nur im Bett, sondern auch auf dem Fußboden getrieben hat. Auch meine Hoffnung, ein paar interessante Anregungen für das eigene Sexualleben zu erhalten erfüllte sich nicht. Dass sich eine Flugreise durch Sex auf der Bordtoilette abwechslungsreicher gestalten lässt, muss man heutzutage wohl niemandem mehr erklären.
Positiv anzumerken ist lediglich, dass auch sexuelle Probleme nicht ausgespart werden. So wird zum Beispiel von den Schwierigkeiten alleinerziehender Mütter berichtet, die ihren Kindern zu erklären versuchen, warum morgens mal dieser und dann wieder jener Mann bei ihnen im Bett liegt. Aber auch das dürfte für die meisten Leser nichts Neues sein...

Starke Mängel in der vorliegenden Ausgabe.
"Der einzige Weg, Oliven zu essen und andere intime Geständnisse" von Lonnie Barbach und Linda Levine widmet sich dem Thema der weibliche Sexualität. Das Buch entstand dabei aus der Summe der sexuellen Erfahrung 120 verschiedener Frauen und den - meiner Meinung nach - häufig störenden Anmerkungen, Erleuterungen und Schlußfolgerungen des Autorinnenduos. Der Grund warum ich diese Bemerkungen oft als störend empfinde liegt im wesentlichen daran, daß sie mir häufig als verklemmt und spießig vorkommen. Lonnie Barbach und Linda Levines Buch stammt denn auch noch aus dem Jahre 1980. Und die Autorinnen scheinen mir stärker in der christlichen und puritanischen Tradition Amerikas zu stehen, als sie es selbst wahrhaben wollen. Als sehr befremdlich habe ich die Unterscheidung der in diesem Buch befragten Frauen ihrer ethnischen Herkunft nach empfunden. Die Autorinnen trennen hier "kaukasische" (also "weiße") Frauen von Frauen, deren ethnische Herkunft sie als "Dritte Welt" bezeichnen (S.25). Das Gedankengut, das hinter einer solchen Trennung und einer solchen Bezeichnung steht, dürfte wohl auch bei anderen Lesern einen angewiderten Schauer hervorrufen. Ein weiteres Handicap dieses Buches ist, daß es leider sehr schlecht übersetzt ist. So wird aus einem "straight man", also einem heterosexuellen Mann, durch die übersetzerische Leistung von Peter Borg ein "gerader" Mann. Sehr traurig! Um dieses Buch aber nicht ganz zu verdammen, muß ich sagen, daß zumindest die Erfahrungen der 120 Frauen für mich oft sehr interessant waren, und es wohl auch für die meisten Frauen und Männer sein dürften. Wer sich also für diese Erfahrungssammlung interessiert und des Englischen mächtig ist, der sollte sich lieber den englischsprachigen Originaltitel "Shared Intimacies" zulegen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
Siehe auch:
> Der einzige Weg, Oliven zu essen und andere intime Geständnisse
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