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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 23. April 2014 

Der IQ-Test für Kinder


von Hans J. Eysenck

ISBN: 3548420664

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Erst ab 10 Jahren.
Die Tests sind erst für Kinder ab zehn. Das sollte man wissen.
Außerdem läßt sich der IQ erst im oberen Bereich ab etwa 100 messen, es gibt keine Skalen für darunter. Für diejenigen, die nur knapp vorbeischrammen wird dies wohl bitter sein, da es eben keine Abstufungen sondern nur dieses totale Versagen gibt.
Ansonsten macht das Buch einen guten Eindruck.

Lehrreicher als Schulaufgaben.
Inzwischen sind IQ-Tests durch die Jauchsche Show „Der große IQ-Test" und zahlreiche begleitende Bücher und CD-ROM so verbreitet, daß man sich nicht mehr wundern muß, daß Personen aus einem Industrieland im Durchschnitt deutlich besser abschneiden als Personen aus dem Urwald, die einen solchen Test zum erstenmal bestehen sollen. Denn klassische Intelligenztests, die etwas mit raschem Wahrnehmen, Klassifizieren, Denken und Schlußfolgern zu tun haben, lassen sich üben und dadurch bessere Ergebnisse erzielen. In unserer industriellen Umwelt und Schule kommen ähnliche Aufgabenstellungen inzwischen häufig vor. Der Berufs-Psychologe hat deshalb gewisse Bedenken gegen die unbeschränkte Weiterverbreitung von IQ-Testaufgaben, wie das auch in diesem Büchlein geschieht. Es ist dennoch gelungen und empfehlenswert. Die Verfasser lassen sich nicht von der Mode verleiten, Persönlichkeitseigenschaften, soziales Verhalten und Emotionen, die man zwar ohne weiteres analog dem IQ skalieren kann, die aber dadurch noch lange nichts mit klassischer psychometrischer Intelligenz und dem IQ gemein haben, in ihr Büchlein aufzunehmen. Bei Eysenck und Evans geht es tatsächlich um den IQ und nichts anderes. Außerordentlich lehrreich und verständlich ist die Einführung geschrieben, in der man alles Wesentliche über den IQ, seine Messung und genetischen Grundlagen nachlesen kann. Da sind z.B. die IQ-Mittelwerte von häufigen Berufen angeführt: Hochqualifizierte naturwissenschaftliche Berufe haben eben einen mittleren IQ von etwa 130, Kraftfahrer von etwa 90. So ist nun einmal die Welt eingerichtet, und das Büchlein trägt bei Eltern und Kindern zu einer realistischen Einschätzung ihrer Fähigkeiten und Möglichkeiten bei. Auch der Zusammenhang der hohen Geschwindigkeit des Denkens und einer hohen Speicherkapazität des Gedächtnisses, die für einen hohen IQ unerläßlich sind, mit der hohen Energie und Geschwindigkeit der im EEG sichtbaren Wellen im Gehirn wird dargestellt und erläutert. Wer mehr darüber wissen will, sollte auch „Arbeitsspeicher statt IQ" von Siegfried Lehrl lesen.
Siehe auch:
> Der IQ-Test für Kinder
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