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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 22. Mai 2013 

Verratene Vermächtnisse


von Milan Kundera

Kategorie: Tschechien
ISBN: 3596129885

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Unbedingt lesen und viel Zeit zum Nachdenken ¿einpacken'
Keine leichte Lektüre, aber auch wenn man nicht jedes einzelne beschriebene ‚Werk' gelesen oder gehört hat, kann man sehr gut nachvollziehen worum es jeweils geht. Dies liegt natürlich ein wenig an der tendenziell oberlehrerhaften Art Kunderas - oder neutral formuliert: an der Art sehr detailliert zu beschreiben, die in dem Essay deutlicher hervortritt als in seinen Romanen. Für mich entscheidend ist jedoch immer der Gegenstand der genauen Beschreibung, der hier durchweg interessant ist (im Gegensatz zu manch anderem berühmten Schriftstellerkollegen, der Seitenweise beschreibt, wie z.B. der Raum aussieht, in dem sich die Romanfigur aufhält). Den einzigen Schwachpunkt konnte ich in seinen Ausarbeitungen über die ‚populäre' Musik entdecken - man erkennt deutlich, daß er hier keine emotionale Beziehung zum Subjekt hat und deshalb nur an der Oberfläche bleibt. Gerade im Abschnitt über die Beziehung zwischen Musik und Geräusch gäbe es einiges aufzuzeigen, was die Entwicklung neuer populärer Stilrichtungen in der Musik betrifft - aber man darf auch nicht vergessen, daß Kundera einer Generation entstammt, die eine andere Beziehung zur Musik hat, als die heutige Jugend (sehr deutlich beschrieben u.a. in ‚Der Scherz'). Ich sehe in diesem Buch eine wissenschaftliche Ausarbeitung des Themas ‚Der Unsterblichkeit' - seinem besten Roman. Allein deshalb: unbedingt lesen - und viel Zeit ‚einpacken', denn man wird Sätze finden, die zum Nachdenken einladen...

Unbedingt lesen und viel Zeit zum Nachdenken ,einpacken'...
Keine leichte Lektüre, aber auch wenn man nicht jedes einzelne beschriebene ‚Werk' gelesen oder gehört hat, kann man sehr gut nachvollziehen worum es jeweils geht. Dies liegt natürlich ein wenig an der tendenziell oberlehrerhaften Art Kunderas - oder neutral formuliert: an der Art sehr detailliert zu beschreiben, die in dem Essay deutlicher hervortritt als in seinen Romanen. Für mich entscheidend ist jedoch immer der Gegenstand der genauen Beschreibung, der hier durchweg interessant ist (im Gegensatz zu manch anderem berühmten Schriftstellerkollegen, der Seitenweise beschreibt, wie z.B. der Raum aussieht, in dem sich die Romanfigur aufhält). Den einzigen Schwachpunkt konnte ich in seinen Ausarbeitungen über die ‚populäre' Musik entdecken - man erkennt deutlich, daß er hier keine emotionale Beziehung zum Subjekt hat und deshalb nur an der Oberfläche bleibt. Gerade im Abschnitt über die Beziehung zwischen Musik und Geräusch gäbe es einiges aufzuzeigen, was die Entwicklung neuer populärer Stilrichtungen in der Musik betrifft - aber man darf auch nicht vergessen, daß Kundera einer Generation entstammt, die eine andere Beziehung zur Musik hat, als die heutige Jugend (sehr deutlich beschrieben u.a. in ‚Der Scherz'). Ich sehe in diesem Buch eine wissenschaftliche Ausarbeitung des Themas ‚Der Unsterblichkeit' - seinem besten Roman. Allein deshalb: unbedingt lesen - und viel Zeit ‚einpacken', denn man wird Sätze finden, die zum Nachdenken einladen...
Siehe auch:
Tschechien > Verratene Vermächtnisse
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