Lust am eigenen Stil
Clever geklaut macht noch lange kein gutes Buch! Wer sich mit Stilratgebern beschäftigt und schon so ziemlich alles gelesen hat, was es zu diesem Thema auf dem deutschen (und englischen) Markt gibt, erfährt hier nichts Neues. Kräftig geklaut bei der "Stilpäpstin" Brenda Kinsel, den amerikanischen Touch etwas europäisiert, ein paar Allgemeinplätze - fertig ist "Lust am eigenen Stil". Ich habe nichts, aber auch gar nichts, in diesem Buch gefunden, dass neu oder interessant für mich gewesen wäre. Aufgeteilt ist das Buch in die üblichen Kapitel wie zum Beispiel "Kleiderschrank", "Grundgarderobe", "Frauen- und Figurtypen", "Einkaufen", "Welche-Kleidung-bei-welcher-Gelegenheit", "Passform", "Accessoires" bis hin zu "Frisuren". Die Tipps sind immer entweder bekannt (keine Kleider auf Drahtbügel hängen, Schuhe putzen) oder fragwürdig (welcher Rock Ihnen besser steht, können Sie selbst vor dem Spiegel herausfinden; beobachten Sie auf einem Fest die Gäste, dann wissen Sie, was Sie beim nächsten Mal anziehen können - aha!). Wenn man das Buch dann schlussendlich zuklappt und das Foto der Autorin hintendrauf sieht, fragt man sich, ob die Dame selbst nicht verstanden hat, was sie da verfasst hat: Haare viel zu dunkel, Brille zu dominant, Lippenstift "beisst" sich mit dem Oberteil... Wenn dies das erste Buch sein sollte, dass Sie zu diesem Thema lesen wollen, okay. Ansonsten kann ich's nicht empfehlen!
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