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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 22. August 2014 

Sakrileg


von Dan Brown

ISBN: 3785721528

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Bestsellerautor Dan Brown bietet mit Sakrileg erneut spannende und intelligente Unterhaltung vom Feinsten. Der Direktor des Louvre wird in seinem Museum vor einem Gemälde Leonardos ermordet aufgefunden, und der Symbolforscher Robert Langdon gerät ins Fadenkreuz der Polizei, war er doch mit dem Opfer just zur Tatzeit verabredet.

Eine Verschwörung ist immer noch das Schönste. Stimmt, wenn sie schriftstellerisch so überzeugend und raffiniert inszeniert ist, wie es dem Amerikaner Dan Brown in diesem Thriller gelingt. Genaue Recherchen an den Schauplätzen und penible historische Studien in Zusammenarbeit mit seiner Frau Blythe, einer Kunsthistorikerin, machen das umfangreiche Werk nicht nur für Historiker und Religionswissenschaftler, sondern gerade auch für ein großes Publikum zu einem echten Vergnügen.

Der Symbolologe Robert Langdon sitzt in der Klemme. Er gilt als Hauptverdächtiger im Fall Jacques Saunière, des ermordeten Direktors des Louvre, und gerät als solcher in die Fänge von Capitaine Bezu Fache, der als überaus gerissener Ermittler gilt. Saunière hatte im Todeskampf einen Hinweis auf Langdon gegeben. Mithilfe von Sophie Neveu, der Enkelin des Ermordeten, gelingt Langdon die Flucht. Beide sind der Überzeugung, dass Saunière vielmehr Informationen über eine Verschwörung des Opus Dei und der katholischen Kirche liefern wollte. Im Verlauf einer atemlosen Flucht von Frankreich nach England haben Langdon und Neveu knifflige Codes zu knacken, um Saunières Geheimnis zu lüften, der sich als Großmeister der Geheimorganisation Prieuré de Sion entpuppt. Auf ihren Fersen befindet sich nicht nur die Polizei.

Die Handlung einer Nacht und eines Tages auf 600 fesselnden Seiten, die überdies Lust machen auf mehr Informationen zu Templern, Prieuré de Sion, Opus Dei sowie auf mehr historische Fakten -- was will man mehr. Und wer das Ganze nicht allzu ernst nimmt, wird die Lektüre sehr genießen -- am besten innerhalb einer Nacht und eines Tages. --Ulrich Deurer

Typisch Dan Brown
Ja, das ist es leider. Typisch Dan Brown. Als drittes Buch nach "Illuminati" und "Meteor" unterscheidet es sich eigentlich nur in punkto "Schauplätze" und "behandeltete Sekten" von den beiden anderen. Sophia ersetzt Vittoria und Rachel Sexton. Leigh Teabing den Camerlego und William Pickering. Das gleiche Schema eines entstehenden Verhältnisses zwischen Langdon und einer verwandten des Opfers. Die gleiche "erschreckende" Enthüllung des Namen des Drahtziehers, der, ohne den Namen zu nennen, an mehreren Stellen im Buch bereits auftaucht. In allen Büchern eigentlich ein Freund.
Traurig auch, dass Dan Brown zwar schreibt, dass alle Informationen auf Quellen beruhen, die Authenzität dieser Quellen jedoch fraglich ist.
Ich gebe dennoch vier Sterne, weil "Sakrileg" ein faszinierender Roman ist, wenn man seine anderen Werke nicht kennt. Dann jedoch ist "Sakrileg" allzu vorhersehbar.
Ich bin gespannt auf sein nächstes Buch mit dem original Titel "Digital Fortress".

Kleiner Tipp: Lest die Romane lieber in der Originalausgabe, also auf englisch, der Sprachstil unterscheidet sich stark von den Übersetzungen. "Illuminati" - "Angles and Demons", "Meteor" - "Deception Point", "Sakrileg" - "The da Vinci Code"

Ganz gut
Ich kann in die Lobeshymnen nur bedingt einstimmen. Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat, war die Geschichte an sich mit den vielen historischen Details, den Verschwörungstheorien und der sehr exakten Beschreibung von Bildern und Bauwerken. Ich habe einiges gelernt beim Lesen und anschließenden Stöbern im Internet. Man muss sich natürlich auch der Tatsache bewusst sein, dass es sich bei den Ansichten von Dan Brown großteils um Vermutungen handelt und dass man nicht alles für bare Münze nehmen kann. Trotzdem fand ich die Schlussfolgerungen, zu denen der Autor kommt, für durchaus glaubwürdig - zumindest teilweise.
Was mir nicht gefallen hat, ist der Stil, in dem das Wissen vermittelt wird. Da schlägt mir zu oft der superschlaue Amerikaner durch, der die europäische Geschichte, Kunst und Kultur dem Leser erklärt, als hätte er es mit lauter ungebildeten Banausen zu tun (aber vielleicht sind damit ja die amerikanischen Leser gemeint).
Und außerdem fand ich als begeistere Rätsellöserin die Aufgaben, die in dem Buch gestellt werden, viel zu einfach. Dass eine Codeknackerin der Polizei ein Anagramm nicht auf den ersten Blick erkennt und ein Kryptologe keine Spiegelschrift, finde ich schon sehr schwach. Wenn die zu lösenden Aufgaben tatsächlich den Weg zum heiligen Gral weisen würden, dann wäre er mit Sicherheit nicht mehr verschollen.

Maximal ein Wochenende!!!!!
Wer sich von dem Cover nicht abschrecken lässt hat schon einmal gewonnen, denn leider hat es der deutsche Verlag aus unerfindlichen Gründen nicht geschafft, das Originaldesign und den Originaltitel (die übrigens auch in der spanischen Fassung original übernommen wurden) beizubehalten.
Nun aber zum Wesentlichen: Sakrileg von Dan Brown bietet Thrill pur, eine rasant geschriebene, stets spannend gehaltene Jagd nach einem großen Geheimnis.
Nicht nur Gral-Fans, auch kritische Christen kommen in diesem Buch auf ihre Kosten. Es ist faszinierend zu sehen, wie alle Elemente (Geschichte, Symbole, Haltungen, Ängste) in Dan Browns Buch schließlich Teil für Teil ein perfekt zusammengebautes Puzzle ergeben.

Mehr will ich euch nicht verraten, außer dass es sympathische Protagonisten und Furcht einflößende Gegenspieler gibt, genauso wie es sein soll...
Sakrileg ist auf jeden Fall zu empfehlen, man brauch ohnehin nicht zu lange um es zu lesen. Aufgrund der ständig aufrecht erhaltenen Spannung dürfte ein Wochenende das Maximum sein!!!!!

Was man Brown eventuell vorwerfen könnte, ist, dass er die Geschichte zum Schluss etwas abwürgt, man könnte besser (und vor allem weniger amerikanisch) aufhören, aber nach 600 Seiten erstklassigem Thrill und Crime sei ihm das vergeben.
Siehe auch:

> Sakrileg
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