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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 20. September 2014 

David Copperfield


von Charles Dickens

ISBN: 3800028719

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Roman des Erwachsenwerdens mit autobiagraphischen Zügen
Wenn ein Autor eines seiner Bücher als "Lieblingskind" bezeichnet, will das etwas heißen. Das trifft auch auf David Copperfield von Charles Dickens zu. Das 1849/50 veröffentlichte Mammutwerk des zu jener Zeit bereits meistgelesenen englischen Autors ist zweifellos sein berühmtester und beliebtester Roman. Erzählt wird die Geschichte eines Jungen, der eine harte Kindheit zu überstehen hat und sich doch zu einem respektablen Mitglied der Gesellschaft entwickelt. Nach dem Tod seines Vaters verbringt der junge David Copperfield eine furchtbare Zeit im Haus seines Stiefvaters. Den Misshandlungen in der Schule und der demütigenden Kinderarbeit entflieht David zu seiner Tante nach Dover. Hier verändert sich sein Leben: Er geht in die Schule eines gütigen Lehrers, entwickelt sich zum gefeierten Journalisten und Schriftsteller und heiratet schließlich seine Jugendfreundin. Zahlreiche Nebenhandlungen zeichnen ein detailliertes Bild der Zeit: David lernt eine Vielzahl von Menschen kennen, wie den exzentrischen James Steerforth, die freundlichen Peggottys und Micawbers, aber auch intrigante Speichellecker wie Uriah Heep. Dickens' stark autobiographisch gefärbter Roman gehört zu den großartigsten Werken des englischen Realismus.

David Copperfield
Durch John Irving bin ich erneut auf die Dickens-Bücher gestossen und ich muß sagen es ist in unserer Zeit sehr erfreulich, dass es so eine Literatur gegeben hat. Ich habe schon sehr viel gelesen, aber die Poesie, der Humor und überhaupt die gesamte Art und Weise, wie Dickens schreibt ist wunderbar. Ich habe bei vielen Stellen, besonders bei den Beschreibung der Juristerei so darüber gelacht und mich gewundert, dass Dickens das vor so lange Zeit geschrieben hat. Es passt mit einigen Abwandlungen heute noch.

Ausgezeichnetes Buch mit einer schwachen Übersetzung
David Copperfield ist ein ausgezeichneter sozialkritischer Roman, der sehr fesselnd geschrieben ist. Leider gehen die Dynamik der Geschichte und der Handlungsfaden durch eine umständliche Übersetzung oftmals verloren. Besonders bemängele ich das, meiner Meinung nach, umständliche Deutsch das in dieser Form vor allem die Dialoge altertümlich wirken läßt. Vor allem der Ausdruck "child-wife" hätte treffend mit "Kindfrau übersetzt werden können. Aufgrund dieser Mängel bewerte ich dieses Buch nur mit 3 Sternen obwohl es eigentlich 5 verdient hätte.
Siehe auch:
> David Copperfield
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