Das Rätsel der Kelten vom Glauberg
ein schönes Buch, wenn auch etwas zu popularwissenschaftlich Eigentlich hätte man sich von dem Katalog der Schirn-Ausstellung etwas mehr "harte" wissenschaftliche Information erhofft.Das Buch enthält viele schöne Bilder, gute und verständliche Texte, ist aber leider etwas zu popularwissenschaftlich aufgemacht. Exakte, vermaßte Pläne der Fundorte sind sparsam vorhanden, die Verweise auf die wissenschaftlichen Publikationen sind eher dünn gesät. Der Stand der Forschung wird aber doch insgesamt recht gut aufbereitet, Bezüge zum zeitlichen Umfeld der frühen Kelten hergestellt, Vergleiche mit angrenzenden Kulturen gezogen, reine Spekulation wird zurückgedrängt. Die Kritik bezieht sich also insbesondere auf den Katalogteil des Buches, in dem etwas präzisere Informationen nicht geschadet hätten. Für denjenigen, der sich für den aktuellen Stand der Keltenforschung interessiert, dennoch ein unentbehrliches und überaus reichhaltiges Werk. Leider kann ich mir die Ausstellung nicht ansehen, das wäre dann die krönende Ergänzung ...
Heimische Keltenforschung auf dem neuesten Stand Der Katalog der gleichnamigen Ausstellung der Frankfurter Schirn kann sich wirklich sehen lassen. Er faßt nicht nur die alles Wissenswerte über die Funde vom Glauberg zusammen, sondern referiert den Stand der Keltenforschung in Hessen und Süddeutschland des Jahres 2002. Gut bebildert und mit hervorragenden Fachartikeln versehen, widmet er sich den Bezügen der Kelten zu den angrenzenden Kulturen und zeigt und beschreibt die Entwicklung der frühen Kultststatuen in großartiger Weise. Es wird deutlich, daß die Kelten ihre Kultur ganz eigenständig entwickelten und auf unabhängige Inspirationen zurückgreifen konnten.
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