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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 20. Dezember 2014 

Farbkorrektur


von Hennig Wargalla

Kategorie: Farbkorrektur
ISBN: 3826616243

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Es gibt viele Photoshop-Bücher, Doch hier handelt es sich nicht um noch eine weitere Photoshop-Einleitung. Das Buch Farbkorrektur in Photoshop und Scanprogrammen von Hennig Wargalla ist ein Spezialbuch für den fortgeschrittenen Nutzer, der mit den Grundtechniken des Programms bereits vertraut ist.

Umfassend werden Interessierten die Aspekte des PrePress Know-Hows nähergebracht. Das Buch bereitet die Grundlagen auch für Neulinge in diesem Gebiet sinnvoll auf. Es geht um die Optimierung von Dateien von der Eingabe bis zur Ausgabe. Dieser Weg wird mit allen Einstellungen ausführlich und gut illustriert beschrieben. Schritt für Schritt sind die vielfältigen Möglichkeiten zur Farbkorrektur illustriert.

Hennig Wargalla ist vielseitig: Auch die Benutzer anderer Bildbearbeitungs- und Scanprogramme können von ihm profitieren. Er stellt Scanprogramme wichtiger Hersteller, mit allen Einstellungen und Tipps zur Optimierung, vor. Der Anwender wird bis zur endgültigen Farbseparation nicht alleine gelassen. Checklisten führen alle wichtigen Punkte auf.

Das Arbeiten in den verschiedenen Farbräumen (RGB, CMYK, Cie, LAB) wird erklärt, unterschiedliche Eingabe- und Separationsmöglichkeiten aufgezeigt und das Farbmanagement behandelt. Angeschnitten werden auch spezielle Themen wie Sonderfarben und Kolorierung. Die Erstellung von Scannerprofilen, Monitorprofilen sowie Proofs sind weitere Themen. Fortgeschrittene, aber auch Aufsteiger in dieser Thematik kommen so auf ihre Kosten. Das Buch ist eine Hilfe für die Vorbereitung von Dateien für den Druck. Nützlich ist das Buch auch für die Qualitätsverbesserung von Grafiken für die Verwendung im Web oder in Multimedia-Produktionen. So oder so: Hennig Wargallas Farbkorrektur in Photoshop und Scanprogrammen hilft, das Optimum aus allen Bildvorlagen herauszuholen. --Jörn Eckermann

Photoshop-Bibel für Hausfrauen
Klar, so viele Bücher speziell zur Farbkorrektur gibt es nun wirklich nicht und da ist alles über 80 Seiten schon eine Bibel, man schlägt also zu und so tat ich es auch nach den ganzen guten Rezenisonen. Niemand hat geschrieben, daß es sich hierbei um Techniken für Heimanwender(innen) handelt. Pardon für das Klischee, "Photoshop-Bibel für Hausfrauen" wäre da allemal passender. Wo das Wissen vorhanden sein mag, fehlt passendes Bildmaterial und da fragt man sich, was das Ganze soll mit den Bildmotiven aus dem Familienalbum von Onkel Fritz.
Uralte Software (was macht hier Photoshop 5.5, wenn seriöse Farbkorrektur erst in Photoshop 6 und 7 kam?!) und billige Tricks, fachlich oft einfach falsch, wie die Freistelltechniken, Farbkorrektur ohne Faarbmanagement. IMHO voll daneben.

So ein bißchen mit dem Pinsel herumretuschieren
Farbkorrektur gehört zu den schwierigsten und sehr faszinierenden Themen in der Mediengestaltung. Der Autor ist auch als gelernter Druckvorlagenhersteller und Scanoperator ein ausgewiesener Profi. Umso erstaunlicher ist für mich, was er aus diesem Thema gemacht hat. Warum er Colormanagement nicht verwendet. Dieses Buch ignoriert den Workflow um Photoshop herum. Man publiziert ja nichts _in_ Photoshop. Es fehlt hier krass der Bezug zu den Applikationen, die die Daten nachher verwenden sollen. So ein bißchen mit dem Pinsel herumretuschieren ist noch keine Farbkorrektur. Es gibt kein Colormanagement ohne eine Anwendung in der Praxis und diese findet in dem Buch keinen Platz.
Als ein Buch zu Photoshop allgemein ist es sonst ganz brauchbar, obwohl es nicht den neuesten Stand repräsentiert (Version 6). Etwas weniger Humor aber mehr Inhalt hätte dem Buch mit Sicherheit nicht geschadet.

Ich hätte mir mehr Konkretes gewünscht
Das Buch hat gegenüber der Erstauflage einige indiskutable Vorzüge (es ist zum Glück nicht mehr so veraltet wie die erste Auflage). Der Autor neigt aber m.E. immer mehr dazu, sich den unwichtigen Aspekten der Arbeit zu widmen, einigen relevanten Themen widmet hingegen nicht die gebotene Sorgfalt.
Auch in der zweiten Auflage ist das Werk nicht frei von sachlichen Fehlern. Beispiel: die Korrektur des Weiss- und Schwarzpunktes in Bildern wird etwas stiefmütterlich behandelt. Wenn man nicht bereits weiß, worum es geht, lernt man es aus diesem Buch garantiert nicht. Insgesamt hinterläßt das Werk einen zwiespältigen Eindruck, meistens akzeptabel, obwohl hin und wieder (für mich persönlich viel zu oft) Mittelmäßigkeit durchschlägt.
Siehe auch:

Farbkorrektur > Farbkorrektur
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