Die heimlichen Spielregeln der Finanzmärkte. Vom unheimlichen Aufstieg der Banken und Versicherungen.
 | von Werner Vontobel
Kategorie:
Finanzmarkt ISBN: 3832308849 |
Amazon.de Enorme Verwaltungsbauten, satte Gewinne und exorbitante Spitzengehälter und Prämienverfahren -- das ist es, was der normale Bürger von den Finanzdienstleistern, Banken und Versicherungen sieht. Wie es dazu kommt, dass diese Branche trotz müder Konjunktur nach wie vor zulegt, versucht Werner Vontobel in seinem Buch zu erklären. Provokant fragt der Autor, Mitglied der Chefredaktion der schweizerischen Wirtschaftszeitung Cash, zu Beginn seiner Überlegungen, "wie viel Banken, Börsen und Vermögensverwalter" denn die Wirtschaft überhaupt ertrage -- nachdem die wirtschaftspolitische Dimension in den letzten Jahren von der Frage dominiert wurde, wie denn der Staat in Zaum zu halten sei. Vontobel, der eine (zu) hohe Staatsquote genauso wie eine (zu) hohe Finanzquote anprangert, analysiert in seinem Buch Studien verschiedenster Herkunft von Analysen staatlicher Stellen bis hin zu Wirtschaftsberichten aus Fachzeitschriften, um die Thematik zu durchleuchten. Die Erkenntnisse, die der Autor im Verlauf seiner Ausführungen zieht, sind dabei teils verblüffend, teils -- und das liegt in der Natur einer wirtschaftspolitischen Fragestellung -- aber auch dazu geeignet, Widerspruch hervor zu rufen. Das Buch liefert mannigfaltiges Material zur Diskussion aus volkswirtschaftlicher Makro- und Mikrosicht. Die interessanteste Erkenntnis daraus ist die, dass die Finanzdienstleister sehr clevere Verfahren entwickelt haben, die ihnen -- egal wie das Geschäft gerade läuft -- in jedem Fall genügend Möglichkeiten auf Profit einräumen. Seien es nun Börsengänge, Angebote zur Altersvorsorge oder Fusionierungen. Um diesen "closed shop" der Finanzjongleure zumindest im eigenen kleinen Wirtschaftsumfeld zu durchbrechen oder auch nur aufzuweichen, so das Fazit nach der Leküre des 190-Seiten-Buches, heißt es schlicht aufpassen, aufpassen, aufpassen. --Horst-Joachim Hoffmann Umschlagtext Haben Sie auch in der letzten Zeit den Kopf geschüttelt über die immer größeren Fusionen, mit Staunen die exorbitanten Abfindungszahlungen an Manager zur Kenntnis genommen und haben Sie selbst auch die Verluste an den Börsen schmerzlich zu spüren bekommen? Dann haben Sie die Erscheinungsformen eines leisen, aber mächtigen Trends bemerkt: in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich kein Wirtschaftsbereich ein größeres Stück vom Bruttosozialprodukt... Autorenportrait Werner Vontobel ist Mitglied der Chefredaktion der Wirtschaftszeitung CASH in Zürich. Nach seinem Studium der Wirtschaft in Basel arbeitete Vontobel in Bonn und Zürich für den Zürcher "Tagesanzeiger", für die "Sonntagszeitung" und für die Weltwoche. Bei CASH ist er nun für die Themenbereiche Wirtschaftspolitik und Ökonomie zuständig. Dementsprechend unterhält er intensive Kontakte zu führenden schweizerischen und international bekannten...
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