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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSamstag, 22. November 2014 

Ottmar Hitzfeld. Die Biographie.


von Josef Hochstrasser

ISBN: 3870245824

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Meistermacher, Champion, Magier! Ottmar Hitzfeld ist der wohl erfolgreichste Vereinstrainer des deutschen Fussballs, der beliebteste obendrein und ein Mythos bereits zu Lebzeiten. Seinem Leben und den Hintergründen seiner überragenden Erfolge spürt Josef Hochstrasser in einer unterhaltsamen und sehr persönlich geprägten Biografie nach.

Vom südbadischen TuS Stetten, wo der kleine Ottmar anfangs gegen den Ball trat, bis zum großen FC Bayern beschreibt Hochstrasser den Verlauf einer beispiellosen Fußballerkarriere. Wo Ottmar Hitzfeld anheuerte, zunächst als Spieler, später als Trainer, blieb ihm der Erfolg treu, wo er arbeitete, wurden Titel errungen. Hochstrasser vermag die Andersartigkeit Hitzfelds, dessen absolute Zuverlässigkeit in einer Branche von Zockern, dessen menschliche und fachliche Qualitäten sehr gut herauszuarbeiten. Zur Hand gehen ihm dabei in zum Teil ungewöhnlich offenen Stellungnahmen Freunde Hitzfelds und Größen des Fußballgeschäfts -- von Günter Netzer bis Sir Alex Ferguson.

Eines fällt dabei sehr schnell auf: Selbst Gegner und Intimfeinde Hitzfelds wie zum Beispiel die Spieler Andy Egli und Frank Mill oder Werner Hofstetter, Präsident des SC Zug, urteilen stets mit größtem Respekt vor dessen Leistung. Immer wieder fallen dabei die Worte Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Hilfsbereitschaft und Verantwortung. Erklären solche Schlagworte den Erfolg dieses ungewöhnlichen Trainers? "Ottmar Hitzfeld wird mir wohl trotzdem ein Mysterium bleiben", bekennt Günther Jauch im Buch, und selbstverständlich hat er Recht.

Josef Hochstrasser ist mit Ottmar Hitzfeld befreundet und außerdem Pfarrer. Das mag den zuweilen salbungsvollen Stil seiner Biografie erklären. Man merkt ihm die Überwindung an, wenn es ans Kritisieren geht. Das alles schadet der sehr lesbaren und kurzweiligen Huldigung keinesfalls. Das letzte Kapitel ist ohnehin noch nicht geschrieben. Um mit Rudi Völler zu sprechen: "Ich hoffe, dass uns Ottmar Hitzfeld noch lange fasziniert." So sei es! --Ulrich Deurer

Eine deutsch-schweizerische Fußballkarriere
Biographien finden in zunehmendem Maße ihren Weg auf die Büchertische der Buchhandlungen. Erst stand Dieter Bohlen im Mittelpunkt, dann Stefan Effenberg, 'enfant terrible' des deutschen Fußballs. Auch von Deutschlands Tennisikone Boris Becker liegt mittlerweile ein Werk vor. Nadja Abd el Farrag ("Naddel") sah sich bemüßigt, Bohlens Passagen über sie richtig zu stellen, natürlich im Rahmen einer Biographie (heftigst gefördert durch die Bildzeitung). Bei so viel Klatsch und Tratsch freut man sich direkt über das vorliegende Buch, in dem einiges Amüsante und Bemerkenswerte über den eher stillen, gleichwohl ungemein erfolgreichen Fußballtrainer Ottmar Hitzfeld zu lesen ist. Selbst am Fußball weniger Interessierte haben von seinen Championsleague Triumphen mit Borussia Dortmund und dem FC Bayern München gehört und ihn schon einmal bei Interviews in seiner sachlichen Art erlebt, bei der man merkt, daß ihm nichts unangenehmer ist, als sich in den Vordergrund zu spielen.

Auf 324 Seiten beschreibt Josef Hochstrasser, ein mit der Familie Hitzfeld befreundeter Pfarrer aus Oberentfelden (bei Aarau), den bisherigen Lebensweg des 1949 im südbadischen Lörrach geborenen Startrainers. So erfahren wir einiges über Hitzfelds Karriere in Deutschland und der Schweiz, zunächst als Spieler in Stetten, Lörrach, Basel, Stuttgart, Lugano und Luzern, später als Trainer beim SC Zug, in Aarau, Zürich, Dortmund und München. Der bisher schon vorherrschende positive Eindruck von Ottmar Hitzfeld muß sich zwangsläufig nach der Lektüre des Buches verstärken. Er wird als hart arbeitender sympathischer Mann geschildert, der nichts dem Zufall überläßt und mit Tüchtigkeit, Sachverstand und Fortune seinen Weg machte. Zugute kam ihm sein großes psychologisches und kommunikatives Geschick, eine Mannschaft zu einer geschlossenen motivierten Einheit zusammenzuschmieden. man gönnt ihm den Erfolg, denn in den Schoß gefallen ist ihm nichts.

Das flüssig geschriebene Buch ist gleichwohl nur bedingt empfehlendwert. Bedingt deswegen, weil der Leser schon eine gehörige Portion Fußballenthusiasmus mitbringen muß, um sich durch Hitzfelds Fußballeben durchzubeißen. Es kommt hinzu, daß dem deutschen Leser die schweizerischen Verhältnisse nicht unbedingt geläufig sind. Wer kennt schon auf Anhieb Orte wie Aarau oder Zug. Wer also an Fußball nicht interessiert ist, sollte die Hände von dem Buch lassen. Für den Fußballinteressierten wiederum stellt sich die Frage, ob ihm das Buch genügend bringt. Etliche genauere Hintergründe und Details, etwa im Zusammenhang mit Hitzfelds Abschied von Dortmund, wären schon wünschenswert gewesen. Doch genau daran hapert es, es bleibt bei kurzen Andeutungen. Vielleicht wollte der Autor ja Hitzfeld oder andere schonen, oder seine Recherchen waren nicht so ergiebig, wie er es sich gewünscht hätte. Wie auch immer, es bleibt ein schaler Nachgeschmack. Gut zu lesen sind demgegenüber die am Anfang jedes der 10 Kapitel abgedruckten Stimmen prominenter Zeitgenossen wie Sir Alex Ferguson, Günther Netzer, Edmund Stoiber, Günther Jauch u.a..

Fazit : Kein Buch, das man unbedingt haben muß. Doch hat man es erst einmal gelesen, wird man sich dem Menschen Hitzfeld näher fühlen.

Ottmar Hitzfeld. Die Biographie
Dieses Buch kann ich nur bedingt empfehlen. Im Vergleich zu Seeler's oder Effenberg's Biographie wurde die Biographie von Herrn Hitzfeld seinem Autor, etwas langweillig und eintönig geschrieben. Sie ist auch etwas durcheinander geschrieben, sodas man beim lesen überlegen muß warum das jetzt so ist (Zeitsprünge). Wer sich aber für große Trainer interessiert, sollte dieses Buch lesen.

Sprunghaft
Der Autor "springt" in seinem Buch sehr oft zwischen "Jetzt" und "früher" hin und her. Es ist deshalb besonders interessant, bedarf aber manchmal einem zurückblättern und nochmaligen Nachlesen. Für alle die Otmar nicht kennen zu empfehlen!
Siehe auch:

> Ottmar Hitzfeld. Die Biographie.
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